Marc Schöttner

Marc Schöttner (* 29. Dezember 1986 in Wiesbaden[1]) ist ein deutsch-amerikanischer Theater- und Fernsehschauspieler, Tänzer und Sprecher.[2]

Leben

Marc Schöttner wuchs in dem kleinen Ort Strinz-Trinitatis zwischen Wiesbaden und Limburg an der Lahn auf. Im Jahr 2010 begann er sein Schauspielstudium an der Hochschule der Künste Bern. Im Jahr 2012 wechselte er an die Hochschule für Musik und Theater Rostock, wo er 2015 diplomierte.

Bereits während des Studiums wirkte er in Theateraufführungen, in Kurzfilmen und Reportagen mit. Im Jahr 2011 wurde er für den Film Noch nie am Meer beim Filmfestival FilmFestSpezial ausgezeichnet. Noch während seiner Ausbildung erhielt er seine erste TV-Hauptrolle und spielte von April 2013 bis Mai 2014 Lukas Levin in der RTL-Daily Alles was zählt.

Von 2015 bis 2017 war er Ensemblemitglied am Stadttheater Ingolstadt, wo er in neun Produktionen mitwirkte. In der Spielzeit 2015/16 verkörperte er in Das Ballhaus, einem Schauspiel ohne Worte von Jochen Schölch, der auch inszenierte, mehrere Charaktere in zeitlich verschiedenen Tanzszenen. Gelobt[3] wurde seine Darstellung des Karlo Kollmar unter der Regie von Alexander Nerlich im Gegenwartsdrama Jenny Jannowitz. Oder: Der Engel des Todes von Michel Decar. Donald Berkenhoff führte Regie bei Bertolt Brechts Parabelstück Der gute Mensch von Sezuan, wo er die Rolle des Fliegers Yang Sun übernahm. Als Prinz Paris in der Operette Die schöne Helena von Peter Hacks und der Musik von Jacques Offenbach sang er auch in der Inszenierung von Folke Braband. In der Spielzeit 2016/17 war als Dichter Maccario in Carlo Goldonis Komödie Der Impresario von Smyrna unter der Regie des Intendanten Knut Weber zu sehen. In der Uraufführung von Volker Schmidts Drama djihad Fragmente, das auch vom Autor inszeniert wurde, spielte er einen jungen Islamisten. Als Liebhaber war er in Ibrahim Amirs Parallelgesellschaftskomödie Habe die Ehre unter der Regie vom Caroline Stolz zu sehen. In der Inszenierung von Alexander Nerlich spielte er mehrere Rollen in Dekalog – Die 10 Gebote, dessen Grundlage die Filmreihe des polnischen Regisseurs Krzysztof Kieślowski war. Seine letzte Rolle in Ingolstadt wurde die des Bundeswehroffiziers Lars Koch in Ferdinand von Schirachs Theatererfolg Terror, das von Annalena Maas inszeniert wurde. Im Jahr 2018 wurde das Stück wiederaufgenommen und er spielte erneut diese Rolle.

Bei den Luisenburg-Festspielen 2016 in Wunsiedel spielte er in Federico García Lorcas Tragödie Bluthochzeit unter der Regie von Eva-Maria Lerchenberg-Thöny an der Seite von Maria Kempken und Katy Karrenbauer die Rolle des Leonardo, wofür er mit dem Nachwuchspreis[4] der Festspiele ausgezeichnet wurde.

Nach Beendigung seiner Theaterfestanstellung spielte er die männliche Hauptrolle im Fernsehfilm Nanny verzweifelt gesucht (2018) der ZDF-Fernsehreihe nach Rosamunde Pilcher. Er erhielt eine U.S.-GreenCard (Artist Of Extraordinary Ability) und stand im Januar 2018 in einer kleinen Nebenrolle in der ABC-Serie Quantico vor der Kamera.[5]

Im Sommer 2019 war er in der Titelrolle der Theateradaption des Kinofilms Shakespeare in love erneut bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel zu sehen.

Nach einigen Engagements in US-Low-Budget-Filmproduktionen und deutschen sowie amerikanischen TV-Serien war er von November 2021 bis Oktober 2022 in der ARD-Telenovela Rote Rosen in einer durchgehenden Serienrolle beschäftigt.

Bei den Burgfestspielen Jagsthausen war er im Sommer 2023 in der Hauptrolle des Tony Manero in der Theateradaption von Saturday Night Fever besetzt. Im Jahre 2024 übernahm Schöttner je eine Hauptrolle in zwei Vertical-Drama-Serien.[2] In Das Traumschiff – Hudson Valley (2024) war er als Reeder Jasper Hansen zu sehen.[2][6] Von April bis Juni 2025 spielte Schöttner am Theater am Dom in Köln an der Seite von Nicola Tiggeler, Timothy Peach und Madeleine Niesche die Rolle des Androiden Nic in der Komödie Je besser ich dich kenne von Krystian Martinek.

Filmografie

Awards

  • 2016: Nachwuchspreis der Luisenburg-Festspiele

Einzelnachweise

  1. Interview mit Marc Schöttner alias “Lukas Levin” auf soaplexikon.de, abgerufen am 9. August 2013.
  2. a b c Marc Schöttner bei schauspielervideos.de. Abgerufen am 27. November 2025.
  3. Artikel im Donaukurier, abgerufen am 6. Dezember 2015.
  4. Artikel in der Frankenpost, abgerufen am 19. Juli 2016.
  5. Der aus Strinz-Trinitatis stammende Schauspieler Marc Schöttner startet internationale Karriere. Interview mit Volker Stavenow. In: Wiesbadener Kurier, 12. Mai 2018 (abgerufen am 11. Juli 2019)
  6. DAS TRAUMSCHIFF. Szenenausschnitt. Abgerufen am 27. November 2025.