Nonnersdorf (Gemeinde Weitersfeld)
| Nonnersdorf (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Nonnersdorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Horn (HO), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Horn | |
| Pol. Gemeinde | Weitersfeld | |
| Koordinaten | 48° 44′ 23″ N, 14° 45′ 28″ O | |
| Höhe | 470 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 39 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 2,78 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 04023 | |
| Katastralgemeindenummer | 10221 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Nonnersdorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Weitersfeld im Bezirk Horn in niederösterreichischen Waldviertel mit 39 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1].
Geografie
Das ganz im Süden des Gemeindegebietes gelegene Dorf wird vom Aubach durchflossen; erreichbar ist der Ort über die Landesstraße L1198. Zur Ortschaft zählt weiters der Kirchweiler Maria im Gebirge und am 1. April 2020 umfasste die gesamte Ortschaft 19 Adressen.[2]
Geschichte
Nonnersdorf (früher beispielsweise auch Nanderstarf genannt) scheint im Jahr 1352 in den Urkunden des Stiftes Herzogenburg auf.
Franz Xaver Schweickhardt beschrieb die Bewohner als gut bestiftete Landbauern mit ertragsfähigen Gründen, auf denen sie neben den vier Hauptkörnergattungen auch Erdäpfel und Erbsen pflanzten, aber auch Klee für das Vieh zogen.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 15 Häusern genannt, das nach Sallapulka eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Herzogenburg besaß die Ortsobrigkeit, die Herrschaft Prutzendorf übte die Landgerichtsbarkeit aus und die Herrschaft Primersdorf besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Herzogenburg, Mailberg und Oberhöflein.[3]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Nonnersdorf ein Devotionalienhändler, ein Schmied und mehrere Landwirte mit Direktvertrieb ansässig.[4]
Im Jahr 1969 bildeten die damals selbständigen Gemeinden Heinrichsdorf, Nonnersdorf und Sallapulka die Gemeinde Sallapulka,[5] die sich am 1. Januar 1072 mit Weitersfeld vereinigte.
Sehenswürdigkeiten
- Wallfahrtskirche Maria im Gebirge, die Pfarrkirche von Sallapulka, auf einem Hügel östlich des Ortes
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 2: N–Z. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 33 (Ausgabe 1770; Nonndorf in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 5. Band: Herrschaft Drosendorf bis Strahlbach. Anton Benko, Wien 1840, S. 95 (Nonnersdorf – Internet Archive).
- Alphons Žák: Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria im Gebirge bei Salapulka N. -Öst., V. O. M. B. Zum 600jährigen Jubiläum dieses Gnadenortes am St. Vitusfeste, den 15. Juni 1899. Norbertus, Wien 1899
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 15, Sektion Geras, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,6 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 149.
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 78 (Nonnersdorf in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 376
- ↑ Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 25. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF); abgerufen am 10. Oktober 2025.