Miss Sophie – Same Procedure as Every Year
| Serie | |
| Titel | Miss Sophie – Same Procedure as Every Year |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 45 Minuten |
| Episoden | 6 in 1 Staffel |
| Produktionsunternehmen | UFA Fiction |
| Regie | |
| Drehbuch |
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| Produktion |
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| Musik | Michael Regner |
| Kamera | René Richter |
| Schnitt | |
| Premiere | 22. Dez. 2025 auf Prime Video |
| Besetzung | |
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Miss Sophie – Same Procedure as Every Year ist eine deutsche Fernsehserie mit Alicia von Rittberg in der Titelrolle als Miss Sophie. Die Krimikomödie ist ein Prequel zum Sketch Dinner for One. Regie führten Markus Sehr und Daniel Rakete Siegel nach Drehbüchern von Tommy Wosch und Dominik Moser.[1][2][3]
Handlung
Auf einem Landsitz in der Nähe von Eastbourne in England ist die junge, emanzipierte Miss Sophie Anfang des 20. Jahrhunderts nach dem Tod ihrer Eltern verarmt, das Schloss von der Pfändung bedroht. Zur Behebung ihrer finanziellen Notlage beschließt sie, reich zu heiraten. Dazu lädt sie fünf finanzkräftige Junggesellen auf ihr Schloss ein. Ihre Verehrer sind der französische Champagnererbe Mr. Pommeroy, Immobilienmagnat Mr. Winterbottom, der vorgebliche amerikanische Milliardär Sir Toby, der deutsche Admiral von Schneider und der ungarische Graf Szabos.
Miss Sophie fordert die Heiratskandidaten zu Wettkämpfen um ihr Herz heraus. Bevor sie eine Wahl verkünden kann, wird Mr. Winterbottom ermordet. Den Täter zu ermitteln, ist Triebfeder zusätzlicher Irrungen und Wirrungen. Sophie zur Seite steht Butler James, an den ihr Herz eigentlich vergeben ist.[1][2][3]
Nachdem sich bei der Hochzeit mit Sir Toby herausstellt, dass Sir Toby Hochstapler und wie Miss Sophie mittellos ist und seine Gläubiger Mr. Winterbottom ermordet haben, entscheidet sie sich für James. Dieser wird zum Ritter geschlagen, was ihre Notlage abwendet.
Produktion und Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden vom 15. Mai bis zum 30. Juli 2024 in Berlin und Brandenburg statt. Sie wurden in den brandenburgischen Regionen Barnim, Havelland, Uckermark, Teltow-Fläming (Gutshaus Stülpe), auf der Galopprennbahn Hoppegarten sowie vor allem in der Filmstadt Potsdam realisiert.[4][5] Dort dienten unter anderem das Schloss Marquardt und die „Löwen-Villa“ für Innenaufnahmen. Das Neue Palais und das Orangerieschloss von Sanssouci, der Schlosspark Sacrow, der Bornstedter Friedhof und die Dorfkirche Bornim waren weitere Drehorte der Serie in Potsdam.[6]
Arbeitstitel war Dinner for Five – Killer for One.[1][3] Während sich die Macher die Rechte zur Verwendung von Same Procedure as Every Year sichern konnten, habe man von der Variation des Titels Dinner for One Abstand nehmen müssen.[7]
Die Serie wurde von der UFA Fiction produziert, als Produzenten fungierten Tommy Wosch und Markus Brunnemann, Executive Producerin war Viola-Franziska Bloess und Producerinnen Julia Franke und Sabrina Kunert. Unterstützt wurde das Projekt vom Medienboard Berlin-Brandenburg und vom German Motion Picture Fund.[1][8]
Die Kamera führte René Richter, die Musik schrieb Michael Regner, die Montage verantworteten David Wieching und Stefen Rocker und das Casting Iris Baumüller. Das Kostümbild gestaltete Wiebke Kratz, das Szenenbild Isabel von Forster, den Ton Bertin Molz, Philipp Bitter und Jan Cziharz und die Maske Britta Balcke und Ines Ransch.[1][8]
Musik
- Suki Waterhouse: My Fun[2]
- A Fine Frenzy: Almost Lover
- Rosé & Bruno Mars: Apt.
