Mauerkirchen im Chiemgau
Mauerkirchen im Chiemgau Markt Bad Endorf
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| Koordinaten: | 47° 54′ N, 12° 19′ O |
| Einwohner: | 130 (2012)[1] |
| Eingemeindung: | 1. April 1971 |
| Postleitzahl: | 83093 |
| Vorwahl: | 08053 |
Mauerkirchen mit Kirche St. Johannes und Paulus
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Mauerkirchen im Chiemgau (amtlich: Mauerkirchen i.Chiemgau, bis 1913 Mauerkirchen)[2] ist ein Gemeindeteil (Kirchdorf) von Bad Endorf, einem Markt im oberbayerischen Landkreis Rosenheim.
Geographie
Die Gemarkung Mauerkirchen i.Chiemgau (Gemarkungsnummer 099649) umfasst 5,271 km² und hat 771 Einwohner.[3]
Geschichte
Der Ortsname (ursprünglich Murichiricha) weist auf römische Besiedelung hin. Die erste sichere urkundliche Erwähnung findet sich im Codex Falkensteinensis um 1180.[4]
Die katholische Filialkirche St. Johannes und Paulus ist eine spätgotische Saalkirche mit Nordturm mit hohem Spitzhelm. Aus dem Jahr 1440 stammen Presbyterium und Turmunterbau. 1466 wurde von Jörg von Schnaitsee das Langhaus unter Verwendung der romanischen Nordmauer vollendet. 1496 erfolgte die Weihe, der barocke Hochaltar wurde 1663 aufgestellt. 1721 wurde der Turmoberbau erneuert.[5]
Ursprünglich war Mauerkirchen Teil der Hauptmannschaft Endorf.[4] Mauerkirchen wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern nach 1803 eine selbständige politische Gemeinde. 1913 wurde der Name Mauerkirchen um den Zusatz im Chiemgau erweitert.[2] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Mauerkirchen im Chiemgau zum 1. April 1971 aufgelöst, die Gemeindeteile Antwort, Mauerkirchen, Rachenthal und Ströbing kamen zu Bad Endorf, Gmein, Hötzelsberg und Sieglweiher wurden nach Rimsting umgegliedert.[6][7][8]
Weblinks
- Mauerkirchen im Chiemgau in der Ortsdatenbank von bavarikon
Einzelnachweise
- ↑ Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2012, De Gruyter, 2012, S. 880.
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 39, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat – Fußnote 15).
- ↑ Gemarkung Mauerkirchen i.Chiemgau (Bad Endorf) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ a b Ortsteil Mauerkirchen. In: Gemeinde Bad Endorf. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bayern IV, München und Oberbayern. Deutscher Kunstverlag, München 2006, S. 682–683.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 561.
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, DNB 920240593, OCLC 75242522, S. 53–54, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnoten 10 und 26).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 184 (Digitalisat).