Mariä Himmelfahrt (Stuttgart-Degerloch)
Die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz. Sie steht in Degerloch, einem Stadtbezirk der Landeshauptstadt Stuttgart in Baden-Württemberg. Die Kirchengemeinde gehört zur Gesamtkirchengemeinde Johannes XIII. Stuttgart im Stadtdekanat Stuttgart der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Beschreibung
Die expressionistische Hallenkirche wurde 1925/27 nach einem Entwurf von Hugo Schlösser gebaut und am 30. Oktober 1927 von Bischof Keppler geweiht. Ihr Langhaus besteht aus einem Mittelschiff und einem schmalen Seitenschiff. Im Osten des Mittelschiffs ist ein querrechteckiger Chor angebaut. Der achteckige Kirchturm steht an der Nordwestecke.
Der Innenraum ist mit einer Holzbalkendecke überspannt. Die Glasmalereien hat 1954 Wilhelm Geyer gestaltet. Vom gleichen Künstler stammt auch das Mosaik „Mariä Himmelfahrt“ an dar Chorrückwand aus dem Jahr 1960. Der Altar, der Tabernakel und das Taufbecken stammen von Otto Herbert Hajek. Eine Pietà hat 1927 Friedrich Thuma dargestellt. Die Kreuzwegstationen hat 1929 Gebhard Fugel gemalt.
In den Jahren 2024–2026 wird das Kirchengebäude renoviert und der Innenraum umgestaltet. Umgebaut wird nach den Plänen des Architekturbüros Schneider Hoffmann aus Karlsruhe. Auf Grund dessen ist die Kirche vorübergehend geschlossen. Während dieser Zeit ist die Gemeinde zu Gast bei den evangelischen Nachbargemeinden in der Versöhnungskirche und der Michaelskirche. Geplant ist unter anderem eine hellere Gestaltung, die Versetzung des Altars ins Kirchenschiff, eine neue Bestuhlung statt der Kirchenbänke, ein barrierefreier Zugang, eine Fußbodenheizung mit Wärmepumpe und eine neue Orgel.
Die bis 2024 bestehende Orgel wurde 1965 als Opus 1128 von der Orgelbau Friedrich Weigle gebaut. Sie hatte einen Umfang von 19 Registern auf zwei Manualen und Pedal. Sie wurde im Mai 2024 im Zuge der Sanierungsarbeiten abgebaut, um einem neuen Instrument der Manufaktur Orgelbau Mühleisen Platz zu machen, das 2026 fertig gestellt sein soll und über 26 Register auf zwei Manualen und Pedal verfügen wird. Das Vorgängerinstrument der Weigle-Orgel war ein Instrument der Gebr. Späth Orgelbau von 1927 mit 16 Registern, das aber durch Kriegseinwirkung so stark beschädigt wurde, dass es nicht mehr brauchbar war.[1]
Literatur
- Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Baden-Württemberg I, Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe. Deutscher Kunstverlag, München 1993, S. 130–131.
Weblinks
- Katholische Kirche in Stuttgart: Sanierung der Kirche Mariä Himmelfahrt …
- Website der Katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt
Nachweise
Koordinaten: 48° 44′ 58,6″ N, 9° 10′ 24,8″ O