Nostra Senyora de l’Esperança de s’Agaró

Die Kirche Nostra Senyora de l’Esperança de s’Agaró (Unsere Liebe Frau der Hoffnung) ist eine römisch-katholische Kirche, die in Katalonien den Denkmalstatus „bé cultural d’interès local“ (BCIL, geschütztes Denkmal und Kulturgut von lokalem Interesse) hält. Sie wurde nach Plänen des Architekten Rafael Masó durch seinen Nachfolger Francesc Folguera in den Jahren 1941 und 1942 errichtet. Die Kirche wurde am 16. Juli 1942 zu Ehren von Esperança Bru, der Witwe des Architekten Rafael Masó, auf den Namen „Nostra Senyora de l’Esperança“ („Jungfrau der Hoffnung“) geweiht. Die Kirche gehört in das Ensemble noucentistischer Gebäude der durch den katalanischen Industriellen Josep Ensesa i Gubert (1892–1980) begründeten Wohn- und Feriensiedlung s’Agaró (Gesamtgemeinde Castell d’Aro, Platja d’Aro i s’Agaró, Baix Empordà, Costa Brava). Sie liegt auf der höchsten Erhebung der Siedlungsanlage, von der man eine weites Panorama über die Gartenanlagen und das vorliegende Meer hat.[1]

Beschreibung

Es handelt sich um eine architektonisch fein gegliederte, neoklassizistische Kirche, die sich an die Tradition der Einsiedeleien und Seemannsklöster anlehnt und gleichzeitig dem vorherrschenden noucentistischen Architekturstil von s’Agaró Tribut zollt. Zudem integrierte der Architekt Francesc Folguera auf der Südseite Arkaden des Kreuzganges aus dem gotischen Kloster Sant Francesc in Girona, sowie mehrere Portale und zwei gotische Gräber – ein Grabstein von Bernat Guillem de Foixà († 1362) und ein Sarkophag von Guillem de Foixà († 1459) und seinem Sohn Fra Alemany († 1476) – aus der Kapelle der Burganlage in Foixà. Äußerlich besticht die Kirche durch das Spiel der verschiedenen Baukörper mit ihren Vor- und Rücksprüngen sowie durch den Kontrast der weißen Wand- mit den roten Dachflächen.[1]

Der Zugang zur Kirche erfolgt über eine von Zypressen gesäumte Treppe. Die Kirchenfassade besticht durch ihre schlichte Eleganz. Sie weist trotz ihrer neoklassizistischen Anlage Elemente des mediterranen Noucentisme auf. Sie wird von einem ornamentalen Steinrahmen dominiert, der die mit Voluten und floralen Elementen verzierte Tür, eine leere Nische und ein rundes Rosettenfenster mit Pflanzenmotiven umfasst. Der obere Teil des dreieckigen Giebels schließt mit einer zweistöckigen Glockenwand ab.[1]

An der Fassade erinnert eine Gedenkplatte mit einer Inschrift daran, dass die Kirche von Josep Ensesa i Gubert (1892–1980) initiiert und am 16. Juli 1942 geweiht wurde. Im Inneren der Kirche befinden sich Wandmalereien des Landschaftsmalers Joan Colom i Augustí, der selbst in s'Agaró ein Haus besaß und mit der Familie Ensesa befreundet war.[2]

Commons: Nostra Senyora de l'Esperança de s'Agaró – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Abschnitt nach: Gencat: Nostra Senyora de l’Esperança de s’Agaró.
  2. Museu Arenys de Mar: Joan Colom i Augustí. Abgerufen am 20. Dezember 2025 (katalanisch).

Koordinaten: 41° 47′ 41,5″ N, 3° 3′ 31,7″ O