Thalia (Kino, Potsdam)

BW

Das Kino Thalia ist ein Programmkino in Potsdam-Babelsberg. Für seine Filmauswahl erhielt es schon des Öfteren brandenburgische Landes- und deutsche Bundesauszeichnungen,[1] so etwa im Jahre 2015 für das beste deutsche Jahresfilmprogramm.[2]

Das Kino beteiligt sich zusammen mit der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“ und dem Filmmuseum Potsdam am Projekt Kinderfilmuniversität.[1]

Neben Filmvorführungen in den vier Kinosälen des Haupthauses, bietet das Kino in der Sommersaison zusammen mit dem Waschhaus Potsdam Freiluft-Kinoveranstaltungen an dessen Standort an.[3]

Geschichte

Der Kaufmann C. Annen ließ das Kino in das ehemalige „Restaurant und Konzerthaus Nowawes“ bauen, in dem bereits seit 1912 Filmvorführungen durchgeführt seien sollen. Das Kino wurde am 16. Februar 1918 mit der Vorführung von Martha, der ersten deutschen Filmoper, als „Thalia-Theater“ eröffnet.[4]

Direkt an das Kino ist eine Gastronomie angeschlossen. Die ehemalige „Thalia-Klause“ trägt nun den Namen „Konsum – Die Wohlfühlbar“.

Das Thalia-Kino durchlebte im 20. Jahrhundert eine wechselvolle Geschichte und diente zu DEFA-Zeiten häufig als Premierenkino. Hier fanden die Premieren von Filmen wie Frank Beyers Spur der Steine und Loriots Pappa ante portas statt.[5]

Seit Beginn der 2000er Jahre hat sich das Thalia-Kino einige Reputation durch seine Programmauswahl und die dargebotene Filmkunst erworben.[1]Im Jahre 2019 beteiligte sich das Kino an Moving History – Festival des historischen Films, 2024 war es eine der Filmvorführungsstätten der Berlinale.[1]

Einzelnachweise

  1. a b c d Thalia Kinoinformationen. Thalia Filmtheater, abgerufen am 28. September 2024.
  2. Glückwunsch ans Thalia, das beste Kino Deutschlands! Landeshauptstadt Potsdam, Pressemitteilung Nr. 645, 7. Oktober 2016, abgerufen am 28. September 2024.
  3. Open Air Kinosommer am Waschhaus Potsdam. Thalia Filmtheater, abgerufen am 28. September 2024.
  4. Jeannette Toussaint: „Komm mit ins Kino! – Die Geschichte der Potsdamer Lichtspieltheater“, Cinegraph Babelsberg, Berlin 2020, S. 85, ISBN 978-3-936774-12-2.
  5. Sebastian Stielke: „100 Facts about Babelsberg – Wiege des Films und moderne Medienstadt“, Bebra-Verlag, Berlin 2021, S. 113, ISBN 978-3-86124-746-3.

Koordinaten: 52° 23′ 31″ N, 13° 5′ 43″ O