Points of Convergences
| Points of Convergences | ||||
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| Studioalbum von Michel Doneda / Frédéric Blondy | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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| Label(s) | Relative Pitch Records | |||
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Format(e) |
2 CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
8 | |||
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1:36:48 | ||||
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Besetzung |
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Studio(s) |
Église Saint-Merri, Paris | |||
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Points of Convergences ist ein Musikalbum von Michel Doneda und Frédéric Blondy. Die am 3. Juni 2014 in der Église Saint-Merri in Paris entstandenen Aufnahmen erschienen am 26. September 2025 auf Relative Pitch Records.
Hintergrund
Der Saxophonist Michel Doneda und der Pianist Frederic Blondy spielten in dem Pariser Kirchengebäude sieben ausgedehnte Improvisationen, darunter das halbstündige „The Body Is All Night“, außerdem das dem Gedenken an dem im Dezember 2024 verstorbenen Bassisten Barre Phillips gewidmete „L’intuition des astres“ und „Hi Lee“, eine Variation des Lee-Konitz-Stücks „Hi Beck“, das Konitz im März 1951 mit Miles Davis, Billy Bauer, Sal Mosca, Arnold Fishkin und Max Roach eingespielt hatte.
Titelliste
- Michel Doneda / Frédéric Blondy: Points of Convergences (Relative Pitch Records RPR1237)[1]
- We Rustle 6:53
- Entre deux silences 10:11
- Un murmure sans origines 12:12
- Respirer l’infini 8:00
- The Body Is All Night 29:56
- Rose Rattle 8:15
- L’intuition des astres (à la mémoire de Barre Philipps) 17:31
- Hi Lee (variation on Hi Beck from Lee Konitz) 3:30
Die Kompositionen stammen von Michel Doneda und Frederic Blondy.
Rezeption
Die Stücke würden nicht nur das antiphonische und aufmerksame Hörvermögen der beiden Musiker unterstreichen, sondern nutzten auch die räumlichen Qualitäten der Pariser Église Saint-Merry, meint Ken Waxman (Squid’s Ear). Das im 18. Jahrhundert umgebaute gotische Gebäude erzeuge mit seiner hohen Decke und den offenen Räumen zusätzliche Resonanzen und einen kaum wahrnehmbaren Bordunton, der die Improvisationen unterstreiche. Blondy würde neben der Tastatur auch das Innere seines Instruments nutzen und auf die Dulcimer- oder harfenähnlichen Eigenschaften der Saiten zurückgreifen, um Passagen zu zupfen und vibrieren zu lassen. Auf den zusammenhängenden Stücken „Un murmure sans origins“ und „Respirer l'infini“ beispielsweise weiche das atmosphärische Summen des Klaviers bald einem präzisen und ausgewogenen Zupfen einzelner Saiten, das durch die Akustik der Kirche verstärkt werde und sich im letzteren Stück mit einem Geräusch intensiviere, das klinge, als würde ein starrer Metallgegenstand über die gespannten Saiten streichen. Währenddessen wechsle Doneda zwischen dem Trillern einer ununterbrochenen Rohrblattlinie und dem Einsatz des Sopraninos, um höhere und fragmentiertere Klangfarben zu erzeugen, bis das Mundstückgeräusch in kreischende, pfeifende Töne übergehe, die durch räumliche Echos an Dichte gewinnen würden.[2]
Darüber hinaus nutze der Saxophonist vielfältige Techniken, um seine Improvisationen zu variieren, wobei viele durch die Reflexion an den Kirchenwänden verstärkt würden. Durch tonlose Atemzüge, Zungengriffe, gedehnte Tonbiegungen, Multiphonics und Zirkularatmung entfalte Doneda ständig einzigartige und unerwartete Klangfarben, so Waxman weiter. Ob improvisiert, lang oder kurz, mit unterbrochenen oder fast durchgehenden Texturen – die Muster und Projektionen des Duos würden von dessen interaktivem Ansatz zeugen. Das elfjährige Warten auf die Veröffentlichung dieser Klänge habe sich gelohnt.[2]
Weblinks
- Michel Doneda / Frederic Blondy: Points of Convergences. In: Bandcamp. 6. November 2025 (englisch).
Einzelnachweise
- ↑ Michel Doneda / Frederic Blondy: Points of Convergences. In: Discogs. Abgerufen am 1. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ a b Ken Waxman: Michel Doneda / Frederic Blondy: Points of Convergences. In: Squids Ear. 17. Dezember 2025, abgerufen am 24. Dezember 2025 (englisch).