Mitsubishi Ki-1

Mitsubishi Ki-1

Mitsubishi Ki-1
Typ Bomber
Entwurfsland

Japanisches Kaiserreich Japan

Hersteller Mitsubishi Kōkūki
Erstflug August 1932
Indienststellung 1933
Produktionszeit

1933–1936

Stückzahl 118

Die Mitsubishi Ki-1 war ein schwerer Bomber der Kaiserlich Japanischen Heeresluftstreitkräfte. Zwischen 1933 und 1936 wurden 118 Flugzeuge in zwei Varianten gebaut.[1]

Entwicklung und Bau

Japanische Ingenieure waren in den 1920er und 1930er Jahren oft Gast bei deutschen Flugzeugkonstrukteuren, u. a. bei den Junkers Flugzeug- und Motorenwerken. Dort interessierten sie sich für die Junkers K 37. Es gab zu dem Zeitpunkt allerdings kein Budget zum Ankauf. In Japan wurde ein Fonds eingerichtet, und durch Spenden wurde es möglich, 1932 eine K 37 (Kennzeichen S-AABP) und die Nachbaulizenz zu erwerben. Aufgrund von Flugtests dieser Maschine wurden die Entwürfe für einen schweren Bomber Mitsubishi Ki-1 mit 1500 kg Bombenlast und einen leichten Bomber Mitsubishi Ki-2 mit 300–500 kg Bombenlast entwickelt. Die Ki-1 sah der K 37 zwar ähnlich, war aber länger, hatte eine größere Spannweite und fast doppelt so große Flügelfläche.[1][2]

Durch die Vorlage von Junkers konnte die Konstruktion schnell abgeschlossen werden und schon im August 1932 fand der Jungfernflug der ersten Ki-1 statt. 1933 startete die Serienproduktion des Flugzeuges und bis 1936 wurden 118 Maschinen gebaut. Schon mit Indienststellung der ersten Serienmaschinen war das Flugzeug als Bomber veraltet. Es war untermotorisiert und zu langsam. Während der Produktion wurde deshalb das Triebwerk Mitsubishi Ha2-II gegen das etwas leistungsstärkere Mitsubishi Ha2-III getauscht. Zusätzlich wurde die Zellenstruktur in einigen Bereichen verstärkt. Die Flugzeuge mit neuem Triebwerk wurden ab da als Ki-1-II bezeichnet, die alte Bauweise als Ki-1-I.

Einsatzgeschichte

Obwohl schon veraltet wurde die Ki-1 während der Befriedung von Mandschukuo und noch vereinzelt im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg eingesetzt. Schon mit Bauende 1936 sollte die Ki-1 durch die Mitsubishi Ki-21 ersetzt werden. Da die Ki-21 sich erst im Prototypenstatus befand, wurden einige Ki-1 durch angekaufte italienische Fiat BR.20 ersetzt.[3][4]

Technische Daten

Kenngrößen Ki-1-I[1] Ki1-II[1]
Besatzung 4
Länge 14,8 m
Spannweite 26,5 m
Höhe 4,92 m
Flügelfläche 90,74 m²
Flügelstreckung 7,7
Leermasse 4880 kg
Startmasse 8100 kg
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h 230 km/h
Dienstgipfelhöhe 5000 m
Triebwerke zwei V12-Kolbenmotoren Mitsubishi Ha2-II zwei V12-Kolbenmotoren Mitsubishi Ha2-III
Leistung 701 PS 723 PS
Bewaffnung drei 7,7-mm-Maschinengewehre,
1500 kg Bombenlast

Bildergalerie

Literatur

  • Marc Chambers: Wings of the Rising Sun. Bloomsbury, Oxford 2018, ISBN 978-1-4728-2372-4. (englisch)
  • Heinz J. Nowarra: Die deutsche Luftrüstung 1933–1945. Bernard & Graefe, 1987.
  • Robert C. Mikesh, Shorzoe Abe: Japanese Aircraft 1910–1941. Naval Institute Press, 1990, ISBN 1-55750-563-2. (englisch)
  • Manfred Griehl: Junkers. Flugzeuge seit 1915. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-613-03179-1.
  • M.J.H. Taylor: Jane's Encyclopedia of Aviation. London 1980. ISBN 1-85170-324-1. (englisch)
Commons: Mitsubishi Ki-1 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d Robert C. Mikesh, Shorzoe Abe: Japanese Aircraft 1910–1941. Naval Institute Press, 1990, ISBN 1-55750-563-2, S. 184. (englisch)
  2. Manfred Griehl: Junkers. Flugzeuge seit 1915. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-613-03179-1, S. 43–45.
  3. M.J.H. Taylor: Jane's Encyclopedia of Aviation. London 1980. ISBN 1-85170-324-1, S. 384. (englisch)
  4. Heinz J. Nowarra: Die deutsche Luftrüstung 1933–1945. Bernard & Graefe, 1987, S. 59.