Olympiastützpunkt Chemnitz/Dresden
Der Olympiastützpunkt Chemnitz/Dresden war von 1992 bis 2018 eine sportartenübergreifende Betreuungs- und Serviceeinrichtung des Spitzensports für Bundeskaderathleten sowie deren Trainern.[1]
Geschichte
1992 wurde der Olympiastützpunkt (OSP) in der Trägerschaft des Olympiastützpunkt Chemnitz/Dresden e. V. gegründet. Der OSP war einer von 13 deutschen Olympiastützpunkten. Am 28. November 2018 wurde im Zuge der Leistungssportstrukturreform die Fusion der sächsischen Olympiastützpunkte Chemnitz/Dresden und Leipzig zum Olympiastützpunkt Sachsen beschlossen.[2]
Gliederung und Struktur
Zentrale
Die Geschäftsstelle des heutigen Olympiastützpunktes Sachsen e. V. befindet sich in der Reichenhainer Straße 154 in 09125 Chemnitz.
Standorte und Sportarten
Als Flächen-OSP betreut der OSP Sachsen die Standorte Altenberg, Chemnitz, Dresden, Leipzig, Klingenthal und Oberwiesenthal und damit 20 BSP und Schwerpunktsportarten (Leichtathletik / Turnen männlich / Turnen weiblich / Gewichtheben / Wasserspringen / Rudern / Mountainbike / Volleyball weiblich / Eiskunstlauf / Eisschnelllauf / Short Track / Skilanglauf / Nordische Kombination / Biathlon / Rennrodeln / Bob / Skeleton / Skispringen / Basketball weiblich / Radsport Bahn / Wasserball weiblich / Kanurennsport und Kanuslalom).
Aufgaben
Ein Olympiastützpunkt versteht sich und fungiert als Schnittstelle und Serviceeinrichtung des deutschen Spitzensports. Im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen dabei immer die zu betreuenden Athleten und die Bereitstellung der für sie optimalen Rahmenbedingungen.
Ziel und damit zugleich Aufgabe ist es, die Athleten im Verbund mit ihren Trainern und dem gesamten deutschen Stützpunktsystem sowie den Spitzen- und Landesfachverbänden verantwortungsvoll und trainingsmethodisch bestmöglich auf die Wettkampfhöhepunkte (z. B. Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele) vorzubereiten. Für dieses Ziel stehen den Olympiastützpunkten verschiedene Betreuungsinstrumente zur Verfügung. Angefangen bei der Trainingswissenschaft, über die physiotherapeutische und sportpsychologische sowie medizinische Betreuung bis hin zur Laufbahnberatung und dem individuellen Umfeldmanagement für die Sportler.
Eliteschulen des Sports
Die folgenden Eliteschule des Sports sind an den Olympiastützpunkt angebunden: Sportgymnasium Leipzig, Sportoberschule Leipzig, Sportgymnasium und Sportoberschule Chemnitz, Sportgymnasium und Sportoberschule Dresden, Sportcampus Klingenthal, Landkreis-Gymnasium St. Annen, Außenstelle Oberwiesenthal und Sportoberschule Jöhstadt, Außenstelle Oberwiesenthal und „Glückauf“-Gymnasium Dippoldiswalde, Außenstelle Altenberg und die Oberschule Geising, Außenstelle Altenberg. An jedem Standort befindet sich ein Internat für die Athletinnen und Athleten.
Erfolge
Seit 1992 konnten Athletinnen und Athleten des OSP bei Olympischen Spielen 54 Goldmedaillen, 63 Silbermedaillen und 52 Bronzemedaillen gewinnen.[1]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b OSP Sachsen: Startseite. Online auf www.osp-sachsen.de. Abgerufen am 7. November 2017.
- ↑ Geschichte Olympiastützpunkt Sachsen. Abgerufen am 22. November 2021.
Koordinaten: 51° 3′ 41,5″ N, 13° 43′ 19,8″ O