Nancy Topf

Nancy Topf (* 1942; † 2. September 1998) war eine US-amerikanische Tänzerin, Choreographin und Tanzpädagogin.

Leben

Topf absolvierte als Kind rhythmische Erziehung nach Émile Jaques-Dalcroze und besuchte zehnjährig die Martha Graham School. An der University of Wisconsin studierte sie Tanz bei Margaret H’Doubler, Louise Kloepper, James Payton und Don Redlich. Nach dem Studium ging sie nach New York und nahm dort weiteren Unterricht bei José Limón, Anna Halprin und am Merce Cunningham Studio. In den 1960er Jahren arbeitete sie mit Tänzern und Choreographen wie Viola Farber, Katherine Litz, Art Baumen, Elizabeth Keen und Deborah Hay zusammen.

Während sie 1968 die Cunningham-Technik an der University of Illinois at Urbana-Champaign unterrichtete, lernte sie John Rolland, einen Studenten ihrer Technikklasse, Joan Skinner und Marsha Paludan sowie Marsha und Mary Fulkerson kennen. Sie alle nahmen zwischen 1968 und 1972 Unterricht bei Barbara Clark, einer Pionierin der movement education (Bewegungserziehung) und Schülerin von Mabel Elsworth Todd, der Autorin des Buches Thinking Body. 1974 trat Topf erstmals in einer Performance der Contact Improvisation (Steve Paxton) auf. Im Laufe von dreißig Jahren entwickelte sie in Zusammenarbeit Rolland, Paludan und Fulkerson die Topf Technique and Dynamic Anatomy die von der International Somatic Movement Education and Therapy Association (ISMETA) zertifiziert wurde. Mit Hetty King verfasste sie das Buch A Guide to a Somatic Movement Practice. The Anatomy of Center.

Topf war mit dem Komponisten und Multiinstrumentalisten Jon Gibson verheiratet, mit dem sie viele ihrer Choreographien erarbeitete. Sie starb 1998 beim Absturz einer Swissair-Maschine vor der Küste von Nova Scotia.

Quellen