Paola di Florio

Paola di Florio ist eine Dokumentarfilmerin. Für ihr Erstlingswerk Speaking in Strings wurde sie 2000 für einen Oscar nominiert und 2016 für die Dokumentar-Miniserie The Seventies für einen Primetime-Emmy-Award nominiert.

Ausbildung

Paola di Florio studierte an der New York University.[1]

Karriere

Ab 1994 war sie Co-Produzentin oder Produzentin einzelner Folgen von Dokumentar-Fernsehserien.[2] 1998 gründete sie CounterPoint Films, ein Produktionsunternehmen für Independent-Filme und Auftragsarbeiten, welche sie heute mit ihrem Ehemann Peter Rader betreibt.[3] Nach dreijähriger Produktion ohne ein nennenswertes Budget hatte im Januar 1999 ihr erster Dokumentarfilm Speaking in Strings auf dem Sundance Film Festival Premiere. Das Filmporträt der Geigerin Nadja Salerno-Sonnenberg wurde 2000 für den Oscar für den besten Dokumentarfilm nominiert.[4]

Weitere Dokumentarfilme

Di Florio veröffentlichte 2004 auf dem Sundance Film Festival Home of the Brave, eine Dokumentation über die Bürgerrechtlerin Viola Liuzzo.[5] Für diesen Film wurde sie 2004 für den IDA Documentary Award nominiert.[6] Beim Santa Barbara International Film Festival erhielt di Florio hierfür 2004 den Social Justice Award.[7]

Awake: Das Leben des Yogananda

Gemeinsam mit Lisa Leeman führte sie Regie bei dem 2014 im Auftrag der Self-Realization Fellowship produzierten Film Awake: Das Leben des Yogananda über Paramahansa Yogananda den Gründer der Fellowship, der Kriya Yoga in den Vereinigten Staaten verbreitet hatte.[8] Paola di Florio praktiziert selbst Kriya Yoga.[1] Anita Gates hielt die Erzählweise für gradlinig und konventionell. Die Geschichte sei überzeugend, wie die Stellungnahmen von Anhängern. Es sei nicht überraschend Interviews von Ravi Shankar, Deepak Chopra und dem 2001 verstorbenen George Harrison zu sehen, überraschender sei moderne Wissenschaftler über Neuroplastizität rätseln zu sehen.[9] Nach Einschätzung von Sheri Linden im Hollyeood Reporter ging der Film nicht tiefer als eine New-Age-Darstellung, die vieles nicht untersuchte.[8]

Fernsehproduktionen

Sie war Produzentin bei fünf Folgen der 2015 auf CNN gesendeten Mini-Serie The Seventies. Die Serie befasst sich in acht Folgen mit den verschiedenen kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der 1970er-Jahre.[10] Als Mitglied des neunköpfigen Produktionsteams wurde sie 2016 für den Emmy für Outstanding Documentary Or Nonfiction Series nominiert.[11]

Einzelnachweise

  1. a b Paola di Florio auf esalen.org
  2. Paola di Florio bei IMDb
  3. thisiscounterpointfilms.com
  4. Sherri Sylvester: From Sundance to Oscarland, CNN vom 20. März 2020
  5. Joanne Laurier: Interview with Paola di Florio, director of Home of the Brave, World Socialist Web Site vom 7. Juni 2004
  6. 2004 IDA Distinguished Documentary Achievement Awards: Nominees, documentary.org
  7. Todd McCarthy: ‘Youth’ & ‘Age’ top revitalized SB Fest, Variety vom 8. Februar 2004
  8. a b Sheri Linden: ‘Awake: The Life of Yogananda’: Film Review, The Hollywood Reporter vom 10. Oktober 2014
  9. Anita Gates: When Being a Yogi Had an Exotic Air, The New York Times vom 10. Oktober 2014
  10. ‘The Seventies’ – one nation under change, CNN vom 6. Juni 2015
  11. 2016 - 68th Emmy Awards – Outstanding Documentary Or Nonfiction Series, televisionacademy.com