Kloster Ramsau bei Haag

Das Kloster Ramsau bei Haag ist ein ehemaliges Kloster der Augustinereremiten in Ramsau (Gemeinde Reichertsheim) in Bayern in der Diözese Freising.

Geschichte

Das der Heiligen Maria, St. Augustinus und St. Georg geweihte Kloster wurde 1412 durch Jörg von Fraunberg, Besitzer der Herrschaft Haag gegründet. Die Reformation in der nunmehrigen Reichsgrafschaft Haag unter Graf Ladislaus von Fraunberg (1505–1566) führte dazu, dass die Augustiner ihr Kloster aufgaben. Erst mit dem Übergang Haags an die bayerischen Wittelsbacher 1567 wurde das Kloster wieder hergestellt. 1593 zogen im Kloster wieder zwei Patres ein, die in Ramsau als Seelsorger tätig wurden.[1]

Das Kloster wurde 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die Klostergebäude kamen zunächst in Privatbesitz. 1899 errichteten Franziskanerinnen in den Gebäuden ein Waisenhaus (Kinderheim St. Joseph). Seit 1996 sind im Kloster Wohngemeinschaften mit 40 Wohnplätzen für geistig Behinderte untergebracht (Stiftung Ecksberg).

Denkmal

Der Südflügel des Klosters Ramsau ist erhalten, ein dreigeschossiger barocker Walmdachtrakt, im Kern 1731, modernisiert und erweitert.[2]

Persönlichkeiten

  • Theodor Grünberger (1756–1820), Komponist, Augustinermönch und Priester; schuf im Kloster Ramsau einen Großteil seiner bedeutendsten Werke.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Kloster Ramsau bei Haag, Basisdaten in der Datenbank Klöster in Bayern im Haus der Bayerischen Geschichte
  2. Denkmalliste für Reichertsheim (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege

Koordinaten: 48° 10′ 25″ N, 12° 13′ 43,1″ O