Mutesarriflik Jerusalem
Das Mutesarriflik Jerusalem (türkisch Kudüs-i Şerif Mutasarrıflığı; arabisch متصرفية القدس الشريف), auch bekannt als das Sandschak von Jerusalem, war ein osmanischer Bezirk mit besonderem Verwaltungsstatus, der 1841 begründet und 1872 erweitert wurde.[1][2][3] Der Bezirk (Sandschak) bestand seit der osmanischen Eroberung der Levante 1517 und umfasste Jerusalem (Kudüs) sowie die anderen Hauptorte Gaza, Jaffa, Hebron, Bethlehem und Beʾer Scheva.[4]
Der politische Status des Mutesarriflik Jerusalem war einzigartig im Vergleich zu anderen osmanischen Provinzen, da es unter die Direktherrschaft der Hohen Pforte in Konstantinopel, Hauptstadt des Osmanischen Reiches stand.[3] Die Einwohner identifizierten sich selbst vor allem entsprechend religiöser Kriterien.[5] Die Dörfer des Bezirks waren in der Regel von Bauern bewohnt, während die Stadtbevölkerung aus Kaufleuten, Händlern, Handwerkern, Landbesitzern und Geldverleihern bestand. Die Elite bestand aus der religiösen Würdenträgerschaft, wohlhabenden Landeignern und hochrangigen Zivilbeamten.[5]
Das Mutasseriflik hatte eine Fläche von rund 20.000 km², 1897 eine Bevölkerungszahl von 298.653,[6] 1914 rund 400.000.[7]
Geschichte
Die ägyptische Besatzungszeit der Levante von 1831 endete mit dem Zweiten Ägyptisch-Osmanischen Krieg 1841, wobei das Eingreifen europäischer Seemächte (Großbritannien und Irland und Österreich) in der Orientkrise der Hohen Pforte zur Wiederherstellung der osmanischen Souveränität in der Levante verhalf. Die Hohe Pforte gliederte den Bezirk 1841 zunächst vom Eyâlet al-Scham (Sitz: Damaskus) aus und unterstellte ihn sich direkt,[2] fügte ihn nach Monaten aber wieder als Sandschak der Provinzregierung in Damaskus zu, das Hauptstadt des nach den Tanzimat-Reformen 1864 gegründeten Vilâyets Syrien war. Doch eine Besonderheit blieb, den jeweiligen Mutesarrıfen berief jeweils direkt die Hohe Pforte. Dadurch entstand ein Antagonismus zwischen dem Wālī in Damaskus, Gouverneur des Eyâlets bzw. ab 1864 Vilâyets Syrien, denn bei Berufung von Mutesarrıfen in normalen Sandschaks hatte der Wālī Mitsprache, der Mutesarrıf von Jerusalem aber war unabhängiger, da von ganz oben berufen, ähnlich wie der jeweilige Amtskollege im Mutesarriflik Libanonberg.[8]
Dem Sandschak Jerusalem kam ab 1841 in zweifacher Weise eine neue Rolle zu, einenteils blieb es Frontprovinz an der Grenze zu Ägypten, dessen Antagonismus zum Osmanischen Reich bis zu dessen Untergang 1918 nicht mehr verschwand, wenn auch unter wechselnden Vorzeichen, z. B. von osmanischer hin zu stärkerer Bestimmung ägyptischer Eliten bis zu britischer Vorherrschaft. Andernteils verstärkte sich das christlich motivierte Interesse und Bemühen um das in christlicher Tradition Heilige Land mit Jerusalem im Zentrum, beginnend mit Großbritannien und Irland im Zusammenspiel mit Preußen, dessen König mit den nur beschränkten Mitteln eines gerade erst aus der Armut aufstrebenden Landes aktiv die britische Unterstützung einwarb.
Das löste einen Wettbewerb unter Organisationen und Staaten, die sich als christlich verstanden, aus, befeuert durch ohnehin bestehende konfessionelle Konkurrenz. Der Amtsantritt des ersten protestantischen Bischofs von Jeruralem 1842[9][10.1] ließ den griechischen wie lateinischen Patriarchen von Jerusalem von ihren Sitzen in Istanbul (1845) bzw. Rom (1847) in die unbequeme Heilige Stadt umzuziehen, ein Staat nach dem anderen eröffnete sein Konsulat in Jerusalem.[11] Dabei bestanden sonst Konsulate nur an Orten, die auch Handelszentren waren, was Jerusalem völlig abging. Als Ergebnis des Wettbewerbs errichteten und unterhielten christliche Initiativen mit westlichen Spenden finanzierte Waisenheime, Spitäler, Bildungsstätten und Pilgerhospize in einer Dichte, die in keinem anderen Gebiet des Reiches bestand. Die stets hereinfließenden Spenden, aus denen die jeweiligen Einrichtungen ihre Ausgaben bestritten, schufen eine einzigartige Einkommensquelle für die Menschen im Lande.
