Maximilian Pichl

Maximilian Pichl (* 1987 in Bad Kreuznach) ist ein deutscher Rechts- und Sozialwissenschaftler. Er ist seit 2025 Professor für Recht der Sozialen Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences.[1]

Werdegang

Maximilian Pichl studierte von 2008 bis 2014 Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Anschließend arbeitete er als rechtspolitischer Referent für Pro Asyl.[2] 2021 promovierte er mit einer Arbeit zu Rechtskämpfen zum Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie mit einer Arbeit zu den parlamentarischen Untersuchungsausschüssen zur NSU-Mordserie zum Doktor der Rechtswissenschaften.[3] Im Oktober 2021 besetzte er eine Vertretungsprofessur für Politische Theorie an der Universität Kassel.[4] 2023 wechselte er auf eine Professur an die Hochschule Rhein-Main.[5] Schwerpunkte von Pichls Forschung sind kritische Rechtstheorie, Flüchtlings- und Migrationsrecht sowie Polizeirecht.[6][7] Pichl ist Redaktionsmitglied im Report Recht gegen Rechts sowie aktiv im Netzwerk Migrationsrecht.[5] Seit 2024 ist er Vorsitzender der Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen.[8]

Seit Oktober 2025 hat der die Professur für Recht der Sozialen Arbeit: Demokratie, Partizipation, Rechtsstaatlichkeit an der Frankfurt University of Applied Sciences inne.[1]

2023 und 2024 wurde mehrfach seine Expertise zur Asylpolitik und der geplanten GEAS-Reform gesucht, und er trat als Experte in Nachrichtensendungen auf.[9][10][11][12][13]

Für seine Dissertationen wurden ihm der Antonio-Gramsci-Dissertationspreis für kritische Forschung in der Migrationsgesellschaft sowie der Walter-Kolb-Preis und dem Werner-Pünder-Preis verliehen.[1]

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. a b c Frankfurt University of Applied Sciences: Maximilian Pichl. Abgerufen am 17. Oktober 2025.
  2. Maximilian Pichl – Hochschule Fulda. Abgerufen am 2. Oktober 2025.
  3. a b Maximilian Pichl: Rechtskämpfe - Eine Analyse der Rechtsverfahren nach dem Sommer der Migration. Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2023, ISBN 978-3-593-44948-7, doi:10.12907/978-3-593-44948-7 (oapen.org [PDF]).
  4. Dr. Dr. Maximilian Pichl (Ehemalige Vertretungsprofessur Pol. Theorie (seit 01.09.23 an der Hochschule RheinMain)) - FB05 - Uni Kassel. Abgerufen am 2. Oktober 2025.
  5. a b Prof. Dr. Dr. Maximilian Pichl | Professor für Soziales Recht als Gegenstand der Sozialen Arbeit. In: Hochschule Rhein-Main. Abgerufen am 22. September 2024.
  6. Maximilian Pichl: EU-Rechtsprechung zu Migration: Bis das Menschenrecht am Boden liegt. In: Die Tageszeitung: taz. 7. Juni 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 2. Oktober 2025]).
  7. Eric von Dömming, Maximilian Pichl: (Il-)Legitime Proteste, (Il-)Legitime Polizeigewalt. In: Forschungsjournal Soziale Bewegungen. Nr. 36, 2. Juni 2023, S. 242–255, doi:10.1515/fjsb-2023-0021 (fgz-risc.de).
  8. VDJ: Vorstand. Abgerufen am 2. Oktober 2025.
  9. Mediendienst Integration: GEAS - Fragen und Antworten zur EU-Asyl-Reform. Abgerufen am 2. Oktober 2025.
  10. Maximilian Pichl: Die Reform des Europäischen Asylsystems. In: Informationsverbund Asyl & Migration (Hrsg.): Asylmagazin. S. 141–147 (asyl.net [PDF]).
  11. Maximilian Pichl, Lisa Steurer: Institutionalisierte Solidarität. In: Verfassungsblog. 4. Juni 2025, ISSN 2366-7044, doi:10.59704/f6c49a8f3c458619 (verfassungsblog.de [abgerufen am 2. Oktober 2025]).
  12. tagesschau.de: Maximilian Pichl, Politik- und Rechtswissenschaftler Hochschule RheinMain, zu den Reaktionen auf die Maßnahmen des Asylpakets der Bundesregierung. Abgerufen am 2. Oktober 2025.
  13. deutschlandfunk.de: Nach Solingen - Wissenschaftler Pichl äußert verfassungsrechtliche Bedenken gegen Asylpläne der Bundesregierung. 31. August 2024, abgerufen am 2. Oktober 2025.
  14. Alles was Recht ist. In: Zeit Online. Abgerufen am 22. September 2024.
  15. Maximilian Pichl: Law statt Order - Der Kampf um den Rechtsstaat. 1. Auflage. edition suhrkamp, 2024, ISBN 978-3-518-12837-4, S. 288 (suhrkamp.de).
  16. Maximilian Pichl: Untersuchung im Rechtsstaat - Eine deskriptiv-kritische Beobachtung der parlamentarischen Untersuchungsausschüsse zur NSU-Mordserie. 1. Auflage. Velbrück, 2022, ISBN 978-3-7489-3267-3, doi:10.5771/9783748932673.