Rainer Brödel

Rainer Brödel (* 1947) ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und Hochschullehrer.[1]

Leben und Wirken

Rainer Brödel studierte von 1966 bis 1972 Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Göttingen. Bis 1977 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschafts- und Sozialpolitik der Universität Göttingen und promovierte dort 1977 zum Dr. disc. pol. Von 1978 bis 1980 war er Mitarbeiter der Fernuniversität Hagen. Von 1980 bis 1986 arbeitete er als Hochschulassistent am Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung der Freien Universität Berlin und habilitierte sich dort 1987 für das Fach Erziehungswissenschaft (mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung). Als Akademischer Rat war er anschließend an der Universität Hannover tätig. Anschließend übernahm er eine Professor für Erwachsenenbildung an der Technischen Universität Dortmund. 1995 folgte eine Professur an der Universität Flensburg. Im Jahre 2000 folgte eine ordentliche Professur für Erwachsenenbildung an der Universität Münster. 2012 wurde er emeritiert.

Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit ist die Erwachsenenbildung (auch grenzüberschreitend) und das lebenslange Lernen.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Bildungserfahrungen von Industriearbeitern. Gewerbliche Berufsausbildung und Weiterbildungsverhalten männlicher Industriearbeiter (= Campus-Forschung, Bd. 78). Campus-Verlag, Frankfurt/M. 1979, ISBN 3-593-32395-8 (= Dissertation Universität Göttingen),
  • (Mitautor): Bildungsurlaub in Nordrhein-Westfalen. Landeszentrale für Politische Bildung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1982.
  • (mit Enno Schmitz): Weiterbildung als Vorbeugung gegen Arbeitslosigkeit. CEDEFOP, Berlin 1984, ISBN 92-825-4010-3.
  • (Hrsg.): Öffentliche Erwachsenenbildung. Studium und Beruf (= Theorie und Praxis, Bd. 17). Fachbereich Erziehungswiss. I der Univ. Hannover, Hannover 1988, ISBN 3-922874-35-5.
  • Tönnies als Anreger für die Volks- und Erwachsenenbildung am Beispiel der Rezeption durch Hermann Heller. In: Carsten Schlüter/Lars Clausen (Hrsg.): Renaissance der Gemeinschaft? Stabile Theorie und neue Theoreme (= Beiträge zur Sozialforschung, Bd. 5). Duncker & Humblot, Berlin 1990, S. 191–216, ISBN 3-428-07027-5.
  • (Hrsg.): Hochschuldidaktische Perspektiven (= Theorie und Praxis, Bd. 44). Fachbereich Erziehungswiss. I der Univ. Hannover, Hannover 1992, ISBN 3-922874-63-0.
  • (Hrsg.): Erwachsenenbildung am Beginn der Transformation (= Theorie und Praxis, Bd. 36). Fachbereich Erziehungswiss. I der Univ. Hannover, Hannover 1993, ISBN 3-922874-55-X.
  • (Hrsg.): Erwachsenenbildung in der Moderne. Diagnosen, Ansätze, Konsequenzen (= Studien zur Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, Bd. 9). Leske + Budrich, Opladen 1997, ISBN 3-8100-1545-8.
  • (Hrsg.): Lebenslanges Lernen - lebensbegleitende Bildung. Luchterhand, Neuwied 1998, ISBN 3-472-03016-X.
  • (Hrsg.): Grenzüberschreitende Erwachsenenbildung. Waxmann, Münster 2000, ISBN 3-89325-748-9.
  • (Hrsg.): Begleitforschung in Lernkulturen. Waxmann, Münster 2003, ISBN 3-8309-1326-5.
  • (Hrsg.): Weiterbildung als Netzwerk des Lernens. Differenzierung der Erwachsenenbildung. Bertelsmann, Bielefeld 2004, ISBN 3-7639-3100-7.
  • (Hrsg., mit Julia Kreimeyer): Lebensbegleitendes Lernen als Kompetenzentwicklung. Analysen – Konzeptionen – Handlungsfelder. Bertelsmann, Bielefeld 2004, ISBN 3-7639-3103-1.
  • (mit Alexander Yendell): Weiterbildungsverhalten und Eigenressourcen. NRW-Studie über Geld, Zeit und Erträge beim lebenslangen Lernen. Bertelsmann, Bielefeld 2008, ISBN 3-7639-3330-1.
  • (Mithrsg.): Lebenslanges Lernen als Erziehungswissenschaft. Bertelsmann, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-7639-5389-9.

Einzelnachweise

  1. Prof. Dr. Rainer Brödel / Universität Münster / Institut für Erziehungswissenschaft (mit Vita, Publikationsliste u. a., abgerufen am 29. Dezember 2025).