Dieser Entwicklung trug der Großwesir Mahmud Nedim Pascha dann Rechnung,[2] und vereinigte 1872 die Sandschaks Akkon, Jerusalem und Nablus zum Eyâlet Jerusalem, wie in den Gerichtsregistern verzeichnet.[nb 1] Vom britischen Konsul wurde dies als Gründung von „Palästina in einem getrennten Eyâlet“ gewertet.[nb 2] Allerdings war nach weniger als zwei Monaten,[12] noch bevor der neue Gouverneur eintraf, dieses Eyâlet Makulatur, die Sandschaks Nablus und Akkon kamen ans osmanisch-libanesische Vilâyet Beirut, wodurch nur noch das Sandschak Jerusalem verblieb,[13] das noch 1872 als Mutesarriflik Jerusalem jedem Einfluss von Seiten der Provinzialregierung in Damaskus entzogen wurde.
Ab 1882 diente dieses Mutesarriflik auch als Vorposten zum nunmehr dem Osmanischen Reich entzogenen britisch kontrollierten Chedivat Ägypten.[2] Die Südgrenze des Mutesarrifliks Jerusalem wurde im Jahre 1906 auf Betreiben der Briten neu gezogen, die an der Sicherung ihrer imperialen Position interessiert waren, indem die Grenze so kurz und kontrollierbar wie möglich gemacht wurde.[14] Ebenfalls 1906 wurde aus dem osmanisch-libanesischen Sandschak Akkon der Kaza von Nazareth als Exklave in das Mutesarriflik Jerusalem umgegliedert,[15] vor allem, um ausländischen Reisenden durch Erteilung von Reisevisa für nur eine einzige Provinz den Besuch christlicher Pilgerziele zu ermöglichen.[16]
Im Jahre 1884 schlug der Wālī in Damaskus vor, das Mutesarriflik Jerusalem, das Sandschak al-Balqa (beiderseits des Jordans[17]), das Sandschak Akkon und das Sandschak Maʿan (Sitz: al-Karak, heute Jordanien) in einem neuen Vilâyet Südsyrien zusammenzufassen,[5] was christliche Kreise in westlichen Nationen als Heiliges Land oder Region Palästina ansahen.[1] Gegen Ende des 19. Jahrhunderts breitete sich die Idee, dass das Mutesarriflik Jerusalem eine eigene politische Einheit bildete, in der gebildeten arabischen Klasse aus. In der Zweiten osmanischen Verfassungsperiode schlug Nadschib Azuri, ehemals osmanischer Beamter in Jerusalem, zurückgekehrt aus dem Pariser Exil, 1908 im Osmanischen Parlament vor, das Mutesarriflik zum Vilâyet zu erheben,[3] was die Abgeordneten aber nicht beschlossen.
Der osmanische Versuch im Ersten Weltkrieg auf Seiten der Mittelmächte, den Suezkanal zu blockieren, um so die Verbindungen zwischen den Teilen des Britischen Imperiums auf weite Umwege zu zwingen und im Falle eines Sieges das bis 1882 osmanische Chedivat Ägypten dem britischen Einfluss wieder zu entreißen, endete schließlich mit der Niederlage und Auflösung des Osmanischen Reiches. Siegreiche Gegenvorstöße der Egyptian Expeditionary Force (EEF) der Triple Entente trieben die Streitkräfte der Mittelmächte vom ägyptischen Sinai immer weiter nordostwärts über die osmanische Grenze ins Mutesarriflik Jerusalem. In Tradition der europäischen Fremdbezeichnung beschrieb britisches Militär in seinen Lageberichten die levantinische Frontlinie zwischen Entente und Mittelmächten als Palästinafront, obwohl es keine osmanische Verwaltungseinheit dieses Namens und dieser territorialen Fassung gab.[18] Auch das mit dem verbündeten deutschen Asien-Korps an dieser Front kampfende osmanische VIII. Korps griff 1915 den auch beim deutschen Militär gebräuchlichen Begriff Palästina als Filistin auf als Bezeichnung für das Kampfgebiet, worunter das VIII. Korps das Mutesarriflik Jerusalem und die osmanisch-libanesischen Sandschaks al-Balqa (im europäisch-christlichen Sprachgebrauch Samarien; Sitz: Nablus) und Akkon (südliche zwei Drittel Galiläas ohne den Dschabal ʿĀmil) zusammenfasste.[nb 3]
Unter der neu eingewechselten Führung General Allenbys eroberte die EEF das Mutesariflik bis Dezember 1917,[4] das die Briten in die Besatzungszone für osmanisches Territorium namens Occupied Enemy Territory Administration South (OETA South) wandelte, wie im Sykes-Picot-Abkommen 1916 ansatzweise angedacht. Die OETA South, welche die osmanische Verwaltung ersetzte, bestand aus dem osmanischen Mutesarriflik Jerusalem, den bis Herbst 1918 eroberten osmanisch-libanesischen Sandschaks al-Balqa wie Akkon und den südlichen Sandsschaks des osmanischen Syriens (Hauran, Sitz: Darʿa, und Maʿan, Sitz: al-Karak).
