Malachias Limmer
Malachias Limmer OCist, Taufname: Johannes Ignatius Valentin Limmer (* 12. April 1712 in Kronach; † 12. Januar 1774 in Trieb) war von 1751 bis 1774 Abt von Kloster Langheim.
Leben
Malachias Limmer wurde als Sohn des Hochstiftvogts der Festungsstadt Kronach, Johannes Limmer, und seiner Frau Apollonia geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Bamberg trat er 1731 in das Zisterzienserkloster Langheim ein, wo er 1732 die Profess ablegte. Ab 1736 studierte er Jura an der Academia Bambergensis, anschließend wurde er Kanzleidirektor seiner Abtei. Seine Wahl zum Abt erfolgte am 16. September 1751.
Von seinem Vorgänger, Abt Stephan Mösinger hatte er die Verantwortung für den Bau der 1743 nach Plänen von Balthasar Neumann begonnenen Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen übernommen, nach dessen Tod 1753 er bis 1758 den Bau der Türme fertigstellt, für deren Bau er am 17. Mai 1756 mit dem Zimmermeister Johann Caspar Haas aus Hochstadt am Main einen Vertrag abschloss.[1] Die Einwölbung des Kirchenraums erfolgte bis 1763. Bis zur Einweihung der Kirche am 14. September 1772 konnte der Innenausbau vollendet werden.
Zugunsten des Baus von Vierzehnheiligen und zur Schonung der Finanzen seines Klosters musste Abt Malachias den Bau einer neuen Klosterkirche in Langheim, für die Neumann bereits Pläne gemacht hatte, zurückstellen. Stattdessen konnte hier der Bau eines östlichen Krankenflügels errichtet werden.
Wappen
Als persönliches Wappen wählte Abt Malachias Limmer im Geviert mit dem diagonal durchlaufenden Zisterzienserbalken einen Baum sowie drei rote Rosen.
Weblinks
- Malachias (Johannes Ignatius Valentin) Limmer auf der Website Süddeutscher Barock
Einzelnachweise
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Stephan Mösinger | Abt von Kloster Langheim 1751–1774 | Johann Nepomuk Pitius |