Peter Rübenach
| Peter Rübenach | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Peter Rübenach | |
| Geburtstag | 16. September 1947 | |
| Geburtsort | Deutschland | |
| Sterbedatum | 27. August 2020 | |
| Sterbeort | Deutschland | |
| Position | Abwehrspieler | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| DJK Concordia Friesdorf | ||
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| SSV Troisdorf 05 | ||
| Bonner SC | ||
| 1967–1969 | Bayer 04 Leverkusen | |
| 1969–1970 | Kickers Offenbach | |
| 1970–1972 | SC Opel Rüsselsheim | |
| 1972–1973 | SpVgg 07 Ludwigsburg | |
| 1973–1980 | FSV Frankfurt | |
| Stationen als Trainer | ||
| Jahre | Station | |
| 1981–1987 | KSV Klein-Karben | |
| FV Bad Vilbel | ||
| –1994 | FC Italia Frankfurt | |
| 1994– | SG Hoechst | |
| 2004 | KSV Klein-Karben | |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Peter Rübenach (* 16. September 1947; † 27. August 2020) war ein deutscher Fußballspieler. Der Defensivspieler hat in den zweitklassigen Regionalligen West und Süd von 1966 bis 1974 bei den Vereinen Bonner SC, Bayer 04 Leverkusen, Kickers Offenbach, Opel Rüsselsheim, SpVgg Ludwigsburg und FSV Frankfurt insgesamt 203 Ligaspiele absolviert und dabei 25 Tore erzielt. Nach Einführung der 2. Fußball-Bundesliga folgten noch bis 1980 beim FSV Frankfurt 175 Zweitligaspiele mit zwölf Toren.[1]
Karriere
Vertragsspieler in den Regionalligen West und Süd, 1966 bis 1974
Rübenach fiel beim SSV Troisdorf 05 in der Landesliga Mittelrhein in der Saison 1965/66 durch seine Leistungen auf und wurde zur Saison 1966/67 vom Regionalligaaufsteiger Bonner SC unter Vertrag genommen. Zusätzlich verstärkten sich die Bonner noch durch ein Schalker-Quartett mit Werner Grau, Uwe Kleina, Heinz-Dieter Lömm und Torhüter Horst Mühlmann. Unter Trainer Günther Glomb debütierte der junge Spieler aus Troisdorf am Rundenstart, den 21. August 1966, bei einem 0:0 beim Wuppertaler SV in der Regionalliga West. Mit 22:46 Punkten belegte der Bonner SC am Rundenende den 17. Tabellenrang und stieg wieder in das Amateurlager ab. Rübenach hatte in 30 Ligaeinsätzen vier Tore erzielt und die Späher aus Leverkusen auf sich aufmerksam gemacht. Er unterschrieb zur Saison 1967/68 einen neuen Vertrag bei Bayer 04 Leverkusen und wechselte in das Ulrich-Haberland-Stadion.
Unter Trainer Theo Kirchberg hatte Bayer 04 eine neue Mannschaft zusammengestellt und überraschte mit der neuen Leistungsstärke die Konkurrenz im Westen. Mit Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen gab es einen Dreikampf an der Tabellenspitze um die Meisterschaft. Am Schluss setzte sich Bayer punktgleich gegenüber dem Team von der Hafenstraße durch und die Kleeblatt-Elf von der Landwehr belegte mit einem Punkt Rückstand den 3. Rang. Rübenach hatte an der Seite von Torhüter Hans Benzler, Abwehrchef Leo Wilden und den weiteren Stammspielern wie Karl-Heinz und Helmut Brücken, Klaus Görtz, Willi Haag, Günter Haarmann, Helmut Richert, Helmut Röhrig und Friedhelm Strzelczyk vier Tore in 19 Ligaeinsätzen erzielt. In der Bundesligaaufstiegsrunde war Rübenach dagegen in allen acht Begegnungen gegen Kickers Offenbach, TuS Neuendorf, Tennis Borussia Berlin und Arminia Hannover zu Einsatz gekommen und hatte drei Treffer erzielt. Hinter Aufsteiger Offenbach belegte er mit Leverkusen den 2. Rang. Der Meisterschaftsgewinn mit Leverkusen im Jahr 1968 und die Bundesligaaufstiegsrunde stellten Höhepunkte in der Laufbahn von Rübenach dar. In seinem zweiten Bayerjahr, 1968/69, steigerte er sich auf 30 Ligaeinsätze mit acht Toren, mit der Mannschaft belegte er aber lediglich den 8. Rang und nahm zur Saison 1969/70 ein Angebot von Kickers Offenbach aus der Regionalliga Süd an.
