Markowice (Głuchołazy)
| Markowice | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
| |
| Woiwodschaft: | Opole | |
| Powiat: | Nysa | |
| Gmina: | Głuchołazy | |
| Geographische Lage: | 50° 23′ N, 17° 20′ O
| |
| Höhe: | 220–250 m n.p.m. | |
| Einwohner: | 193 (31. März 2011[1]) | |
| Postleitzahl: | 48-340 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 77 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ONY | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |
Markowice (deutsch Markersdorf) ist ein Ort in der Landgemeinde Głuchołazy (Ziegenhals) im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie
Das Straßendorf Markowice liegt im Südwesten der Region Oberschlesien, etwa elf Kilometer nordwestlich von Głuchołazy (Ziegenhals), 12 Kilometer südlich von Nysa (Neisse) und 66 Kilometer südwestlich von Opole (Oppeln) an einem Nebenarm der Biała Głuchołaska (Ziegenhalser Biele).
Nachbarorte von Markowice sind im Osten Polski Świętów (Polnisch Wette) und im Südosten Biskupów (Bischofswalde).
Geschichte
„Marquardi villa“ wurde 1284 erstmals urkundlich erwähnt. Damals bestand es aus 17 Hufen einer Scholtisei mit vier Hufen, einem Kretscham und einer Mühle mit zwei Rädern. Ab dem Jahr 1290 gehörte es zum geistlichen Fürstentum Neisse. Im Breslauer Zehntregister Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 ist es wiederum in der Schreibweise Marquardi villa belegt. 1360 wurde es als Markwartsdorf erwähnt.[2] 1592 gehörte das Gut Markersdorf dem bischöflichen Sekretär Heinrich von Freund, der es vermutlich seinem Enkel Nikolaus von Troilo vererbte, dessen Mutter eine geborene von Freund war.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Markersdorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Markersdorf ab 1816 zum Landkreis Neisse, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Dorf eine Scholtisei und 57 weitere Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 327, die sämtlich katholisch waren.[2] 1855 waren es 330 Einwohner. 1865 bestanden im Ort eine Scholtisei, 13 Bauern-, vier Gärtner- und 16 Häuslerstellen sowie eine Brennerei, eine Bleiche, ein Kretscham und eine Mühle.[3] 1874 wurde der Amtsbezirk Polnisch Wette gegründet, der aus den Landgemeinden Dürr Kamitz, Markersdorf und Polnisch Wette sowie den Gutsbezirken Dürr Kamitz und Polnisch Wette bestand. Erster Amtsvorsteher war der Gutsbesitzer Lorenz in Markersdorf.[4] 1885 zählte Markersdorf 325 Einwohner.[5] 1933 lebten in Markersdorf 251 Einwohner, 1939 waren es 235 Einwohner.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Markersdorf 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde es in Markowice umbenannt. Ab 1950 gehörte es zur Woiwodschaft Opole und ab 1999 zum wiedergegründeten Powiat Nyski.
Sehenswürdigkeiten
- Glockenturm
- Steinernes Wegekreuz
- Statue des böhmischen Landesheiligen Johannes Nepomuk
Vereine
- Freiwillige Feuerwehr OSP Markowice
Literatur
- Bernhard W. Scholz: Das geistliche Fürstentum Neisse. 2011 Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, ISBN 978-3-412-20628-4, S. 58, 207, 268 und 370
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 29. Dezember 2018
- ↑ a b Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 398.
- ↑ Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1025.
- ↑ Amtsbezirk Polnisch Wette/Alt Wette
- ↑ AGOFF Kreis Neisse