Sandfarbene Weichfellratte
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Sandfarbene Weichfellratte (Millardia gleadowi) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Millardia gleadowi | ||||||||||||
| (Murray, 1886) |
Die Sandfarbene Weichfellratte (Millardia gleadowi) ist ein im südlichen Asien verbreitetes Nagetier in der Gattung der Asiatischen Weichratten (Millardia). Die Art wurde ursprünglich zur Gattung eigentliche Mäuse (Mus) gezählt. Oldfield Thomas überführte sie 1911 in die eigenständige Gattung Grypomys. Seit 1941 zählt sie zusammen mit drei anderen Arten zur Gattung Millardia.[1]
Merkmale
Für ein rattenähnliches Tier ist die Art mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 77 bis 97 mm und einer Schwanzlänge von 67 bis 93 mm klein. Gewichtsangaben fehlen, die Hinterfüße sind 18 bis 20 mm lang und die Länge der Ohren liegt bei 18 bis 21 mm. Wie der Name beschreibt ist das Fell weich, wobei Körper und Schwanz oberseits sandfarben sind. Die Unterseite von beiden ist weiß und Weibchen besitzen drei Zitzenpaare. Dieses Nagetier hat einen kleinen Schädel und der Paukenteil des Schläfenbeins ist deutlich abgeflacht. Der diploide Chromosomensatz besteht aus 40 Chromosomen (2n=40).[1]
Verbreitung und Lebensweise
Die Sandfarbene Weichfellratte ist hauptsächlich im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Indien heimisch. Kleine disjunkte Populationen gibt es im westlichen Pakistan. Das Tier hält sich in Halbwüsten, trockenen Grasflächen und Buschflächen auf. Der Grund besteht vorwiegend aus Sand, Lehm oder Felsen. Intensiv genutzte Felder werden gemieden.[2][1]
Die nachtaktiven Exemplare graben im Erdreich. Der Bau liegt gewöhnlich unter einer Pflanze der Familie Fuchsschwanzgewächse oder selten unter einem Busch. Er besteht aus einer Kammer und aus einem Gang zur Oberfläche. Die tiefsten Teile liegen 45 bis 60 cm unter dem Grund. Als Nahrung dienen Pflanzensamen und andere Teile von Gewächsen. Im Bundesstaat Rajasthan wurden Geburten zwischen August und Oktober festgestellt. Ein Wurf enthält meist zwei oder drei Neugeborene.[1]
Gefährdung
Dieses Tier lebt in Gebieten, die für Menschen nicht wirtschaftlich sind. Deshalb liegen keine Bedrohungen vor. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (least concern).[2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Don E. Wilson, Thomas E. Lacher Jr., Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 7 - Rodents II. Lynx Edicions, 2017, ISBN 978-84-16728-04-6, S. 737–738 (englisch, Millardia gleadowi).
- ↑ a b Millardia gleadowi in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016. Eingestellt von: Molur, S. & Nameer, P.O., 2016. Abgerufen am 26. Oktober 2025.