Philippine Sea (Schiff, 1989)


Die Philippine Sea in Port Everglades
Übersicht
Bestellung 27. Dezember 1983
Kiellegung 8. April 1986
Stapellauf 12. Juli 1987
1. Dienstzeit
Indienststellung 18. März 1989
Außerdienststellung 30. September 2025
Technische Daten
Verdrängung 9750 Tonnen
Länge 173 Meter
Breite 16,80 Meter
Tiefgang 10,2 Meter
Besatzung ca. 390
Antrieb Vier Gasturbinen, zwei Wellen mit zusammen 80.000 PS
Geschwindigkeit 30+ Knoten
Bewaffnung 2 Starter für Seezielflugkörper,
2 Dreifach-Torpedowerfer,
2 Geschütze 127 mm,
122 VLS-Zellen

Philippine Sea ist ein ehemaliges Kriegsschiff, das von 1989 bis 2025 im Dienst der United States Navy stand. Der ehemalige Lenkwaffenkreuzer gehört der Ticonderoga-Klasse an und trägt die Schiffskennung CG-58.

Zuvor trug ein Flugzeugträger der Essex-Klasse, Philippine Sea mit der Schiffskennung CV-47, in Dienst von 1946 bis 1958, den gleichen Namen.

Geschichte

CG-58 wurde Ende 1983 in Auftrag gegeben und 1986 bei Bath Iron Works auf Kiel gelegt. Sie lief im Sommer 1987 vom Stapel, wurde getauft und 1989 in Dienst gestellt. Ihr Name leitet sich von der Schlacht in der Philippinensee 1944 ab.

Der erste Einsatz der Philippine Sea war ein Kriegseinsatz: 1990 wurde sie im Rahmen der Operation Desert Storm eingesetzt. Während des Krieges kontrollierte die Besatzung mehrere zivile Schiffe im Roten Meer und feuerte zehn BGM-109 Tomahawk auf Ziele im Irak. 1991 diente das Schiff als Flaggschiff für Operationen zur Bekämpfung des Drogenschmuggels in der Karibik. 1992 war sie im Mittelmeer und im Roten Meer. 1993 wurde die Philippine Sea durch die Boston Naval Shipyard überholt.

Im Anschluss verlegte sie als Geleit der Saratoga ins Mittelmeer, 1994 folgten Fahrten in der Karibik, 1995 in der Ostsee. 1996 verlegte die Philippine Sea mit der Enterprise ins Mittelmeer. Im Kosovokrieg 1998/1999 feuerte sie Tomahawk-Marschflugkörper auf Ziele im Kosovo und 2001 auf Ziele in Afghanistan. 2003 unterstützte sie die Operationen Enduring Freedom und Iraqi Freedom. Weitere Fahrten zur Terrorbekämpfung folgten im Mai 2005 und im Juni 2006.

Am 15. September 2012 wurde die Asche von Neil Armstrong vom Deck der Philippine Sea im Atlantik dem Meer übergeben. Ab dem 23. September 2014 schoss die USS Philippine Sea im Roten Meer BGM-109 Tomahawk-Marschflugkörper ab; dies war der Auftakt zur Operation Inherent Resolve zur Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Nachdem am 4. Februar 2023 ein chinesischer Stratosphärenballon nahe Myrtle Beach in South Carolina abgeschossen wurde, war das Schiff an der Suche nach den Trümmern beteiligt.[1]

Philippine Sea wurde in Naval Station Norfolk am 25. September 2025, dem gleichen Tag wie das Schwesterschiff Normandy, feierlich außer Dienst gestellt und am 30. September 2025 aus der Liste der aktiven Schiffe gestrichen.[2][3]

Commons: USS Philippine Sea (CG-58) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. 3 Navy Warships, FBI Now Hunting for Wreckage of Chinese Spy Balloon off South Carolina. In: usni.org. 4. Februar 2023, abgerufen am 5. Februar 2023 (englisch).
  2. 2 guided missile cruisers decommissioned in Virginia after 36 years of service. In: stripes.com. 26. September 2025, abgerufen am 4. Oktober 2025 (englisch).
  3. Ship Details - PHILIPPINE SEA (CG 58). In: Naval Vessel Register. Naval Sea Systems Command, 30. September 2025, archiviert vom Original am 4. Oktober 2025; abgerufen am 4. Oktober 2025 (englisch).