Mohamed Yunus Rafiq

Mohamed Yunus Rafiq ist ein tansanischer Schriftsteller und Dokumentarfilmer.[1] Er ist Anthropologe und an der NYU Shanghai tätig.[2] Im Jahr 2014 wurde er in die Africa39-Auswahl vielversprechender Autorinnen und Autoren aus Subsahara-Afrika aufgenommen.[1] Seine Kurzgeschichte Hope’s Hunter erschien in der 2014 bei Bloomsbury veröffentlichten Anthologie Africa39: New Writing from Africa South of the Sahara.[3][4]

Leben

Rafiq wurde in Tansania geboren.[5] Er erwarb an der Yale University einen Masterabschluss in Afrikastudien und promovierte 2017 an der Brown University in Anthropologie.[2] Heute lehrt er an der NYU Shanghai in Anthropologie und ist zugleich an der New York University tätig.[2] Vor seiner akademischen Laufbahn arbeitete er über mehrere Jahre in Tansania in Entwicklungs- und Jugendprojekten und gründete die Kultur-NGO Aang Serian Peace Village mit.[6] Er lebte und arbeitete später unter anderem in Bagamoyo (Tansania) und Shanghai (China).[7]

Wirken

Rafiq gehört zur vom Hay Festival kuratierten Africa39-Liste.[1] In der Bloomsbury-Anthologie ist seine Kurzgeschichte Hope’s Hunter enthalten, die Mukoma wa Ngũgĩ in der Los Angeles Review of Books besonders hervorhob.[3] Weitere Arbeiten veröffentlichte Rafiq in der ostafrikanischen Zeitschrift Lolwe; nennenswert ist außerdem seine Jalada-Publikation The Lessons of Salt and Honey.[7] Als Dokumentarfilmer erhielt sein Film Swahili Fighting Words 2011 beim Zanzibar International Film Festival eine Auszeichnung im Rahmen der Ousmane-Sembène-Awards (Encouragement Award).[8] Er ist einer der Autoren der Gedichtsammlung Landscapes of the Heart und war Mitglied des tansanischen Hip-Hop-Kollektivs Xplastaz.[1] Inhaltlich befassen sich seine akademischen Arbeiten insbesondere mit Religion, Staat und dem öffentlichen Gesundheitswesen in Tansania.[2]

Einzelnachweise

  1. a b c d Africa39 Authors – Mohamed Yunus Rafiq. In: Hay Festival. Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).
  2. a b c d M. Yunus Rafiq. In: NYU Shanghai. Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).
  3. a b Beauty, Mourning, and Melancholy in Africa39. In: Los Angeles Review of Books. 9. November 2014, abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).
  4. Africa39: New Writing from Africa South of the Sahara. In: Bloomsbury Publishing. Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).
  5. Mohamed Yunus Rafiq. In: Casa África. Abgerufen am 10. Oktober 2025 (spanisch).
  6. Are You Leaving Al-Kindi? In: Brittle Paper. 26. Februar 2016, abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).
  7. a b Ndege Wawili Tena, Two Birds Again – Autorenbio. In: Lolwe. Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).
  8. ZIFF 2011 (Zanzibar FilmFest) – Palmarès. In: Africultures. 25. Juni 2011, abgerufen am 10. Oktober 2025 (französisch).