Paulina Núñez

Paulina Andrea Núñez Urrutia (* 30. Dezember 1982 in Antofagasta) ist eine Juristin und Politikerin aus Chile mit Renovación-Nacional-Mitgliedschaft, einer Mitte-rechts-Partei.[1] Seit März 2022 ist sie Senatorin der Republik für den Wahlkreis Nr. 3 in der Region Antofagasta für die Legislaturperiode 2022–2030.[1]

Zuvor war sie von März 2014 bis März 2018 Abgeordnete der Republik für den ehemaligen Wahlkreis Nr. 4 (Antofagasta, Mejillones, Sierra Gorda und Taltal).[1] Von März 2018 bis März 2022 vertrat sie den neuen Wahlkreis Nr. 3 (Antofagasta, Calama, María Elena, Mejillones, Ollagüe, San Pedro de Atacama, Sierra Gorda, Taltal und Tocopilla).[1]

Biografie

Familie

Sie wurde am 30. Dezember 1982 in Antofagasta geboren, als Tochter des Unternehmers Guillermo Abraham Núñez González und Ernestina Nelly Urrutia Celedón.[1]

Am 12. Mai 2018 heiratete sie den Juristen und Politiker Cristián Monckeberg,[1] der als Abgeordneter und Ministersekretär des Präsidialamts, Minister für Soziale Entwicklung und Familie sowie Arbeitsminister während der zweiten Regierung von Sebastián Piñera tätig war.[1] Im April 2024 wurden sie Eltern ihrer ersten Tochter Matilda.[2]

Ausbildung und Beruf

Sie absolvierte ihre Schulbildung am Instituto Santa María de Antofagasta und studierte anschließend Rechtswissenschaft an der Universidad Católica del Norte (UCN), Campus Antofagasta.[1] Während ihres Studiums arbeitete sie als Assistentin im Fach Verwaltungsrecht an ihrer Fakultät (2004–2005).[1] Ihre Abschlussarbeit trug den Titel La declaración de intereses y de patrimonio como instrumentos para garantizar el principio de probidad administrativa. Am 21. August 2009 wurde sie als Anwältin vereidigt.[1]

Nach ihrem Abschluss trat sie in die Kanzlei Cariola, Diez, Pérez-Cotapos y Cía. ein, wo sie bis 2010 tätig war.[1] Zwischen März 2012 und Mai 2013 war sie Dozentin für das Fach „Sociedad Civil y Participación Ciudadana“ an der Fakultät für Rechtswissenschaft der UCN.[1]

Politische Laufbahn

Während ihres Studiums war sie Vizepräsidentin des Studierendenrats der juristischen Fakultät der Universidad Católica del Norte.[1] Parallel dazu trat sie der Jugendorganisation von Renovación Nacional bei und vertrat diese zweimal in der regionalen Jugendleitung.[1]

Am 19. April 2010 wurde sie zur Regierungssekretärin (Seremi) der Region Antofagasta im ersten Kabinett von Präsident Sebastián Piñera ernannt, womit sie die jüngste Regierungsvertreterin des Landes war.[3][4] Am 31. Mai 2013 trat sie freiwillig von diesem Amt zurück, um für die Parlamentswahlen im Wahlkreis Nr. 4 zu kandidieren.[5]

Abgeordnete

Bei den Parlamentswahlen 2013 wurde sie mit 20.565 Stimmen (18,52 %) zur Abgeordneten gewählt.[1] Sie trat die Nachfolge des UDI-Politikers Manuel Rojas Molina an.[1] In dieser Legislaturperiode war sie Mitglied der ständigen Ausschüsse für Bergbau und Energie, Nationale Verteidigung sowie Extreme Zonen und Antarktis.[1]

Im Mai 2014 wurde sie zur Vizepräsidentin ihrer Partei RN gewählt und im November 2017 erneut bestätigt, diesmal als Verantwortliche für Frauenangelegenheiten.[1]

Bei den Parlamentswahlen am 19. November 2017 wurde sie im neuen Wahlkreis Nr. 3 der Region Antofagasta wiedergewählt. Sie erhielt 37.768 Stimmen (23,26 %) und vertrat ihre Partei im Bündnis Chile Vamos.[1]

Während ihrer zweiten Amtszeit (2018–2022) gehörte sie den Ausschüssen für Verfassung, Gesetzgebung, Justiz und Kontrolle des Geheimdienstsystems des Staates an.[1] Sie war außerdem Mitglied von Untersuchungsausschüssen zu Codelco-El-Salvador, Offshore-Geschäften von Bancard, Personalverträgen in der öffentlichen Verwaltung sowie weiteren Kommissionen zwischen 2019 und 2022.[1] Seit März 2018 leitete sie die Bikamerale Kommission für Transparenz und Integrität des chilenischen Nationalkongresses.[1]

Parteiintern war sie Mitglied des RN-Fraktionsvorstands und der bilateralen parlamentarischen Gruppen Chile–Panama und Chile–Venezuela.[1] Bei den internen Parteiwahlen vom 17. November 2018 wurde sie erneut als Vizepräsidentin der zentralen Parteiführung bestätigt und blieb bis Juni 2021 im Amt.[1]

Senatorin

Im August 2021 meldete sie ihre Kandidatur für den Senat im Bündnis Chile Podemos Más an. Bei den Wahlen im November 2021 wurde sie mit 15.648 Stimmen (8,36 %) gewählt.[1] Sie trat ihr Amt am 11. März 2022 an und ist Mitglied des ständigen Ausschusses für Umwelt und Nationale Güter sowie des Sonderausschusses für Gesetzesinitiativen zu Frauen und Geschlechtergleichheit.[1]

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Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z Reseñas biográficas parlamentarias; Paulina Andrea Núñez Urrutia. Biblioteca del Congreso Nacional de Chile, 2021, abgerufen am 9. Januar 2022.
  2. Senadora de Antofagasta Paulina Núñez fue madre de Mathilda, su primera hija. SoyChile.cl, 29. April 2024, abgerufen am 29. April 2024.
  3. Joven abogada antofagastina asume como nueva seremi de Gobierno. El Nortero, 19. April 2010, abgerufen am 9. Januar 2022.
  4. Confesiones de la seremi más joven de Chile. El Mercurio de Antofagasta, 6. Februar 2011, abgerufen am 9. Januar 2022.
  5. Paulina Núñez asume candidatura a diputada. Region2.cl, 2013, abgerufen am 9. Januar 2022.