Marcus Aufidius Fronto
Marcus Aufidius Fronto war ein römischer Politiker und Senator Anfang des 3. Jahrhunderts.
Aufidius Fronto stammte aus Pisaurum in Umbrien. Er war Sohn des Gaius Aufidius Victorinus, Konsul 155 und 183, und der Gratia, Tochter des Rhetorikers Marcus Cornelius Fronto. Sein Bruder war Gaius Aufidius Victorinus. Seinem früh verstorbenen Sohn setze er in seiner Heimatstadt eine Inschrift:[1]
„Dem Marcus Aufidius Fronto, Urenkel des Marcus Cornelius Fronto, des Redners, Konsuls und Lehrers der Kaiser Lucius und Antoninus, Enkel des Aufidius Victorinus, des Stadtpräfekten und zweimaligen Konsuls, habe ich, Fronto, der Konsul, [dies] für meinen geliebten Sohn [errichtet].“
Im Jahr 199 war Aufidius Fronto zusammen mit Publius Cornelius Anullinus ordentlicher Konsul.[2]
Nach Cassius Dio[3] wurde Fronto für das Jahr 217/18 die Provinz Africa übertragen. Da jedoch die Bewohner der Provinz gegen ihn protestierten, hatte Macrinus ihn für Asia bestimmt. Anscheinend sollte er im darauffolgenden Amtsjahr diese Provinz übernehmen, aber auch dazu kam es nicht. Das Honorar von einer Million Sesterzen nahm Fronto nicht an, da es ihm nach seiner Erklärung um den Prokonsulat, nicht aber um das Geld gehe. Später erhielt er dann von Kaiser Elagabal doch noch die Provinz. Durch eine neue Inschrift aus Formia wurde die Vermutung, dass es sich um Asia handele, bestätigt. Wahrscheinlich übte er die Statthalterschaft 219/200 aus, also in dem ersten Jahr, in dem Elagabal durch seinen Vorgänger verübtes Unrecht wiedergutmachen konnte.
Literatur
- Paul von Rohden: Aufidius 19. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band II,2, Stuttgart 1896, Sp. 2292.
- Prosopographia Imperii Romani (PIR) ² A 1385.