Prostore (Berdjansk)
| Prostore | ||
|---|---|---|
| Просторе | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Ukraine | |
| Oblast: | Oblast Saporischschja | |
| Rajon: | Rajon Berdjansk | |
| Höhe: | 152 m | |
| Fläche: | 1.1 km² | |
| Einwohner: | 570 (2001) | |
| Bevölkerungsdichte: | 518 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 71242 | |
| Vorwahl: | +380 6140 | |
| Geographische Lage: | 47° 5′ N, 36° 13′ O | |
| KATOTTH: | UA23020150290024262 | |
| KOATUU: | 2325586801 | |
| Verwaltungsgliederung: | 1 Dorf | |
| Verwaltung | ||
| Adresse: | вул. Перемоги 80 71242 с. Просторе | |
|
| ||
Prostore (ukrainisch Просторе; russisch Просторное Prostornoje) ist ein Dorf in der Ukraine, es geht auf das russlandmennonitische Dorf Grossweide als Teil der Kolonie Molotschna zurück.
Am 31. Oktober 2016 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Siedlungsgemeinde Tschernihiwka[1], bis dahin bildete es zusammen mit den Dörfern Dowhe, Kwitkowe und Rosiwka die gleichnamige Landratsgemeinde Prostore (Просторівська сільська рада/Prostoriwska silska rada) im Süden des Rajons Tschernihiwka.
Seit dem 17. Juli 2020 ist sie ein Teil des Rajons Berdjansk[2].
Im März 2022 wurde der Ort durch russische Truppen im Rahmen des Russischen Überfalls auf die Ukraine eingenommen und befindet sich seither nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.
Grossweide
Grossweide wurde im Mai 1820 von 22 friesischen Mennonitenfamilien aus Westpreußen gegründet und nach dem Auswanderungsort benannt, heute Pastwa bei Mewe. Das Land wurde von Johann Cornies gepachtet und den Nogai Stämmen als Weideland zur Verfügung gestellt. Das Land lag südöstlich des Flusses Sissikulak. 1848 standen hier sechs Backsteinhäuser. 1908 lebten hier 427 Menschen und es gab zwei Windmühlen und eine motorisierte Mühle. Die Siedlung wurde im Zweiten Weltkrieg von der Roten Armee niederbrannt, nach dem Krieg war hier Zentrale der Kolchose Prostornoje. Es sind nur wenige Mennonitenbauten übrig geblieben.
Waisenhaus
Ein zweistöckiges Ziegelhaus wurde 1912 zur Unterbringung von Waisenkindern umgebaut. Das Waisenhaus wurde für die Anzahl von Waisenkidnenrzu klein und zog in das Anwesen Steinbach. 1934 wurde im vormaligen Waisenhaus eine Schule untergebracht.
Literatur
- Rudy P. Friesen, Edith Elisabeth Friesen: Bauwerke der Vergangenheit: mennonitische Architektur, Landschaft und Siedlungen in Russland/Ukraine. Tweeback, Bonn 2016, S. 336–338.
Einzelnachweise
- ↑ Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Запорізькій області у Чернігівському районі Чернігівська селищна, Богданівська, Верхньотокмацька, Владівська, Ільїнська, Новоказанкуватська, Новомихайлівська, Новополтавська, Обіточненська, Просторівська, Стульневська та Широкоярська сільські ради рішеннями від 12 і 31 жовтня 2016 року
- ↑ Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"