Pfaffenhofen am Inn
Pfaffenhofen am Inn ist ein Gemeindeteil von Schechen, einer Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim.
Geographie
Pfaffenhofen am Inn liegt zwischen Bundesstraße 15 und dem linken Ufer des Inn nördlich von Rosenheim.
Geschichte
Pons Aeni (dt. Innbrücke) oder „Ponte Aoni“ ist der Name von einer oder zwei römischen Siedlungen bei Pfaffenhofen am Inn. Zwischen Westerndorf St. Peter und Pfaffenhofen am Inn befand sich jedenfalls ein Töpfereizentrum für Terra Sigillata, dessen Erzeugnisse in viele Provinzen des römischen Reichs geliefert wurden.[1]
Die zu Poens Aeni gehörige Siedlung "Phuncina" hatte bereits im 9. Jahrhundert eine Taufkirche. Um 1170 taucht der Ortsname Pfaffenhofen erstmals auf; er deutet auf geistlichen Grundbesitz. Seit 1220 übte das Kloster Frauenchiemsee das Präsentationsrecht für die Kirche aus und erlangte im Jahre 1500 die völlige Inkorporation. Das barocke Langhaus zu vier Jochen der Kirche St. Laurentius wurde 1708/09 zwischen dem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen, spätgotischen Chor im Osten und dem Kirchturm im Westen eingefügt.[2]
Pfaffenhofen am Inn wurde 1818 Teil der Gemeinde Westerndorf, die durch das bayerische Gemeindeedikt begründet wurde. Die Gemeinde wurden am 26. September 1951 von Westerndorf in Westerndorf St. Peter umbenannt[3][4] und am 1. Mai 1978 großteils in die Stadt Rosenheim eingemeindet.[5] Der nördliche Teil der aufgelösten Gemeinde Westerndorf-St. Peter (mit dem Pfarrdorf Pfaffenhofen am Inn) wurde nach Schechen eingegliedert.[6]
Kirchlich bildet das erst 1817 zur selbständigen Pfarrei erhobene Pfaffenhofen am Inn einen Pfarrverband mit St. Vitus (Hochstätt).
Einzelnachweise
- ↑ Jörg Faßbinder, Martin Pietsch: Dem Töpfervicus von Pons Aeni auf der Spur – Geophysikalische Prospektion in Pfaffenhofen a. Inn. In: Das Archäologische Jahr in Bayern 2004 (2005), S. 100–102; hier: S. 100.
- ↑ Denkmalliste für Schechen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Richard Bauer: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799-1980, S. 561 (online).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, DNB 920240593, OCLC 75242522, S. 22, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat).
- ↑ Stadtarchiv Rosenheim: Stadtgeschichte: Eingemeindungen und Bürgerfest
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 588 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
Koordinaten: 47° 53′ 28,9″ N, 12° 7′ 28,2″ O