Die westlichen Entente-Mächte entschieden Ende April 1920 auf der Konferenz von Sanremo die OETA South bis auf weiters Großbritannien zu überlassen, wozu eine völkerrechtliche Regelung folgen sollte. Nach den Nabi-Musa-Unruhen von Anfang April 1920 beschloss der britische Oberste Gerichtshof statt der Militärregierung eine zivile OETA South einzurichten, die unter Hochkommissar Herbert Samuel ab Juli 1920 ihren Dienst antrat. Der Völkerbund legalisierte die Beschlüsse der Entente von Sanremo und erteilte den Briten 1922 das Völkerbundsmandat für Palästina. Die Briten teilten 1923 jedoch Palästina, um Transjordanien als arabisches Emirat zu errichten in Erfüllung des Kriegsversprechens eines arabischen Staates für die Arabische Revolte ab 1916 als weitere Front gegen das Osmanische Reich, wobei aber das Sandschak Maʿan (Sitz: Karak) entlang der Arava-Senke geteilt wurde, wodurch dessen westlicher Teil (der südliche Negev) bei Palästina blieb.[19]
Grenzen
Vier zeitgenössische Karten zeigen den „Quds al-Šerif Sancağı“ oder „Quds al-Šerif Mutasarrıflığı“. Die vier Karten zeigen die Grenzen von 1860 zwischen Osmanisch-Syrien und dem Chedivat Ägypten, obwohl die Grenze 1906 zur heutigen Grenze zwischen Israel und Ägypten vorgeschoben wurde und das Gebiet nördlich der Wüste Negev als „Filistin“ (Palästina) bezeichnet wurde.
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1883
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1893
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ca. 1900, vor Begradigung der osmanisch-ägyptischen Grenze
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1910
Im Westen endete die Verwaltungseinheit am Mittelmeer. Eine Linie von der Jarkonmündung ins Meer bis zur Brücke über den Jorden nahe Jericho trennte im Norden das Mutesarriflik vom osmanischen Libanon. Im Osten trennten die natürlichen Hindernisse Jordan und Totes Meer das Mutesarriflik vom Südostteil des osmanischen Syriens. Im Süden bildete die Linie, die ab Südende des Toten Meeres quer durch die Wüste Negev der südwestwärts verlaufenden Wasserscheide zwischen den Gewässersystemen des Roten Meeres und des mediterranen Levantischen Meeres bis zur ägyptischen Grenze folgt, die Trennung zum benachbarten Südwestteil des osmanischen Syriens. Die Südwestgrenze des Mutersarrifliks bildete die ägyptisch-osmanische Grenze ab Mittelmeerküste mittig zwischen Gaza und al-Arisch südwärts in den Sinai, wo sie besagte Wasserscheide trifft.[nb 4] Der weiter südliche Verlauf der ägyptisch-osmanischen Grenze bis ʿAqaba bildete die einzige Außengrenze des osmanischen Syriens.
