Marcus Ulpius Dionysius
Marcus Ulpius Dionysius war ein antiker römischer Vergolder (ab auraturis[1]), der während der frühen trajanischer Zeit oder später in Rom tätig war.
Marcus Ulpius Dionysius ist nur noch aufgrund seiner Grabinschrift bekannt. Die Inschrift benennt ihn und seine Frau Ulpia Herois als Freigelassene. Der Gentilnamen Ulpius lässt auf eine Beziehung als Freigelassene zum Kaiser Trajan beziehungsweise dessen großen Haushalt vermuten. Dionysius starb im Alter von 45 Jahren und fünf Monaten.
Die aufgelöste Inschrift lautet:
“M(anibus) / M(arco) Ulpio Aug(usti) lib(erto) Dionysio / qui fuit ab auraturis / vix(it) ann(os) XXXXV men(ses) V / Ulpia Aug(usti) lib(erta) Herois / coniugi karissim(o) et pientissim(o) / de se b(ene) m(erenti) cum quo vixit sine ulla querel(la) / ann(os) XXV et M(arcus) Ulpius Dionysius f(ilius) fecer(unt) et / sibi et suis lib(ertis) libertabusq(ue) posterisq(ue) / eorum in fr(onte) p(edes) XII in agr(o) p(edes) XII”
„Den göttlichen Manen. Dem Marcus Ulpius Dionysius, Freigelassener des Augustus (Trajan), der für die Vergolder zuständig war. Er lebte 45 Jahre und 5 Monate. Ulpia Herois, kaiserliche Freigelassene, ihrem über alles geliebten und treuesten Gatten, der sich um sie hoch verdient gemacht hat – mit dem sie 25 Jahre lang völlig einträchtig und ohne jeden Streit lebte – und Marcus Ulpius Dionysius, ihr Sohn, haben dieses Grabmal für sich selbst, ihre Freigelassenen und Freigelasseninnen sowie deren Nachkommen errichtet. Vorne 12 Fuß breit, 12 Fuß tief.“[2]
Literatur
- Rainer Vollkommer: Ulpius Dionysius, M. In: Derselbe (Herausgeber): Künstlerlexikon der Antike. Über 3800 Künstler aus drei Jahrtausenden. Nikol, Hamburg 2007, ISBN 978-3-937872-53-7, S. 926.
Anmerkungen
- ↑ Wilhelm Kubitschek: ab auraturis. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band II,2, Stuttgart 1896, Sp. 2426.
- ↑ CIL VI, 08737