Norbert Stoll

Norbert Stoll
Personalia
Geburtstag 11. April 1940
Position Abwehr
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
SV Eintracht Trier 05
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1958 DFB-Jugendauswahl „A“ 5 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Norbert Stoll (* 11. April 1940) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Der Defensivspieler hat von 1957 bis 1962 in der damals erstklassigen Oberliga Südwest für seinen Heimatverein SV Eintracht Trier 56 Oberligaspiele (1 Tor) absolviert. In der zweitklassigen Regionalliga Südwest hat Stoll von 1963 bis 1967 weitere 43 Ligaspiele bestritten.[1]

Karriere

Vereine

Stoll spielte von 1957 bis 1962 für SV Eintracht Trier 05 in der Oberliga Südwest. Das beste Ergebnis mit seiner Mannschaft erzielte er am Saisonende 1958/59 mit dem achten Platz in einem Teilnehmerfeld von 16 Mannschaften. 1962 stieg er mit seiner Mannschaft als Vorletzter in die 2. Oberliga Südwest ab.

Das Defensivtalent debütierte am 8. Dezember 1957 bei einer 1:3-Auswärtsniederlage bei TuRa Ludwigshafen in der Oberliga Südwest. Vor Torhüter Walter Butscheidt bildete er zusammen mit Rainer Gewell das Trierer Verteidigerpaar und Louis Buderus war als Mittelläufer im damaligen WM-System der Chef der Abwehr. Zu seinem zweiten Oberligaeinsatz gelangte er am 16. Februar 1958 bei einer 1:3-Auswärtsniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern, wobei er auf dem Betzenberg die Fußballkünste von Fritz Walter, Ottmar Walter und Willi Wenzel als rechter Außenläufer erlebte. Trier belegte am Rundenende den 14. Tabellenrang und zur nächsten Saison wechselte Halbstürmer Günter Herrmann in die Süddeutsche Oberliga zum Karlsruher SC.

Als mit Elmar May und Paul Pidancet zur Saison 1958/59 zwei abschlussstarke Offensivspieler den Kader der Trierer verbesserten, gelang der Sprung auf den 8. Rang und Stoll war in sieben Spielen aufgelaufen. Als Trier im Jahr der Weltmeisterschaft 1962 in Chile der Abstieg in die 2. Liga Südwest ereilte, hatte Stoll in zehn Ligaspielen ein Tor erzielt. Er wurde mit seinen Mannschaftskollegen 1962/63 Vizemeister in der 2. Liga Südwest und spielte ab 1963/64 im Debütjahr der Fußball-Bundesliga mit der Eintracht in der zweitklassigen Regionalliga Südwest.

Mit der Mannschaft aus dem Moselstadion erlebte er als unverzichtbarer Stammspieler und Leistungsträger in der Saison 1964/65 eine großartige Runde. Mit zwei Punkten Rückstand hinter Vizemeister Wormatia Worms belegte das Team von Trainer Janos Gerdov mit dem Schlussdreieck Josef Hehl (Torhüter), Willi Haag und Wolfgang Schwierzke, sowie der spieltragenden Läuferreihe mit Heinz-Günther Geulich, Lothar Kleim und Stoll den 3. Rang und verpasste damit denkbar knapp den Einzug in die Bundesligaaufstiegsrunde. Das Spitzenspiel am 20. Dezember 1964 verlor Stoll mit Trier beim 1. FC Saarbrücken vor 12.000 Zuschauern 0:1. Dabei sich gut gegen die Saarbrücker Offensive mit Walter Gawletta, Werner Rinas, Emil Poklitar, Werner Hölzenbein und Heinz Vollmar gehalten zu haben, zeichnete die Qualität des Trierer Abwehrblock aus.

Mit den zwei Einsätzen am 21. und 28. August 1966 (1. und 2. Rundenspieltag) in der Saison 1966/67 gegen Röchling Völklingen (4:2) und den 1. FC Saarbrücken (0:4) endeten die Ligaeinsätze von Norbert Stoll.

Nationalmannschaft

Stoll bestritt für die DFB-Jugendauswahl „A“ fünf Länderspiele. Sein Debüt als Nationalspieler gab er am 12. März 1958 in Bolton beim 2:1-Sieg über die Auswahl Englands. Er dirigierte als Mittelläufer vor Torhüter Peter Kunter und den Verteidigern Wolfgang Höfig und Friedel Rausch die Abwehr und im Mittelfeld agierte Vereinskollege Günter Herrmann. Im selben Jahr nahm er auch zusammen mit Herrmann am UEFA-Juniorenturnier teil, in dem er vom 2. bis 9. April in vier Gruppenspielen eingesetzt wurde. In Saarbrücken und Trier wurden die Auswahlen Österreichs und der Tschechoslowakei mit 2:1 und 3:1 bezwungen, in Übach-Palenberg und erneut in Saarbrücken endeten die Begegnungen mit den Auswahlen Belgiens und Italiens 2:2 und 1:1 unentschieden.[2]

Erfolge

Literatur

  • Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963 bis 1994. Agon Sportverlag. Kassel 2012. ISBN 978-3-89784-214-4. S. 494.
  • Werner Skrentny (Hrsg.): Teufelsangst vorm Erbsenberg. Die Geschichte der Oberliga Südwest 1946 bis 1963. Klartext Verlag. Essen 1996. ISBN 3-88474-394-5.

Einzelnachweise

  1. Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963 bis 1994. S. 494
  2. Kicker Almanach – Karl-Heinz Heimann, Karl-Heinz Jens 1988 – S. 407 – COPRESS Verlag. ISBN 3-7679-0245-1.