No Straight with Chaser
| No Straight with Chaser | |
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| Livealbum von The Monkious | |
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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| Label(s) | JACC Records |
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Format(e) |
CD, Download |
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Titel (Anzahl) |
6 |
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44:20 | |
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Besetzung |
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Aufnahmeort(e) |
Salão Brazil, Coimbra |
No Straight with Chaser ist ein Musikalbum des Trios The Monkious. Die am 6. Januar 2023 live im Veranstaltungsort Salão Brazil in Coimbra entstandenen Aufnahmen erschienen am 24. September 2025 auf JACC Records.
Hintergrund
The Monkious besteht aus dem portugiesischen, in Coimbra lebenden Gitarristen Marcelo dos Reis, dem ebenfalls aus Portugal stammenden und in Rotterdam lebenden Kontrabassisten Gonçalo Almeida und dem gleichfalls in Rotterdam lebenden deutschen Schlagzeuger Philipp Ernsting, der mit Almeida in den Trios Albatre, Ritual Habitual und Misanthrope arbeitet. Das Debütalbum des Trios ist sechs ikonischen Stücken von Thelonious Monk wie „Well You Needn’t“, „Epistrophy“ und „Bemsha Swing“ gewidmet, schafft aber auch lockere, frei improvisierte Versionen dieser Stücke. Das Album, dessen Titel sich auf Monks Komposition „Straight No Chaser“ bezieht, wurde live bei The Monkious‘ drittem Auftritt im Salão Brazil in Coimbra im Januar 2023 aufgenommen.
„Mehr als eine Neuinterpretation von Monk[s Kompositionen]“, erklärte Gonçalo Almeida gegenüber jazz.pt, „konzentriert sich die Gruppe auf Interaktion und nutzt jede Aufführung als Lebensraum für Dialog, Spontaneität und gemeinsames Experimentieren.“[1]
Titelliste
- The Monkious: No Straight With Chaser
- Monk’s Dream 5:46
- Epistrophy 8:14
- Well You Needn’t 6:24
- Bemsha Swing 5:28
- Evidence 9:15
- Blue Monk 14:13
Die Kompositionen stammen von Thelonious Monk.
Rezeption
Dieses klavierlose Trio würde aus Musikern bestehen, die sich üblicherweise auf ihre eigene Musik und frei improvisierte Musik konzentrieren, merkte Eyal Hareuveni an. Daher seien Monks Interpretationen von dos Reis, Almeida und Ernsting eindeutig nicht „geradlinig“ und nutzten die skelettalen Umrisse dieser ikonischen Stücke als Ausgangspunkt für labyrinthische, improvisierte Suchen nach Hinweisen, die der Pianist, der diesen Planeten vor mehr als vierzig Jahren verlassen hat, hinterlassen habe. Die respektlosen Dekonstruktionen von Monks Stücken durch The Monkious würden das zeitlose, eigenwillige Erbe des Meisters respektieren, seien ihm aber nicht verpflichtet. Dos Reis, Almeida und Ernsting spielten mit den harmonischen Strukturen und trieben die zyklischen, rhythmischen Muster mit großer Leidenschaft, Experimentierfreude und Erfindungsgeist in spannungsgeladene und intensive, fast punkige, freie Gefilde.[2]
Die zentrale Idee des Projekts bestünde darin, Monks Erbe zu nutzen, um etwas Neues und Einzigartiges zu schaffen, meinte António Branco in seinem Blog Jazz Vária Substack. Die Themen des Pianisten würden nicht nur als Ausgangspunkt dienen, sondern vor allem als Plattform für freie und kreative Improvisation, die ein breites Spektrum an Klangmöglichkeiten jenseits formaler Starrheit erkunde. Die unermüdliche Suche nach abstrakteren Kontexten verleihe der Musik des Trios eine explorative Dimension, in der Tradition und Innovation aufeinandertreffen. Thelonious Monks Musik würde einen rebellischen und kreativen Geist widerspiegeln, der die Leichtigkeit eines verblassenden Swings in Frage stellte, Konventionen gebrochen und dem Jazz eine Vielzahl neuer Möglichkeiten eröffnet habe.[1]
Weblinks
- No Straight With Chaser. In: Bandcamp. (englisch).
Einzelnachweise
- ↑ a b António Branco/Jazz Vária: Torcer o torcido. In: antoniobranco.substack.com. 2. September 2025, abgerufen am 5. Oktober 2025 (portugiesisch).
- ↑ Eyal Hareuveni: The Monkious: No Straight With Chaser. In: Salt Peanuts. 7. September 2025, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).