Pępowo

Pępowo
Pępowo
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Großpolen
Powiat: Gostyń
Geographische Lage: 51° 46′ N, 17° 7′ O
Einwohner: 1780 (2006)
Postleitzahl: 63-830
Telefonvorwahl: (+48) 65
Kfz-Kennzeichen: PGS
Wirtschaft und Verkehr
Eisenbahn: Krotoszyn–Leszno
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 17 Ortschaften
13 Schulzenämter
Fläche: 86,71 km²
Einwohner: 5729
(1. Jan. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3004042
Verwaltung
Gemeindevorsteher: Stanisław Krysicki
Adresse: ul. St. Nadstawek 6
63-830 Pępowo

Pępowo (deutsch Pempowo, 1939–1945 Waldeneck)[2] ist ein Dorf und Sitz der gleichnamigen Landgemeinde in Polen. Der Ort liegt im Powiat Gostyński der Wojewodschaft Großpolen.

Geschichte

Pępowo wurde erstmals 1136 schriftlich erwähnt, das Dorf gehörte damals zum Besitz des Bischofs von Gnesen. Zu dieser Zeit wurde wahrscheinlich die erste Andreaskirche gebaut.

1815–1848 gehörte Pępowo zum Großherzogtum Posen. Nach der Volkszählung von 1837 hatte das Dorf 164 Einwohner, die in 20 Häusern lebten. 1876 wurde das Anwesen an den geadelten Adolph von Hansemann verkauft, den Vater vom Erben Ferdinand von Hansemann, der zusammen mit Hermann Kennemann und Heinrich von Tiedemann den Ostmarkenverein begründete.

In Pempowo gab es schon vor 1890 eine Eisenbahnstation, die von allen Kreisen und Schichten der Bevölkerung genutzt wurde[3] und der Direktion Posen unterstand, Bahnstrecke Lissa-Ostrowo,[4] Kilometer 45,69.[5]

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war Pępowo durch die Erbfolge der ältesten Tochter Ottilie (1886–1970) der Familie des Ferdinand von Hansemann im Besitz der Familie von Oertzen, sie heiratete 1908 in Pempowo den Offizier und späteren Major Joachim von Oertzen (1877–1950). Gutsbesitzerin war bis 1945 Ottilie von Oertzen, respektive folgend ihr Sohn Gert von Oertzen-Schorbus.[6] Die Familie von Oertzen lebte nach der Enteignung in Hessen, zuerst in Gießen, dann in Bad Homburg.[7]

1975–1988 gehörte Pępowo zur Woiwodschaft Leszno.

Gemeinde

Zur Landgemeinde Pępowo gehören 13 Ortsteile (deutsche Namen bis 1945)[8] mit einem Schulzenamt:

  • Babkowice (Frauendorf)[2]
  • Czeluścin (Czeluscin, 1939–1945 Deutschrode)[2]
  • Gębice (Luckenau, 1939–1945 Deutschrode)[2]
  • Kościuszkowo (Waldeck, 1939–1945 Deutschrode)[2]
  • Krzekotowice
  • Krzyżanki (Krzyzanski, 1939–1945 Scharfeneck)[2]
  • Ludwinowo (Ludwinowo, 1939–1945 Langmeil)[2]
  • Magdalenki (Magdalenowo, 1939–1945 Klein Huben)[2]
  • Pasierby (Pasierby, 1939–1945 Waisenort)[2]
  • Pępowo (Pempowo, 1939–1945 Waldeneck)[2]
  • Siedlec (Siedlec, 1939–1945 Schädlitz)[2]
  • Skoraszewice (Skoraszewice, 1939–1945 Baldenau)[2]
  • Wilkonice

Eine weitere Ortschaft der Gemeinde ist Czeluścinek.

Literatur

  • Pempowo., In: Kgl. Stat. Bureau: Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Stand Volkszählung 2. Dezember 1895. V.: Provinz Posen. Regierungsbezirk Posen. Kreis Gostyn. Selbstverlag, Berlin 1898, S. 128–129.

Einzelnachweise

  1. Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
  2. a b c d e f g h i j k l Vgl. Forum Ahnenforschung - deutsche Ortsnamen im Wartheland.
  3. Reichstags-Bureau (Hrsg.): Amtliches Reichstags-Handbuch. Achte Legislaturperiode 1890/95. Trowitzsch & Sohn, Berlin April 1890, S. 157.
  4. Verein Deutscher Eisenbahn-Verwaltungen (Hrsg.): Zeitung des Vereins Deutscher Eisenbahnverwaltungen. XLV. Jahrgang, Nr. 2, Verlag Julius Springer, Berlin, 7. Januar 1905, S. 30.
  5. W. Koch: Handbuch für den Eisen-Bahn-Güter-Verkehr. I: Eisenbahn-Stations-Verzeichniss. 27. Auflage, Verlag W. Barthel & Co. (W. Lobeck), Berlin 1896, S. 110.
  6. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1941. Jg. 40, Justus Perthes, Gotha 1940, S. 356. Siehe: FamilySearch (Kostenfrei).
  7. Walter von Hueck, Erik Amburger, Detlev Schwennicke, u. a.: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. B (Briefadel). 1985. Band XVI, Band 86 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke-Verlag, Limburg/Lahn 1985, ISSN 0435-2408, S. 239 f.
  8. Verein für Computergenealogie (CompGen) e. V. Berlin (CompGen) (Hrsg.): Das Genealogische Orts-Verzeichnis. (Z. Zt. In-Aktiv).