Verwaltungsgliederung
Verwaltungseinheiten des Mutesarrifliks (1872–1909):
- Kaza Beʾer Scheva (osmanisch قضاء بئر السبع, türkisch Birüsseb’ kazası, arabisch قَضَاءُ بِئْرِ السَّبُعُ, DMG Qaḍāʾ Biʾr al-Sabʿ), mit den zwei Subdistrikten (Nahiya) und einem Munizip:
- al-Hafir (osmanisch ناحيه حفير, türkisch Hafır nahiyesı, arabisch ناحية عوجة الحفير), gegründet 1908 als Mittelpunkt zwischen Beʾer Scheva und ʿAqaba, nahe der neu vereinbarten Grenze zum Sinai[20]
- al-Mulayha, gegründet 1908 als neuer Mittelpunkt zwischen Hafir und Aqaba[20]
- Beʾer Scheva (osmanisch بلدية بئر السبع, türkisch Birüsseb’ belediyesı, arabisch بلدية بئر السبع), gegründet 1901
- Kaza Gaza (osmanisch قضا غزّه, türkisch Gazze kazası, arabisch قضاء غزة), mit drei Subdistrikten und einem Munizip:
- al-Faludscha (osmanisch ناحيه فلوجه, türkisch Felluce nahiyesı, arabisch ناحية الفالوجة), gegründet 1903
- Chan Yunis (osmanisch ناحيه خان يونس, türkisch Hanyunus nahiyesı, arabisch ناحية خان يونس), gegründet 1903 und Munizip ab 1917
- al-Madschdal (osmanisch ناحيه, türkisch Mücdel nahiyesı, arabisch ناحية المجدل), gegründet 1880
- Gaza (osmanisch بلدية غزّه, türkisch Gazze belediyesı, arabisch بلدية غزة), gegründet 1893
- Kaza Hebron (osmanisch قضا خليل الرحمن, türkisch Halilü’r Rahman kazası, arabisch قضاء الخليل) mit zwei Subdistrikten und einem Munizip:
- Beit Itab (osmanisch ناحيه بيت اعطاب, türkisch Beyt-i Aʿtâb nahiyesı, arabisch ناحية بيت عطاب), gegründet 1903
- Beit Dschibrin (osmanisch ناحيه بيت جبرين, türkisch Beyt-i Cireyn nahiyesı, arabisch ناحية بيت جبرين), gegründet 1903
- Hebron (osmanisch بلدية خليل الرحمن, türkisch Halilü’r Rahman belediyesı, arabisch بلدية الخليل), gegründet 1886
- Kaza Jaffa (osmanisch قضا يافه, türkisch Yafa kazası, arabisch قضاء يَافَا) mit zwei Subdistrikten und einem Munizip:
- Niʿlin (osmanisch ناحيه نعلين, türkisch Naʿleyn nahiyesı, arabisch ناحية نعلين), gegründet 1903
- Ramla (osmanisch ناحيه رمله, türkisch Remle nahiyesı, arabisch ناحية الرملة), gegründet 1880, war vor 1888 Munizip und wurde 1889 als Subdistrikt neu gegründet
- Lydda (osmanisch بلدية, türkisch Lod belediyesı, arabisch بلدية)
- Kaza Jerusalem (osmanisch قضا قدس, türkisch Kudüs-i Şerif kazası, arabisch قضاء القدس الشريف) mit vier Subdistrikten und zwei Munizipien:
- ʿAbwein (osmanisch ناحيه, türkisch Abaveyn nahiyesı, arabisch ناحية عبوين), gegründet 1903;
- Bethlehem (osmanisch ناحيه بيت اللحم, türkisch Beytü’l lahim nahiyesı, arabisch ناحية بيت لحم), gegründet 1883 und wurde 1894 Munizip;
- Ramallah (osmanisch ناحيه رام الله, türkisch Ramallah nahiyesı, arabisch ناحية رام الله), gegründet 1903 und wurde 1911 Munizip,
- Saffa (osmanisch ناحيه صفا, türkisch Safa nahiyesı, arabisch ناحية صفّا),
- Jerusalem (osmanisch بلدية قدس, türkisch Kudüs-i Şerif belediyesı, arabisch بلدية القدس الشريف), gegründet 1867
- Beit Dschala (osmanisch بلدية, türkisch belediyesı, arabisch بلدية بيت جالا), gegründet 1912.
