De West-Indische Gids
De West-Indische Gids (Der Westindien-Führer) war der Titel einer niederländischen Fachzeitschrift über die Karibik, die sich auf die niederländischen Kolonien und Besitzungen konzentrierte, insbesondere auf die niederländischen Karibikterritorien wie Aruba, Bonaire, Curaçao, Saba, Sint Eustatius und Sint Maarten (Westindische Inseln). Sie wurde vom Koninklijk Instituut voor Taal-, Land- en Volkenkunde (KITLV) veröffentlicht. Der erste Band erschien 1919 und wurde herausgegeben von H. J. Benjamins, J. Boeke, dem ehemaligen Gouverneur D. Fock und C. A. J. Struycken de Roysancour. Die Zeitschrift behandelte mit der Karibik zusammenhängende Themen wie Geschichte, Geographie, Anthropologie, Wirtschaftswissenschaften, Linguistik und Kulturwissenschaften. Sie erschien unter diesem Namen bis 1959 und bekam im folgenden Jahr den Namnen Nieuwe West-Indische Gids. Der heutige Nachfolger heißt The New West Indian Guide.[1]
Im Laufe ihrer Veröffentlichungsgeschichte lieferte die Zeitschrift wertvolle Einblicke in die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Dynamik der Karibikregion und trug wesentlich zur akademischen Erforschung und zum Verständnis des Gebiets bei. Beispielsweise erschien der Beitrag „Oudheden uit Suriname, oo zoek naar der Amazonen“ [Altertümer aus Surinam, auf der Suche nach den Amazonen] von C. H. Goeje (West-Indische Gids, XIII, 1932) darin.