Prethcamid
| Allgemeines | ||||||||||||||||
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| Name | Prethcamid | |||||||||||||||
| Summenformel | Wirkstoffgemisch | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||
| ATC-Code |
R07AB06 | |||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | Wirkstoffgemisch | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Prethcamid ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Analeptika. In der Veterinärmedizin wird es als Atemstimulans verwendet.[2]
Eigenschaften
Prethcamid besteht zu gleichen Teilen aus den Wirkstoffen Crotetamid und Cropropamid.[2]
Pharmakologie
Prethcamid wird klinisch als Atemstimulans verwendet und bewirkt eine Steigerung des Atemzugvolumens.
Die Wirkung von Prethcamid wurde bei Patienten mit chronischen Atembeschwerden mit Placebo verglichen. In der Studie wurde festgestellt, dass eine Behandlung mit Prethcamid bei Patienten mit chronischem Atembeschwerden langfristig keine signifikante Besserung bewirkt.[3]
Recht
Prethcamid ist von mehreren internationalen Sportverbänden aufgrund seines Potentials des Aufputschens der Sportler verboten worden.[4] Crotetamid und Cropropamid sind in der Liste der im Wettkampf verbotenen Substanzen des Welt-Anti-Doping-Codes aufgeführt.[5]
Prethcamid war Wirkstoff des 1956 eingeführten und in den 1980er Jahren aus dem Markt genommenen Fertigpräparates Micoren.[6] In der Tiermedizin wurde es unter dem Namen Respirot[2] verwendet. Es wird in südafrikanischen Ländern vermarktet (Stand 1997) und ist nicht von der U.S. Food and Drug Administration zugelassen.[4]
Einzelnachweise
- ↑ Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
- ↑ a b c Eintrag zu Cropropamid. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 1. Juli 2022.
- ↑ R. a. L. Brewis, N. G. Hodges: Long-term and Short-term Effects of Oral Prethcamide in Chronic Ventilatory Failure. In: Br Med J. Band 2, Nr. 5712, 27. Juni 1970, S. 764–766, doi:10.1136/bmj.2.5712.764, PMID 4913786, PMC 1700864 (freier Volltext).
- ↑ a b R.A. Sams, D.F. Gerken, S.M. Ashcraft: Pharmacokinetics of intravenous and oral prethcamide in horses. In: Journal of Pharmaceutical and Biomedical Analysis. Band 15, Nr. 5, Februar 1997, S. 639–651, doi:10.1016/s0731-7085(96)01885-7.
- ↑ World Anti-Doping Agency (WADA): List of Prohibited Substances and Methods. 2022, abgerufen am 29. Juni 2022.
- ↑ Martin Forter: Abfall aus der Arzneimittelproduktion im Grundwasser. In: Oekoskop 2/22 (PDF; 5,3 MB) auf aefu.ch, abgerufen am 27. Dezember 2025.