Oberhausen (Weißenhorn)

Oberhausen
Koordinaten: 48° 20′ N, 10° 12′ O
Einwohner: 377 (1987)[1]
Postleitzahl: 89264
Vorwahl: 07306

Oberhausen ist ein Stadtteil der Stadt Weißenhorn im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm (Bayern).

Geographie

Das Kirchdorf liegt im Bibertal an der Staatsstraße 2022.

Die Gemarkung Oberhausen (097088) umfasst 4,731 km² und hat 386 Einwohner.[2]

Geschichte

Oberhausen wird bereits im 12. Jahrhundert als Husen urkundlich erwähnt.[3]

Das Gebiet gehörte von der Landeshoheit zur vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau. Es war zeitweise Teil der Herrschaft Pfaffenhofen des Hans Ehinger, die 1507 von König Maximilian an Jakob Fugger den Reichen für 3500 Gulden verkauft wurde. Oberhausen bildete in der Folge eine eigene Ortsherrschaft in den Händen Ulmer Patrizier. Sie kam im 16. Jahrhundert an den Augsburger Handelsherrn Matthias Manlich, von dem sie 1563 an die Tiroler Bergbaufamilie Katzbeck überging, welche ihren Sitz nach Schwaben verlegte, wo sie zum evangelischen Landadel zählte. 1736 folgten in Oberhausen die katholischen Freiherrn von Ramschwag, die 1760 an das Reichsstift Kaisheim verkauften, das Oberhausen bis zur Säkularisation 1802/1803 innehatte. Mit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 kam Oberhausen zu Bayern.[4]

Oberhausen wurde durch das bayerische Gemeindeedikt von 1818 eine selbstständige Gemeinde und wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Oktober 1971 in die Stadt Weißenhorn eingegliedert.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Es handelt sich um Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand bis 1971 und ohne die heute zugehörigen Ortsteile. Die Bevölkerungszahl im Ort von 1987 wurde als Gemeindeteil der Stadt Weißenhorn angegeben. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse mit Archivierungen des Bavarikon Internetportals des Freistaats Bayern.

Bevölkerungsentwicklung[1]
Jahr 1871 1925 1950 1970 1987
Einwohner 329 347 506 358 377

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die Katholische Pfarrkirche St. Alban in Oberhausen wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Die ältesten Bauteile des Gotteshauses sind der heutige Chorraum und der quadratische untere Teil des Kirchturms. Im Jahre 1780 erhielt die 1750 völlig umgebaute Kirche die schönen Gemälde von Conrad Huber an der Langhausdecke und an den Emporen. Die jüngste Renovierung und Sanierung wurden in den Jahren 2012 bis 2013 durchgeführt.[6]
  • Ehemalige Schule
  • Wegkapelle St. Maria
  • Kirchenkrippe Oberhausen

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Oberhausen

Commons: Oberhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Freistaat Bayern – Bevölkerungsentwicklung Oberhausen von 1871 bis 1987
  2. Gemarkung Oberhausen (Weißenhorn) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
  3. Oberhausen. In: Ortsnamen - Geschichte Bayerns. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
  4. Chronik von Pfaffenhofen a.d. Roth Markt Pfaffenhofen a.d.Roth.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 540.
  6. St. Alban Oberhausen. In: Pfarreiengemeinschaft Weissenhorn. Abgerufen am 21. Dezember 2025.

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