Marianne von Grünigen
Marianne von Grünigen (geboren am 27. Mai 1936 in Zürich; heimatberechtigt in Bern) ist eine Schweizer Diplomatin und ehemalige Botschafterin.
Leben und Wirken
Marianne von Grünigen hat an der Universität Basel Rechtswissenschaften studiert und ebenda bei Max Imboden promoviert. Ihre akademische Karriere ergänzte sie mit einem LL.M. an der Universität Yale. 1967 trat sie in den Dienst des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ein und wurde als Stagiaire in Bern und Kopenhagen eingesetzt. 1969 wurde sie als Botschaftssekretärin nach Bonn versetzt. 1975 kam sie nach Bern zurück, wo sie die Funktion einer Diplomatischen Mitarbeiterin in der Direktion für internationale Organisationen und ab 1977 die Funktion der Stellvertretenden Leiterin bzw. ab 1987 der Sektionschefin übernahm. 1982 wurde sie als Botschaftsrätin nach Moskau versetzt. 1986 ernannte sie der Bundesrat zur Botschafterin in Finnland. Marianne von Grünigen wurde damit nach Francesca Pometta die zweite Schweizer Diplomatin im Rang einer Botschafterin.[1] 1990 kehrte sie als Stellvertretende Direktorin der Politischen Direktion und Abteilungschefin der Politischen Abteilung III nach Bern zurück. Von 1993 bis 1997 war sie Botschafterin in Ägypten. Ab 1997 war sie Botschafterin und Chefin der Schweizerischen Delegation bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und Chefin der Ständigen Vertretung der Schweiz bei den Vereinten Nationen und den internationalen Organisationen in Wien. Von Grünigen wurde 2001 nach Antritt ihres Ruhestandes von Botschafter Heinrich Reimann abgelöst.[2] Von 2003 bis 2016 präsidierte sie die Schweizerische Helsinki-Vereinigung.
Weblinks
- Informationen über Marianne von Grünigen auf der Online-Datenbank Diplomatische Dokumente der Schweiz Dodis
- Marianne von Grünigen in Das Sonntagsinterview vom 25. November 1990
Einzelnachweise
- ↑ Kathrin Ammann: Frauen erobern die Schweizer Aussenpolitik. Abgerufen am 30. April 2020.
- ↑ Ernennungen von Missionschefs: Reimann / Schmid / Tagliavini. Abgerufen am 30. April 2020.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Michael von Schenk | Schweizer Botschafter in Finnland 1986–1990 | Othmar Uhl |
| Ernst Thurnheer | Schweizer Botschafter in Ägypten 1993–1997 | Blaise Godet |
| — | Schweizer Botschafter bei der OSZE 1997–2001 | — |