Neusiedl am Steinfeld
| Neusiedl am Steinfeld (Ortschaftsbestandteil) | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Bezirk Neunkirchen, Niederösterreich | |
| Pol. Gemeinde | St. Egyden am Steinfeld | |
| Koordinaten | 47° 46′ 39″ N, 16° 6′ 37″ O | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Neusiedl ist eine Ortschaft und Katastralgemeinde der Gemeinde St. Egyden am Steinfeld im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich mit 553 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]
Geografie
Die Lage erstreckt sich von St. Egyden nach Südosten über die Steinfeldebene und die sogenannte Blätterstraße L 137 und den Föhrenwald bis zur Bundesstraße B 17 („Neunkirchner Allee“). Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 214 Adressen.[2]
Geschichte
Bei der Gründung von Spital am Semmering 1160 werden Grundflächen bei „Niwesidel“, darunter das Weinbaugebiet „Spitzhart“, dem Stützpunkt zur leichteren Überquerung des Passes vom Markgrafen Otakar III. und Otto von Stubenberg geschenkt. Der Weinbau war durch Jahrhunderte die Haupteinnahmequelle von Neusiedl. Die diesbezüglichen Rechtsvorschriften („Bergtaiding“) wurden bereits 1575 vor dem Dorfrecht abgefasst.
1590 stand die ehemals stolzenwörthische Gründung unter der Ortsobrigkeit von Ludwig von Hoyos zu Rotengrub mit 14 Häusern. Herr Hanns Gruber zu Tharnstein (=Dachenstein) hatte 5 Häuser.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 32 Häusern genannt, das nach St. Egyden eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Rothengrub besaß die Ortsobrigkeit, die Herrschaft Fischau übte die Landgerichtsbarkeit aus und die Herrschaft Urschendorf besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Rothengrub, Wr. Neustadt, Schwarzau, Kranichberg und St. Egyden.[3]
Die Zusammenlegung zur Großgemeinde St. Egyden erfolgte am 1. Januar 1971.
Sehenswertes
- Wasserspeicher der Wiener Hochquellenwasserleitung
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 2: N–Z. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 14 (Ausgabe 1770; Neusiedel in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 4. Band: Neusiedl bis Pottendorf. Mechitaristen, Wien 1832, S. 13 (Neusiedl in der Google-Buchsuche).
- Wilhelm J. Wagner: Hohe Wand - Steinfeld. Natur-Kultur-Geschichte. Eigenverlag Region Hohe Wand, 1999 S. 148 ff.
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 269.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 68 (Neusiedl in der Google-Buchsuche).