Otto von Klewitz
Karl Otto von Klewitz (* 5. September 1837 in Magdeburg; † 17. März 1889 in Hildesheim) war ein preußischer Landrat im Kreis Meisenheim.[1]
Leben
Otto von Klewitz war ein jüngerer Sohn des Karl Wilhelm von Klewitz, eines Oberlandesgerichtsrates, und dessen Ehefrau Wilhelmine, geb. von Steltzer (* 1810 ; † 1902), Tochter der Wilhelmine Juliane Reichardt und des Gutsbesitzers zu Thalstein Christian Friedrich von Steltzer, auch Ober-Landesgerichts-Präsident in Halberstadt.
Nach einem erfolgten Hausunterricht besuchte Klewitz das Joachimsthalsche Gymnasium in Berlin, wo er im September 1855 die Reifeprüfung ablegte. Im Anschluss absolvierte 1855/59 ein Studium der Staats- und Kameralwissenschaften in Berlin und Wittenberg, dem im Dezember 1859 das Auskultatorexamen folgte. Ab dem 11. November 1860 war er zunächst Auskultator beim Kammergericht, dann war er ab Dezember 1860 beim Kreisgericht Breslau und nach einem Auslandsurlaub ab 1863 auch beim Kreisgericht Hirschberg beschäftigt. Nach dem Referendarexamen der damals noch dreistufigen Juristenausbildung in Preußen war er ab dem 3. Oktober 1864 als Regierungsreferendar bei der Bezirksregierung Frankfurt/Oder sowie ab 1865 vertretungsweise bei der Bürgermeisterei Fürstenberg tätig. Von Juli bis Oktober 1866 wurde er vertretungsweise mit der Verwaltung des Kreises Ziegenrück betraut, bevor er 1868 das Assessorenexamen ablegte und im Anschluss für ein Jahr die Vertretung des Bürgermeisters von Sommerfeld übernahm.
Ab dem 1. April 1869 übernahm er kommissarisch die Verwaltung der Amtmannstelle in Arolsen sowie ab dem 30. Januar die des Amtmanns zu Twiste (mit Sitz in Arolsen). Am 14. Mai 1879 zum kommissarischen Landrat des Kreises Meisenheim ernannt (endgültig am 13. Oktober 1880), wurde er dort auf eigenen Antrag am 13. Oktober 1885 in den Ruhestand verabschiedet.[1]
Familie
Otto von Klewitz heiratete am 12. September 1872 in Garmissen Caroline (Lilli) Schlüter (1850–1927), eine Tochter des Rittergutbesitzers Wilhelm Schlüter und seiner Frau Marie geb. Sommer.[1] Über den Sohn Wolf von Klewitz, der später Generalmajor wurde, und dessen erste Ehefrau Martha Jüttner hatte das Ehepaar drei Enkelkinder. Willi von Klewitz war sein Neffe.
Literatur
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1911. Jg. 5, Justus Perthes, Gotha 1910, S. 521.
- Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck, Johann Georg von Rappard, Hans-Jürgen von Witzendorff, u. a.: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser B (Briefadel). 1958. Band III, Band 17 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Glücksburg (Ostsee) 1958, ISSN 0435-2408, S. 268 ff.
- Thomas Klein: Leitende Beamte der allgemeinen Verwaltung in der preußischen Provinz Hessen-Nassau und in Waldeck 1867 bis 1945 (= Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte. Bd. 70), Hessische Historische Kommission Darmstadt, Historische Kommission für Hessen, Darmstadt/Marburg 1988, ISBN 3-88443-159-5, S. 153.
- Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 574–575.
Weblink
- Klewitz, Carl Otto von. Hessische Biografie. (Stand: 9. November 2023). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Einzelnachweise
- ↑ a b c Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 574 f.