Müschen (Bad Laer)

Müschen
Gemeinde Bad Laer
Koordinaten: 52° 6′ N, 8° 7′ O
Fläche: 9,24 km²[1]
Einwohner: 807[2]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 49196
Vorwahl: 05424
Lage von Müschen in Niedersachsen

Müschen ist ein Ortsteil der Gemeinde Bad Laer im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1970 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Müschen liegt im Südosten des Gemeindegebiets von Bad Laer. Der kleine Dorfkern liegt an der Versmolder Straße und dem Aschendorfer Weg. Der Rest des Ortsteils ist eine dünnbesiedelte Streusiedlung mit landwirtschaftlichen Einzelgehöften.[2]

Geschichte

Die Bauerschaft Müschen gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Iburg des Hochstifts Osnabrück. Von 1807 bis 1810 gehörte Müschen zum Kanton Glandorf des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie Laer im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems. 1814 kam Müschen zum Königreich Hannover und gehörte dort wieder zum Amt Iburg. 1867 fiel Müschen mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte die Gemeinde zum Kreis Iburg, der 1932 in den Landkreis Osnabrück eingegliedert wurde. Am 1. Juli 1970 wurde Müschen im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen Teil Gemeinde Bad Laer.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812 0616 [3]
1845 0619 [4]
1871 0539 [5]
1895 0557 [6]
1910 0644 [7]
1939 0700 [8]
1950 1107 [9]
1961 0816 [9]

Baudenkmale

Die Höfe Buddendick, Düskebrake und Bevermann, die Rottmühle sowie eine Wegekapelle an der Alten Poststraße stehen in Müschen unter Denkmalschutz.

Verkehr

Die Bahnstrecke Ibbenbüren–Hövelhof durchquert den Ortsteil von Norden nach Süden.

Einzelnachweise

  1. Strukturdaten von Bad Laer
  2. a b Daten und Karte der Gemarkung Müschen
  3. Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 193 (google.de).
  4. Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 120 (google.de).
  5. Volkszählung 1871
  6. Volkszählung 1895
  7. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 12. April 2025.
  8. Michael Rademacher: Osnabrueck. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  9. a b Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)