Olympiastützpunkt Sachsen
| Olympiastützpunkt Sachsen | |
|---|---|
| Trägerschaft: | Olympiastützpunkt Sachsen e.V. |
| Sitz: | Chemnitz |
| Gegründet: | 2018 |
| Internetseite: | www.osp-sachsen.de |
Der Olympiastützpunkt Sachsen ist seit 2018 eine sportartübergreifende Betreuungs- und Serviceeinrichtung des Spitzensports. Sie betreut ca. 540 Bundeskader- bzw. Landeskaderathletinnen und -athleten.[1] Die Geschäftsstelle des OSP Sachsen e.V. befindet sich in Chemnitz.
Aufgaben
Ziel und damit zugleich Aufgabe ist es, die Athletinnen und Athleten im Verbund mit ihren Trainerinnen und Trainern und dem gesamten deutschen Stützpunktsystem sowie den Spitzen- und Landesfachverbänden verantwortungsvoll und trainingsmethodisch bestmöglich auf die Wettkampfhöhepunkte (z. B. Weltmeisterschaften, Olympische und Paralympische Spiele) vorzubereiten. Für dieses Ziel stehen dem Olympiastützpunkt Sachsen verschiedene Betreuungsinstrumente zur Verfügung, angefangen bei der Trainingswissenschaft, über die physiotherapeutische und sportpsychologische sowie medizinische Betreuung bis zur Laufbahnberatung und dem individuellen Umfeldmanagement für die Sportlerinnen und Sportler.[2]
Geschichte
Nach den Olympischen Spielen in Los Angeles im Jahre 1984 ist der Deutsche Sportbund im Rahmen von Analysen der olympischen Wettkampfergebnisse zu der Ansicht gelangt, dass das Abschneiden nicht zufriedenstellend war. In den für den Spitzensport zuständigen Gremien bestand die einhellige Auffassung, dass eine nicht optimale Konzeption der trainingsbegleitenden Maßnahmen im bundesdeutschen Hochleistungssport dafür die Ursache ist. So wurden in der Bundesrepublik 1986/87 die ersten Olympiastützpunkte in Ballungsräumen mit entsprechender Sportstätteninfrastruktur gegründet. Nach der Wiedervereinigung 1990 entstanden in den neuen Bundesländern weitere Olympiastützpunkte.
1992 wurden der Olympiastützpunkt Chemnitz/Dresden sowie der Olympiastützpunkt Leipzig gegründet. Im Zuge der Leistungssportstrukturreform wurde auf der Mitgliederversammlung des OSP Leipzig und des OSP Chemnitz/Dresden am 28. November 2018 die Fusion der beiden sächsischen OSPs zum OSP Sachsen beschlossen.[3]
Standorte und Sportarten
Als Flächen-OSP werden die Standorte Altenberg, Chemnitz, Dresden, Klingenthal, Leipzig und Oberwiesenthal betreut. Damit sind derzeit 17 Bundesstützpunkte in den folgenden Sportarten unter dem OSP organisiert: Leichtathletik, Kunstturnen, Gewichtheben, Wasserspringen, Rudern, Volleyball weiblich, Fechten, Kanu-Rennsport, Kanu-Slalom, Ringen, Eisschnelllauf, Short Track, Ski-Nordisch, Biathlon, Rennrodeln, Bob, Skeleton, Skispringen, Radsport Bahn und Wasserball weiblich sowie weitere Schwerpunktsportarten mit insgesamt ca. 540 Kadersportlern.[4]
Eliteschulen des Sports
Die folgenden Eliteschulen des Sports sind an den OSP Sachsen angebunden: Sportgymnasium Leipzig, Sportoberschule Leipzig, Sportgymnasium und Sportoberschule Chemnitz, Sportgymnasium und Sportoberschule Dresden, Sportcampus Klingenthal, Landkreis-Gymnasium St. Annen, Außenstelle Oberwiesenthal und Sportoberschule Jöhstadt, Außenstelle Oberwiesenthal und „Glückauf“-Gymnasium Dippoldiswalde, Außenstelle Altenberg und die Oberschule Geising, Außenstelle Altenberg. An jedem Standort befindet sich ein Internat für die Athletinnen und Athleten.
Erfolge
Bei Olympischen sowie Paralympischen Sommer- und Winterspielen gewannen Sportlerinnen und Sportler des OSP Sachsen insgesamt 54 Gold-, 63 Silber- und 52 Bronzemedaillen.[5]
Einzelnachweise
- ↑ Olympiastuetzpunkt Sachsen e.V. - Offizielle Website. Abgerufen am 5. Januar 2026.
- ↑ Struktur - Olympiastuetzpunkt Sachsen e.V. - Offizielle Website. Abgerufen am 5. Januar 2026.
- ↑ Geschichte - Olympiastuetzpunkt Sachsen e.V. - Offizielle Website. Abgerufen am 5. Januar 2026.
- ↑ Stützpunkte und Kader. Abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Olympiastuetzpunkt Sachsen e.V. - Offizielle Website. Abgerufen am 5. Januar 2026.