Panashe Chigumadzi
Panashe Chigumadzi (* 1991 in Harare) ist eine in simbabwisch-südafrikanische Schriftstellerin und Historikerin.[1] Sie wurde mit dem Roman Sweet Medicine (2015) bekannt,[2] für den sie den K. Sello Duiker Memorial Literary Award erhielt.[3] Ihr Essay These Bones Will Rise Again erschien 2018.[4] Sie forscht und lehrt zudem an der Brandeis University zur afrikanischen Geschichte.[5]
Leben
Chigumadzi wurde in Harare geboren und wuchs in Südafrika auf.[1] Sie erwarb an der University of the Witwatersrand einen Master in afrikanischer Literatur.[5] Im Jahr 2017 nahm sie als Resident am International Writing Program der University of Iowa teil.[6] Im selben Jahr kuratierte sie das neu gegründete Abantu Book Festival in Soweto.[7] 2024 promovierte sie an der Harvard University mit einer Arbeit zum Ubuntu-Diskurs des 19. Jahrhunderts.[8] Mittlerweile forscht und lehrt sie an der Brandeis University zur afrikanischen Geschichte.[5]
Wirken
Als Gründungs- und erste Chefredakteurin des Vanguard Magazine schuf Chigumadzi eine Plattform für junge schwarze Frauen im Südafrika nach dem Ende des Apartheid-Regimes.[6] In Sweet Medicine (2015) erzählt sie vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise 2008 in Harare von einer zwischen religiösen Werten und ökonomischen Zwängen stehenden jungen Frau.[2] Für diesen Debütroman wurde sie im Jahr 2016 mit dem K. Sello Duiker Memorial Literary Award ausgezeichnet.[3] Das Langessay These Bones Will Rise Again (2018) verbindet Reportage, Memoir und Analyse zu einer Analyse der politischen Umbrüche im Simbabwe des Jahres 2017.[4] Das Buch war 2019 in der engen Auswahl des Alan Paton Prize for Non-fiction.[9] Beiträge Chigumadzis erschienen im Guardian, der New York Times, der Washington Post, der Zeit, Transition und Chimurenga; überdies trug sie zum Johannesburg Review of Books bei.[10] Ihre wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit den schriftlichen und gelebten Ubuntu-Traditionen des 19. Jahrhunderts, die sie in ihrer Dissertation systematisch aufgearbeitet hat.[8]
Einzelnachweise
- ↑ a b Panashe Chigumadzi. In: KULTURAUSTAUSCH. Abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b Sweet Medicine. In: Google Books (Blackbird Books). 2015, abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b 2016 South African Literary Awards Winners Announced. In: PEN South Africa. 9. November 2016, abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b These Bones Will Rise Again. In: Google Books (The Indigo Press). 14. Juni 2018, abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b c Apartheid isn’t the Question, Settler Colonialism is: Black South African Thought and the Critique of the International Left’s Apartheid Paradigm. In: Princeton University. 21. November 2024, abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b CHIGUMADZI, Panashe (2017 Resident). In: International Writing Program, University of Iowa. 2017, abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Black to the future: why you should go to the Abantu Book Festival. In: News24. 27. November 2016, abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b Nineteenth-Century Ubuntu: Black Philosophy Under the Nine Wars of Dispossession (1779–1878). In: Harvard DASH. 2024, abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Panashe Chigumadzi (People). In: Department of African and African American Studies, Harvard University. Abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Panashe Chigumadzi. In: The Gordon Parks Foundation. Abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).