Auf dem Bieberer Berg fand er eine Mannschaft vor, die in der Mehrzahl mit überdurchschnittlich guten Spielern für Regionalligaverhältnisse bestückt war. Die interne Konkurrenz war groß und machte es schwer, zum Kreis der Stammspieler zu gehören. In der Defensive konkurrierten vor Torhüter Karlheinz Volz Spieler wie Hans Reich, Helmut Kremers, Alfred Resenberg, Josef Weilbächer, Egon Schmitt und Roland Weida um die Plätze und Rübenach kam so nur zu fünf Einsätzen in der Regionalliga Süd. Offenbach gewann die Meisterschaft vor dem Karlsruher SC und dem 1. FC Nürnberg. Aber er konnte seine zweite Meisterschaft in der Regionalliga feiern und erlebte zusätzlich die Turbulenzen auf der Trainerseite mit dem Wirken von den drei Trainern Paul Oßwald, Kurt Schreiner und Zlatko Cajkovski.
Rübenach wechselte nach einem Jahr in Offenbach zum SC Opel Rüsselsheim. Bei den Schwarz-Gelben aus Südhessen bestritt er sein erstes Ligaspiel am 23. August 1970 bei einem 2:0-Auswärtserfolg beim Freiburger FC. Mit dem SC kämpfte er um den Klassenerhalt, welcher am Rundenende mit dem 14. Rang erreicht wurde und Rübenach in 28 Ligaeinsätzen (1 Tor) unter den Trainern Erich Bäumler und Christian Kraut seinen Anteil beigetragen hatte. In seinem zweiten Jahr konnte er den Abstieg von Rüsselsheim nicht verhindern. In 36 Ligaspielen hatte er an der Seite von Gerhard Bopp, Hermann-Dieter Bellut, Herbert Dörenberg und Manfred Lucas mit einem Punkt Rückstand zu den Konkurrenten aus Fürth, Ludwigsburg und Regensburg den Kampf um den Klassenerhalt verloren. Der 3:2-Heimerfolg am letzten Rundenspieltag, den 19. Mai 1971, gegen den SSV Reutlingen konnte daran nichts mehr ändern. Mit Dörenberg, Lucas und Oehlenschläger hatte Rübenach dabei die Defensive gebildet. Zur Runde 1972/73 wechselte er nach Württemberg zur SpVgg Ludwigsburg.
Die Runde bei der Spielvereinigung begann unter Trainer Gunther Baumann, dieser wurde aber ab November 1972 durch den Karlsruher Kurt Sommerlatt abgelöst. Unter Sommerlatt gelang Rübenach und Kollegen zwar eine Steigerung, aber am Rundenende lag Ludwigsburg mit 28:40 Punkten auf dem 16. Rang und stieg mit einem Punkt Rückstand zum Freiburger FC in das Amateurlager ab. Rübenach war in 30 Ligaspielen an der Seite von Dieter Dollmann, Rainer Eisenhardt, Hans Hägele, Rainer Lippert, Hans Mayer, Rainer Skrotzki und Heinz Stickel aufgelaufen und nahm zum letzten Jahr der alten zweitklassigen Regionalliga Süd das Angebot vom FSV Frankfurt an und kehrte wieder nach Hessen zurück.
Im letzten Jahr der alten zweitklassigen Regionalliga, 1973/74, spielte er beim hessischen Aufsteiger FSV Frankfurt in der Regionalliga Süd. Unter Trainer Erich Gehbauer eröffnete Rübenach am 9. Spieltag, den 29. September 1973, mit dem Aufsteiger als linker Verteidiger die Runde bei einer 1:3-Auswärtsniederlage bei Chio Waldhof. Im Lauf der Runde übernahm Ex-Nationalspieler Horst Trimhold die Traineraufgabe als Spielertrainer. Mit einem 2:2 am 4. Mai 1974 beendete Rübenach mit dem FSV bei Oli Bürstadt auf dem 11. Rang die Runde. Rübenach hatte 26 Ligaspiele absolviert und sechs Tore erzielt. Darunter waren am 16. Februar 1974, am 24. Spieltag, bei einem 6:1-Heimerfolg gegen den FC Schweinfurt 05 vier Tore des Innenverteidigers Rübenach.
2. Bundesliga, FSV Frankfurt von 1975 bis 1980
Durch die Einführung der 2. Bundesliga ab der Saison 1974/75, wofür sich der FSV nicht qualifiziert hatte, ging Rübenach 1974/75 mit den Schwarzblauen aus Bornheim mit in die Hessenliga. Als Abwehrchef führte er den FSV zur Meisterschaft und dem Direktaufstieg in die 2. Bundesliga.
In der 2. Bundesliga übernahm der frühere FC Augsburg-Coach Milovan Beljin das Traineramt am „Hang“ und der Aufsteiger belegte 1975/76 den 13. Rang. Mit einem 1:0-Auswärtserfolg am 9. August 1975 gegen den SSV Reutlingen wurde die Runde eröffnet. Torhüter Volz im Verbund mit Libero Rübenach und Vorstopper Stahl hielten an der Kreuzeiche die Abwehr dabei zusammen. Rübenach war in 33 Ligaspielen (1 Tor) an der Seite von Torhüter Volz, Klaus-Peter Stahl, Horst Trimhold, Hubert Genz und Michael Bordt zum Einsatz gekommen.
