Oh Snap
| Oh Snap | ||||
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| Studioalbum von Cécile McLorin Salvant | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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| Label(s) | Nonesuch Records | |||
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Format(e) |
LP, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
13 | |||
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34:29 | ||||
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Besetzung |
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Cécile McLorin Salvant, Jack DeBoe | ||||
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Studio(s) |
Heimstudio, Brooklyn | |||
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Oh Snap ist ein Musikalbum von Cécile McLorin Salvant. Die im November 2024 entstandenen Aufnahmen erschienen am 19. September 2025 auf Nonesuch Records.
Hintergrund
Die Sängerin Cécile McLorin Salvant nahm das Album Oh Snap allein auf und arbeitete dabei mit den Programmen GarageBand und AutoTune. Bis auf einen Titel entstanden die Stücke in ihrem Heimstudio in New York. Oh Snap beginnt mit McLorin Salvants Gesang „I want to be a river, but I am a volcano“. Wie viele Songs auf dem Album sind die Gesangsparts in „I Am a Volcano“ von elektronischen Instrumenten und Effekten untermalt. „What Does Blue Mean to You?“ bezieht sich auf Thelonious Monk in einem von Toni Morrison inspirierten Prosagedicht. Darauf folgt ein A-cappella-Fragment des Funk-Klassikers „Brick House“ der Commodores aus dem Jahr 1977. Der Titeltrack verwendet indische Gesangsmuster und kontrastiert dazu komplexe, maschinell generierte Rhythmusmuster.[1]
Titelliste
- Cécile McLorin Salvant: Oh Snap (Nonesuch Records, Warner 0075597895520)[2]
- I Am a Volcano 2:14
- Anything but Now 2:23
- Take This Stone (feat. June McDoom & Kate Davis) 3:34
- What Does Blue Mean to You 4:39
- Brick House 0:27
- Oh Snap 4:11
- Second Guessing 2:28
- Expanse 2:11
- Eureka 2:37
- Thank You 2:59
- A Little Bit More 2:04
- Nun 2:23
- A Frog Jumps In 2:19
Die Kompositionen stammen von Cécile McLorin Salvant.
Rezeption
Nach Ghost Song (2022) und Mélusine (2023) klinge das Album Oh Snap wie ein Post-Genre-Werk mit zutiefst persönlichen Texten, die klingen, als wären sie den Tagebüchern einer wiederentdeckten Dichterin entsprungen, meinte Frank Housh (All About Jazz). McLorin Salvants Stimme sei in den 13 Stücken des Albums [wie] ein Chamäleon und schwinge von mädchenhaftem, Blossom Dearie ähnlichem Gesang („Take This Stone“) zu traditionellem Jazz („What Does Blue Mean to You?“ und „Expanse“), von AutoTune-lastigem House („A Little Bit More“) zu hybrider, avantgardistischer, sakraler Weltmusik mit dem japanischen Perkussionisten Keita Ogawa („A Frog Jumps In“). Oh Snap, das neueste Kapitel in McLorin Salvants künstlerischer Geschichte, klinge unerwartet und wunderbar.[1]
Während experimentierfreudige Jazzmusiker neue, noch unbenannte Genres erfinden, würden sie gleichzeitig den Sound des bestehenden Jazz prägen, schrieb Dave Sumner (Bandcamp). Ein Beispiel dafür sei Cécile McLorin Salvant. Die Sängerin habe die Musik geprägt, indem sie tief in Jazzstandards eintauchte und ihnen neue Interpretationen gab, die oft über das Original hinausgingen. Auf Oh Nap werde der Eklektizismus noch weiter gesteigert, ohne dabei den Kern der Sache zu verfehlen.[3]
John Fordham (The Guardian) zählte Oh Snap zu den besten zehn Alben des Jahres 2025 und meinte, Salvant würde aus Erinnerungen an ihre Pop-Jugend, an Folk und Klassik sowie an die reiche Jazzkultur ihrer Jahre in Frankreich schöpfen. Zarte Melodien schwebten über Drumloops, der virtuose Jazzpianist Sullivan Fortner treibe Old-School-Swinger voran, während die genreübergreifenden Gesangspartnerinnen June McDoom und Kate Davis eindringliche Harmonien beisteuern. „What Does Blue Mean to You?“, inspiriert von Toni Morrisons „Beloved“, sei das Highlight dieses unvergesslich mutigen und persönlichen Projekts.[4]
Weblinks
- Oh Snap von Cecile McLorin Salvant. In: Bandcamp. 19. September 2025 (englisch).
Einzelnachweise
- ↑ a b Frank Housh: Cecile McLorin Salvant: Oh Snap. In: All About Jazz. 28. September 2025, abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Cécile McLorin Salvant – Oh Snap. In: Discogs. Abgerufen am 29. September 2025 (englisch).
- ↑ Dave Sumner: The Best Jazz on Bandcamp, September 2025. In: Bandcamp. 18. Oktober 2025, abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ John Fordham: The 10 best jazz albums of 2025. In: The Guardian. 26. Dezember 2025, abgerufen am 7. Januar 2026 (englisch).