Marktstraße (Dahn)
| Marktstraße | |
|---|---|
| Straße in Dahn | |
| altes Rathaus | |
| Basisdaten | |
| Ort | Dahn |
| Anschlussstraßen | Pirmasenser Straße, Weißenburger Straße |
| Querstraßen | Bachgasse, Kanalstraße, Kirchgasse, Mühlgasse, |
| Bauwerke | altes Rathaus, Kriegerdenkmal, Laurentiuskirche |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | Fußgänger, Autos, ÖPNV |
Die Marktstraße ist eine Straße innerhalb der Stadt Dahn im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz.
Lage
Die Straße befindet sich im Zentrum der Stadt Dahn und ist Bestandteil der Bundesstraße 427. Im Norden bildet die Pirmasenser Straße ihre Fortsetzung und im Süden die Weißenburger Straße; den Übergang zu letzterer bildet ein Kreisverkehr.
Geschichte
An der Stelle der Straße befand sich einst der namensgebende Marktplatz; Märkte sind in Dahn seit dem Spätmittelalter urkundlich nachgewiesen.[1] Bis ins 19. Jahrhundert hinein behielt die Straße ihren Charakter als Platz. Die Errichtung des damaligen Rathauses markiert den Beginn der Umwandlung in eine reine Verkehrsstraße, die durch weitere Bauten, die in der Folgezeit hinzukamen, Kontur annahm wie beispielsweise des 1829 hinzugekommenen Wachthauses, das 1969 abgerissen wurde.[2] 1825 wurde durch den Platz eine Durchgangsstraße errichtet. Zudem entwickelte sich die Straße zunehmend zum Geschäftszentrum, das von jüdischen Familien dominiert wurde, ehe sie im Dritten Reich enteignet wurden; der größte Teil ihrer Geschäftshäuser ist bis in die Gegenwart erhalten.[3] Der Autoverkehr führte ab dem 20. Jahrhundert außerdem dazu, dass in der Straße keine Märkte mehr abgehalten wurden.[4] 2006 und 2007 wurden im Gedenken an die dort lebenden jüdischen Familien Stolpersteine verlegt.
Literatur
- Karl Kissel: Dahn – eine Chronik. Hrsg.: Stadt Dahn. Dahn 1999, ISBN 3-00-002205-8, S. 196–207.
Einzelnachweise
- ↑ Karl Kissel: Dahn – eine Chronik. Dahn 1999, ISBN 3-00-002205-8, S. 196.
- ↑ Karl Kissel: Dahn – eine Chronik. Dahn 1999, ISBN 3-00-002205-8, S. 212.
- ↑ Wegpunkt 3: Marktstraße, Jüdisches Geschäftszentrum. Abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Karl Kissel: Dahn – eine Chronik. Dahn 1999, ISBN 3-00-002205-8, S. 202 ff.
Koordinaten: 49° 9′ 3″ N, 7° 46′ 43″ O