In der Runde 1976/77 belegte Rübenach mit seinen Mannschaftskollegen mit 40:36 Punkten den 7. Rang. Mitentscheidend zu dieser guten Platzierung waren die 21 Treffer des neuen Stürmers Paul-Werner Hofmann gewesen. Rübenach hatte in 36 von 40 Ligaspielen die Abwehr der Schwarzblauen dirigiert und noch vier Tore erzielt. Die misslichen finanziellen Rahmenbedingungen konnte man durch die Zuschauerzahl am letzten Rundenspieltag, den 21. Mai 1977, bei einem 2:1-Heimerfolg gegen den SV Waldhof nachvollziehen: 1.600 zahlende Zuschauer hatten am Stadion am Bornheimer Hang ihren Obolus entrichtet. Im DFB-Pokal hatte der FSV sich auch gut behauptet und war nach Erfolgen gegen die SpVgg Freudenstadt (5:0), Bad Kreuznach (2:1 n. V.) erst in der 3. Hauptrunde am Bundesligisten FC Schalke 04 gescheitert. Der spätere Vizemeister mit Stars wie Branko Oblak, Hannes Bongartz, Rüdiger Abramczik und Erwin Kremers in der Offensive bestückt, konnte sich am 18. Dezember 1976 nur denkbar knapp im heimischen Parkstadion mit 1:0 gegen den FSV durchsetzen. Wiederum hatten beim FSV Torhüter Volz und die Innenverteidigung Rübenach/Stahl ihr Können unter Beweis gestellt und dies, obwohl ab der 29. Minute die Abwehr durch einen Platzverweis gegen Verteidiger Karl Walter geschwächt war.[2]
Auch im folgenden Jahr lieferten Rübenach und Kollegen im DFB-Pokal beachtliche Leistungen ab. Zuerst setzte sich der FSV mit 5:2 beim OSV Hannover und danach mit 3:0 bei Bayer 05 Uerdingen durch, ehe es in der 3. Hauptrunde im Oktober 1977 die Mannschaft von Trainer Hennes Weisweiler am „Hang“ empfangen konnte, den 1. FC Köln. Vor 8.000 Zuschauern setzte sich der Double-Gewinner des Jahres 1978 mit 3:0 gegen die von Peter Rübenach angeführte FSV-Truppe durch. Die „Geißböcke“ waren mit allen Offensivstars wie Heinz Flohe, Herbert Neumann, Roger van Gool, Dieter Müller, Dieter Prestin und Johannes Löhr dabei angetreten. Die Zweikämpfe gegen Torjäger Müller ragten dabei für das Gespann Rübenach/Stahl heraus.[3]
Rübenach bestritt von 1975 bis 1980 für den FSV Frankfurt 175 Zweitligaspiele und erzielte dabei noch 12 Tore. Er ist damit der Rekordspieler des FSV in der 2. Bundesliga.
Trainer
Nach seinem Karriereende als Spieler war Rübenach mehrere Jahre Trainer beim KSV Klein-Karben sowie bei dessen Nachbarn FV Bad Vilbel. Bis 1994 trainierte er den Landesligisten FC Italia Frankfurt, den er Anfang 1994 in SG Hoechst verließ. Dabei hatte er mit dem Ex-Profi Hans-Otto Jordan zusammengearbeitet, der sein Nachfolger bei Italia wurde. Später kehrte er zum KSV Klein-Karben zurück, wo er bis 2008 sportlicher Leiter war. Im Mai 2004 war er dabei nochmals als Interimstrainer tätig, ehe er Alexander Conrad als neuen Cheftrainer verpflichten konnte.
Erfolge
- Meister der Regionalliga West 1967/68
- Meister der Regionalliga Süd 1969/70
- Aufstieg 1975 in die 2. Bundesliga
Literatur
- Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963 bis 1994. Agon Sportverlag. Kassel 2012. ISBN 978-3-89784-214-4. S. 420.
- Achim Nöllenheidt (Hrsg.): Fohlensturm am Katzenbusch. Die Geschichte der Regionalliga West 1963 bis 1974, Band 2. Klartext Verlag. Essen 1995. ISBN 3-88474-206-X.
- Hardy Grüne: Legendäre Fußballvereine Hessen. Agon Sportverlag. Kassel 2005. ISBN 3-89784-244-0.
Einzelnachweise
- ↑ Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963 bis 1994. S. 420
- ↑ Matthias Weinrich, Hardy Grüne: Deutsche Pokalgeschichte seit 1935. Agon Sportverlag. Kassel 2000. ISBN 3-89784-146-0. S. 315
- ↑ Matthias Weinrich, Hardy Grüne: Deutsche Pokalgeschichte seit 1935. Agon Sportverlag. Kassel 2000. ISBN 3-89784-146-0. S. 325
Weblinks
- Peter Rübenach in der Datenbank von fussballdaten.de
- Peter Rübenach in der Datenbank von weltfussball.de