- Kaza Nazaret (osmanisch قضا الْنَاصِرَة, türkisch Nasıra kazası; arabisch قضاء الْنَاصِرَة), nach 1906 als Exklave hinzugefügt
Legende: "Kaza" = Untergliederungen von Sandschaks
Mutesarrıfen Jerusalems
Die Mutesarrıfen von Jerusalem wurden von der Hohen Pforte ernannt, um den Distrikt zu regieren. Sie hatten gewöhnlicherweise Erfahrungen als Beamte und Diener und sprachen wenig bis kein Arabisch, jedoch beherrschten sie mindestens eine europäische Sprache – zumeist Französisch.[21] Eine vollständige Liste der Mutesarrıfen und Einblicke in die Bibliographien gibt İhsan Satış.[22]
Vor der Abspaltung vom Eyâlet Damaskus
- Süreyya Pascha 1857–1863
- İzzet Pascha 1864–1867
- Nazıf Pascha 1867–1869
- Kamil Pascha 1869–1871
- Ali Bey 1871–1872
Nach der Abspaltung von Damaskus
- Nazıf Pascha 1872–1873
- Kamil Pascha 1873–1875
- Ali Bey 1874–1876
- Faik Bey 1876–1877
- Scharif Mehmed Rauf Pascha 1877–1889
- Resad Pascha 1889–1890
- İbrahim Hakkı Pascha 1890–1897
- Mehmet Tevfik Biren 1897–01
- Mehmet Cavit Bey 1901–02
- Osman Kazim Bey 1902–04
- Ahmet Reşit Rey 1904–06[23.1]
- Ali Ekrem Bolayır 1906–08[23.2]
Nach der Jungtürkischen Revolution
- Suphi Bey 1908–09[23.2]
- Nazim Bey 1909–10
- Azmi Bey 1910–11
- Cevdet Bey 1911–12
- Muhdi Bey 1912
- Tahir Hayreddin Bey 1912–1913
- Ahmed Mecid Bey 1913–1915
- İzzet Bey 1915–1918[24]
Anmerkungen
- ↑ Register no 348 of the Shariʿa court of Jerusalem, p211-12 in an edict to the Vali of „Kuds-i-Serif eyaleti“ dated 4 Jumada I 1289 (10 July 1872), as quoted in „The Rise of the Sanjak of Jerusalem“ by Butrus Abu Manneh
- ↑ Noel Temple Moore, British consul to Jerusalem from 1863–1890, wrote on 27 July 1872 of “the recent erection of Palestine into a separate eyalet.”, FO 195/994, as quoted in „The Rise of the Sanjak of Jerusalem“ by Butrus Abu Manneh.
- ↑ Das 1915er Filistin Risâlesi („Palestine Document“), an Ottoman army (VIII Corps) country survey which formally identified Palestine as including the sanjaqs of Akka (the Galilee), the Sanjaq of Nablus, and the Sanjaq of Jerusalem (Kudüs Sherif), siehe Shifting Ottoman Conceptions of Palestine-Part 2: Ethnography and Cartography, Salim Tamari (PDF; 335 kB)
- ↑ A 1900 dispatch from British Consul Dickson O’Conor, in FO 195/2084, as quoted in „The Rise of the Sanjak of Jerusalem“ by Butrus Abu Manneh
Siehe auch
Literatur
- Adel Beshara: The Origins of Syrian Nationhood: Histories, Pioneers and Identity. CRC Press, 2012, ISBN 978-1-136-72450-3 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- Hasan Afif El-Hasan: Israel Or Palestine? Is the Two-state Solution Already Dead?: A Political and Military History of the Palestinian-Israeli Conflict. Algora Publishing, 2010, ISBN 978-0-87586-793-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- James P. Jankowski: Rethinking Nationalism in the Arab Middle East. Columbia University Press, 1997, ISBN 0-231-10695-5 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Einzelnachweise
- ↑ a b Johann Büssow: Hamidian Palestine: Politics and Society in the District of Jerusalem 1872–1908. BRILL, 2011, ISBN 978-90-04-20569-7, S. 5 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 17. Mai 2013]).
- ↑ a b c d Ilan Pappeh: The Israel – Palestine Question. Routledge, 1999, ISBN 0-415-16948-8, S. 36 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 17. Mai 2013]).
- ↑ a b c Jankowski, 1997, S. 174.
- ↑ a b Beshara, 2012, Part 1.
- ↑ a b c el-Hasan, 2010, S. 38.
- ↑ Servet Mutlu: Late Ottoman population and its ethnic distribution. In: Nüfusbilim Dergisi\Turkish Journal of Population Studies. Band 25, S. 3–38, hier: S. 29–31 (archive.org [PDF; 332 kB; abgerufen am 3. November 2022]). Corrected population for Mortality Level=8.
- ↑ Gād G. Gîlbar (Hrsg.): Ottoman Palestine, 1800–1914. Studies in Economic and Social History Brill Archive, 1990, ISBN 90-04-07785-5, S. 63.