- Cat Stevens: Take The World Apart
- The Cure: Boys Don’t Cry
Veröffentlichung
Premiere war am 29. Juni am Filmfest München 2025 in der Reihe Neues Deutsches Fernsehen, wo die Serie für den Bernd Burgemeister Fernsehpreis nominiert war und die ersten beiden Folgen gezeigt wurden.[1][8] Am 16. Dezember 2025 fand in Anwesenheit von Teammitgliedern, sowie Vertretern des Medienboards Berlin Brandenburg und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg die Publikumspremiere im Thalia-Kino Babelsberg statt,[5] bevor die Serie am 22. Dezember 2025 auf Prime Video veröffentlicht wurde.[1][3]
Die erste Folge wurde von der FSK ab 6 Jahren freigegeben.[9]
Rezeption
Tilmann P. Gangloff vergab auf tittelbach.tv fünf von sechs Sternen. Die überaus spielfreudig dargebotene und sehr originelle Prequel-Serie würde auch ohne die Verknüpfung mit Dinner for One funktionieren. In den Rollen der Junggesellen erfreuen unter anderem Moritz Bleibtreu und Frederick Lau durch geschickte Balance-Akte auf dem schmalen Grat zwischen Comedy und Klamauk.[2]
Hannah Scheiwe schrieb auf rnd.de, dass die mit viel Witz erzählte Mischung aus Romanze, Komödie und Krimi mit ein paar gesellschaftskritischen Spitzen erstaunlich gut funktioniere. Unterhaltsam und liebevoll würden die Charaktere gezeichnet und auch überzeichnet.[10]
Christopher Diekhaus dagegen kritisierte die Serie auf fernsehserien.de als platte Krimiklamotte und zwischen Die Bachelorette, Verbotene Liebe und einem belanglosen Murder-Mystery schwankenden Verwicklungsreigen, der schon früh mühsam gestreckt werden müsse. Der Silvesterklassiker habe ein solches Prequel nicht verdient.[11]
Kamil Moll vom Filmdienst hob zwar die Regie lobend hervor, indem es dem Ensemble „eine gewisse Spielfreude“ nicht abspricht, kritisiert aber die Autorenleistung von „Comedy-Routinier Tommy Wosch“, eine „umständlich verwinkelte Geschichte zu konstruieren“. Der Miniserie gehe „allzu schnell die komödiantische Puste aus“ und sie erhält nur zwei von fünf möglichen Sternen.[12]
Heike Hupertz beschrieb die Serie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als „Sketchparade, die mit wachsendem eigenem Alkoholkonsum immer lustiger werden könnte“, bei der man sich „zum Schluss freilich unter Niveau gut unterhalten“ fühlen könne.[13]
Oliver Armknecht bewertete die Produktion auf film-rezensionen.de mit sechs von zehn Sternen. Die Mischung aus Liebeskomödie und Krimi sei willkürlich, an vielen Stellen fehle ein klares Konzept, das Tempo sei holprig. Aber die Serie sei immer wieder amüsant, auch wegen des spielfreudigen Ensembles.[14]
Auszeichnungen und Nominierungen
- Nominierung für den Bernd Burgemeister Fernsehpreis (Markus Brunnemann, Tommy Wosch)[1]
Weblinks
- Miss Sophie – Same Procedure as Every Year bei Fernsehserien.de
- Miss Sophie – Same Procedure as Every Year bei crew united
- Miss Sophie – Same Procedure as Every Year bei IMDb
- Miss Sophie – Same Procedure as Every Year im Lexikon des internationalen Films
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g h Miss Sophie – Same Procedure as Every Year bei crew united, abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ a b c d Tilmann P. Gangloff: Miss Sophie – Same Procedure as Every Year. In: tittelbach.tv. Abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ a b c d Miss Sophie – Same Procedure as Every Year. In: fernsehserien.de. Abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ Drehlandkarte Brandenburg 2024. In: medienboard.de. Abgerufen am 4. Dezember 2025.
- ↑ a b Karim Saab: „Vorgeschichte von »Dinner for One« – Amazon-Serie »Miss Sophie«: Hier wurde das Prequel von »Dinner for One« gedreht“. In: maz.de. Abgerufen am 22. Dezember 2025.
- ↑ Auch in Potsdam wurde gedreht: Amazon-Serie „Miss Sophie“ löst „Dinner for One“-Rätsel. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 4. Dezember 2025.
- ↑ "Miss Sophie": Die Vorgeschichte zum Kultsketch "Dinner for One". In: DerStandard.at/APA. 22. Dezember 2025, abgerufen am 23. Dezember 2025.
- ↑ a b c Miss Sophie – Same Procedure as Every Year. In: filmfest-muenchen.de. Abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ Miss Sophie - Same Procedure As Every Year (S 1) Ep. 101 1. In: spio-fsk.de. 16. Juni 2025, abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ Hannah Scheiwe: Same Procedure as Every Year? „Miss Sophie“ eröffnet neuen Blick auf Kultsketch „Dinner for One“. In: rnd.de. 11. Dezember 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ Christopher Diekhaus: „Miss Sophie – Same Procedure as Every Year“: „Die Bachelorette“ als platte Krimiklamotte – Review. In: fernsehserien.de. 21. Dezember 2025, abgerufen am 21. Dezember 2025.
- ↑ Kamil Moll: Kilmkritik – Miss Sophie - Same Procedure As Every Year. In: filmdienst.de. Filmdienst, 22. Dezember 2025, abgerufen am 22. Dezember 2025.
- ↑ Heike Hupertz: Mit wem sitzt Miss Sophie wirklich am Tisch? In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, 22. Dezember 2025, abgerufen am 22. Dezember 2025.
- ↑ Oliver Armknecht: Miss Sophie – Same Procedure as Every Year. In: film-rezensionen.de. 22. Dezember 2025, abgerufen am 22. Dezember 2025.