Ostseegarnele
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Ostseegarnele (Palaemon adspersus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Palaemon adspersus | ||||||||||||
| Rathke, 1837 |
Die Ostseegarnele (Palaemon adspersus, Syn.: Leander adspersus) ist eine Garnelenart aus der Gattung der Felsengarnelen (Palaemon) innerhalb der Familie der Felsen- und Partnergarnelen (Palaemonidae). Sie ist von wirtschaftlicher Bedeutung für die Fischerei in der Nord- und Ostsee.
Die Erstbeschreibung dieser Art erfolgte 1937 durch den deutschen Anatomen und Zoologen Martin Heinrich Rathke.[1]
Merkmale
Die Färbung der Ostseegarnele ist vom Untergrund abhängig. Oft ist sie durchscheinend graugrün mit dunkleren Flecken.[2] Sie ist nicht mit transversalen Linien und Streifen gezeichnet wie die Sägegarnele (Palaemon serratus). Das Abdomen ist seitlich zusammengedrückt und zwischen dem 3. und dem 4. Segment ist es etwas nach unten abgeknickt. Weibchen können bis 7 cm lang werden, die Männchen sind kleiner. Das Rostrum ist relativ lang mit roten Pigmentflecken und grob bezahnt mit 6 bis 7 Dorsalzähne, wobei ein Dorsalzahn auf dem Carapax sitzt. An der Unterseite sind 2 bis 4 Ventralzähne.
Ein Merkmal, das sie mit der Kleinen Felsengarnele (Palaemon elegans) gemeinsam hat, sind die gelben Ringe an den Beinen.[3]
Verbreitung
Die Ostseegarnele kommt im Ostatlantik und seinen Nebenmeeren vor. So ist die Art an den Küsten Nord- und Westirlands, Südenglands, in der Nord- und Ostsee (bis um die Ålandinseln) sowie im Mittelmeer und im Schwarzen Meer beheimatet. An der französischen Ärmelkanalküste ist sie selten, an den Küsten Norwegens ist sie bis zum 60. Breitengrad anzutreffen.[2]
Sie lebt im küstennahen oberen Sublitoral auf weichen Böden mit niederem Bewuchs und in Flussmündungen.
Weblinks
- Ostseegarnele bei Crusticon (mit Bild)
- ITIS Report Palaemon adspersus
- Ostseegarnele (Leander adspersus)
Einzelnachweise
- ↑ Heinrich Rathke, Heinrich Rathke: Zur Fauna der Krym : ein Beitrag. s.n, Tartu? 1837, doi:10.5962/bhl.title.11609 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 8. November 2025]).
- ↑ a b Dirk Schories, Ute Wilhelmsen: Die Ostsee: 190 Tiere und Pflanzen. Hrsg.: Franckh-Kosmos Verlag (= Kosmos-Naturführer). Kosmos, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-440-13202-9.
- ↑ Frank Emil Moen, Erling Svensen, Sabine Cochrane, Fredrik Pleijel: Marine fish & invertebrates of Northern Europe. Kom, Kristiansund (Norway) 2004, ISBN 978-0-9544060-2-8.