Merten Schroedter

Merten Schroedter (* 1976 in Zittau[1][2]) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben

Merten Schroedter absolvierte sein Schauspielstudium von 2000 bis 2004 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.[3] Während des Studiums gastierte er 2003 bei Claus Peymann am Berliner Ensemble.[3][4]

In der Spielzeit 2005/06 war er unter der Intendantin Dagmar Schlingmann am Stadttheater Konstanz engagiert.[3][4] Hier trat er unter anderem als Kammerherr Marinelli in Emilia Galotti (Regie: Anna Bergmann), als Shakespeares Richard III. (Regie: Dagmar Schlingmann), als Max in Zur schönen Aussicht (Regie: Wolfram Apprich) und als Nick in Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (Regie: Christoph Diem) auf.

Von 2006 bis 2010 folgte anschließend, erneut unter Intendantin Dagmar Schlingmann, ein weiteres Festengagement, diesmal am Staatstheater Saarbrücken. Hier spielte er zahlreiche große Rollen der Theaterliteratur wie Philinte in Der Menschenfeind (Regie: Dagmar Schlingmann), Rodrigo in Lulu (Regie: Christoph Diem), Gregor Samsa in Die Verwandlung (Regie: Jörg Wesemüller), Woyzeck, den Borkin in Iwanow (Regie: Wolfram Apprich), Jörgen Tesman in Hedda Gabler (Regie: Christoph Diem) und Hugo in Die schmutzigen Hände (Regie: Reinhard Göber).[1][2][4]

Seit 2010 arbeitet Schroedter als freier Schauspieler.[4] 2011 gastierte er in einer Produktion des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters Schleswig unter der Regie von Wolfram Apprich als Titelheld in Cyrano de Bergerac bei den Schlossfestspielen Gottorf.[5] Weitere Gastengagements hatte er am Theater der Jugend in Wien, am Renaissancetheater Wien und mit dem Theaterkollektiv „Kommando Himmelfahrt“ auf Kampnagel. 2014 trat er am Theater der Altmark in Stendal und an den Vereinigten Bühnen Bozen auf. 2015 gastierte er in den Rollen Lehrer und Knecht Vincek in der Weihnachtsproduktion Drei Haselnüsse für Aschenbrödel am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken. Er gastierte außerdem bei den Sommerfestspielen Melk (2016) und ab der Spielzeit 2017/18 in mehreren Produktionen am Nationaltheater Mannheim.

2019 trat er am Hans-Otto-Theater in Potsdam als König in der Weihnachtsproduktion Froschkönig auf. Von 2020 bis 2023 hatte er ein Festengagement am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen. Weitere Engagements folgten am Grenzlandtheater Aachen (2024), am Staatstheater Braunschweig (2024/25), am Stadttheater Konstanz (2025) und an den Wuppertaler Bühnen (2025).

Regelmäßig trat Schroedter auch in musikalischen Produktionen von der Oper über Musicals und Revuen bis zu Produktionen mit Country-Musik auf. Er gastierte unter anderem an der Komischen Oper Berlin (2005), im Berliner Admiralspalast (2009), in der Bar jeder Vernunft (2012), am Schmidt Theater in Hamburg (2017) in dem Musical Heiße Ecke[6], als Lämmermeier in der Operette Frau Luna im Tipi am Kanzleramt in Berlin (2019), im Musical Sunset Boulevard am Stadttheater Bozen (2019) und im Musical The Black Rider bei den Burgfestspielen Mayen (2023). Im Sommer 2025 übernahm er bei der Kammeroper Schloss Rheinsberg die Rolle des Frosch in einer Produktion der Operette Die Fledermaus.[7]

Seit 2004 stand Schroedter gelegentlich auch vor der Kamera. Er wirkte zunächst in verschiedenen Kurzfilmen, Diplomfilmen und Abschlussarbeiten mit, später übernahm er auch Rollen in Fernsehproduktionen. In der 2. Staffel der ARD-Serie In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte (2016) war er in einer Episodenhauptrolle, in der als sympathischer Bestattungsunternehmer Bernd Müller, der von einer beruflichen Zukunft als Wedding-Planner träumt, zu sehen.[8] In der 31. Staffel der ARD-Serie Großstadtrevier (2018) übernahm er eine Episodenhauptrolle als alleinerziehender Vater.[9] In der 26. Staffel der ZDF-Serie SOKO Leipzig spielte er einen alten Schulfreund eines getöteten Malers.[10]

Schroedter arbeitet auch als Sprecher für Dokumentationen und Hörspiele (SR, rbb). Er lebt in Berlin.[1][4]

Filmografie (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. a b c Merten Schroedter. In: schauspielervideos.de. Abgerufen am 20. Juli 2018.
  2. a b Merten Schroedter. Profil und Vita bei CASTFORWARD. Abgerufen am 20. Juli 2018.
  3. a b c Merten Schroedter. Offizielle Internetpräsenz Theater der Jugend. Abgerufen am 20. Juli 2018.
  4. a b c d e Merten Schroedter. Offizielle Internetpräsenz Komödie am Kurfürstendamm. Abgerufen am 20. Juli 2018.
  5. CYRANO VON BERGERAC: Die Worte des Anderen. Aufführungskritik. Auf: shz.de vom 27. Juni 2011. Abgerufen am 20. Juli 2018.
  6. Heiße Ecke. Ensemble mit Vita von Merten Schroedter. Abgerufen am 20. Juli 2018.
  7. Die Fledermaus. Produktionsdetails und Besetzung. Offizielle Internetpräsenz Kammeroper Schloss Rheinsberg. Abgerufen am 28. September 2025
  8. Freundschaftsdienste. Handlung, Besetzung und Bildergalerie. Das Erste. Abgerufen am 20. Juli 2018.
  9. Der Master. Handlung, Besetzung und Bildergalerie. Das Erste. Abgerufen am 20. Juli 2018.
  10. SOKO Leipzig: Die Überwältigung. Offizielle Internetpräsenz des ZDF. Abgerufen am 28. September 2025