- ↑ Es entstand 1861 nach den Christenmassakern im Bürgerkrieg im Libanongebirge, denen der Wālī von Damaskus nicht gewehrt hatte, weshalb der Mutesarrıf im Libanongebirge mit gestärkter Position gegenüber dem Wālī geschaffen wurde.
- ↑ Frank-Lothar Kroll: Die Hohenzollern. München: C. H. Beck, 2008, ISBN 978-3-406-53626-7, S. 87.
- ↑ Ejal Jakob Eisler (אֱיָל יַעֲקֹב אַיְזְלֶר), Das deutsche Johanniter-Hospiz in Jerusalem, Köln: Böhlau, 2013, Seitenzahl wie hinter der Fußnotenzahl angegeben. ISBN 978-3-412-20571-3.
- ↑ S. 17
- ↑ Das britische Konsulat entstand 1838, dann 1842 folgte Preußen, Sardinien-Piemont (März 1843), Frankreich (Konsulat Jaffa von Jaffa im Juli 1843 nach Jerusalem verlegt), USA (1844), Österreich (1849), Spanien (1854) und Russland (1858).
- ↑ Butrus Abu Manneh: The Rise of the Sanjak of Jerusalem. S. 39.
- ↑ Johann Büssow: Hamidian Palestine: Politics and Society in the District of Jerusalem 1872–1908. BRILL, 2011, ISBN 978-90-04-20569-7, S. 41–44 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 17. Mai 2013]).
- ↑ Yehuda Gardus, Avshalom Shmueli (Hrsg.): The Land of the Negev. Verteidigungsministerium Publishing, S. 369–370 (hebräisch, 1978–79).
- ↑ Ruth Kark: American Consuls in the Holy Land: 1832–1914. Wayne State University Press, 1994, ISBN 0-8143-2523-8, S. 131 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 17. Mai 2013]).
- ↑ Johann Büssow: Hamidian Palestine: Politics and Society in the District of Jerusalem 1872–1908. BRILL, 2011, ISBN 978-90-04-20569-7, S. 70 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 17. Mai 2013]).
- ↑ Das Gouvernement al-Balqa geht auf den ostjordanischen Teil dieses Sandschaks zurück.
- ↑ Alex Carmel (אָלֶכְּס כַּרְמֶל), Geschichte Haifas in der türkischen Zeit 1516-1918 [תּוֹלְדֹוֹֹת חֵיפָה בִּיְמֵי הַתּוּרְכִּים, Haifa: הוצאת הספרים של אוניברסיטת חיפה, 1969; dt.], Clara Zellermeyer (Übs.), Wiesbaden: Harrassowitz, 1975, (=Abhandlungen des Deutschen Palästinavereins; Bd. 3), S. 149. ISBN 3-447-01636-1.
- ↑ Das Gouvernement Maʿan geht auf den ostjordanischen Teil dieses Sandschaks zurück.
- ↑ a b David Kushner: To be governor of Jerusalem: the city and district during the time of Ali Ekrem Bey, 1906–1908. Isis Press, 2005, ISBN 975-428-310-9, S. 96.
- ↑ David Kushner: The Ottoman Governors of Palestine, 1864–1914. In: Middle Eastern Studies. Band 23, Nr. 3, Juli 1987, S. 274–290, hier S. 277, JSTOR:4283185.
- ↑ İhsan Satış, “Kudüs Mutasarrıfları (1841–1902)”, in: Tarih İncelemeleri Dergisi, Bd. XXX (2, 2015), S. 545–572, Seite wie hinter der Fußnotenzahl angegeben.
- ↑ Mordechai Naʾor (hebräisch מֹרְדְּכַי נָאוֹר), The Twentieth Century in Eretz Israel – a Pictorial History [סֵפֶר הַמֵּאָה – הִיסְטוֹרְיָה מְצֻלֶּמֶת שֶׁל אֶרֶץ־יִשְׂרָאֵל, Tel Aviv: עַם עוֹבֵד, 1996; engl.], Judith Krausz (Übers.), Köln: Könemann, 1998, Seite wie hinter der Fußnotenzahl angegeben. ISBN 3-89508-595-2.
- ↑ Isaiah Friedman, “German Intervention on Behalf of the Yishuv, 1917”, in: Jewish Social Studies: History, Culture and Society, Jg. 33, Heft 1 (Januar 1971), S. 23–43, hier S. 39.