Mühle an der Porth
| Mühle an der Porth
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Ehemaliges Gebäude der Mühle an der Porth rechts im Bild | ||
| Lage und Geschichte | ||
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| Koordinaten | 49° 21′ 7″ N, 7° 55′ 55″ O
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| Standort | Elmstein | |
| Gewässer | Speyerbach / Mühlgraben | |
| Erbaut | vor 1608 | |
| Stillgelegt | 1901 | |
| Technik | ||
| Nutzung | Mahl- und Schneidemühle | |
Die Mühle an der Porth – alternativ Lanz’sche Mühle, Mahl- und Bordmühle in der Möllbachstraße oder Schmalenbergsche Mühle genannt – war eine Mahl- und Schneidemühle in Elmstein im pfälzischen Landkreis Bad Dürkheim, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts existierte.
Lage
Die Mühle befand sich am Speyerbach in der Möllbachstraße unmittelbar neben der später errichteten Wappenschmiede, von der sie durch den Mühlgraben getrennt war.[1]
Geschichte
Erstmals erwähnt wird die Mühle an Anfang des 17. Jahrhunderts. Die Bezeichnung „an der Porth“ rührt daher, dass sich in unmittelbarer Nachbarschaft zwischen Speyerbach und der Hauptstraße ein Tor innerhalb seiner seinerzeitigen, von der Burg Elmstein ausgehenden Mauer befand.[2]
Sie wurde ab 1788 von Johann Adam Lanz beziehungsweise Lantz[Anm. 1] betrieben, der aus Waldfischbach stammte. Er errichtete einige Jahre später unmittelbar neben der Mühle die Wappenschmiede.[2]
Nach dem Tod von Johann Adam Lanz im Jahr 1822 ging die Mühle in den Besitz seines Sohnes Andreas Lanz über; damit ging eine organisatorische Trennung bezüglich der Wappenschmiede einher, die fortan von seiner Tochter und seinem Schwiegersohn betrieben wurde. Die Mühle an der Porth ging im Lauf des 19. Jahrhunderts zunächst an Karl Häberle und später an den aus Mölschbach stammenden Heinrich Reinhard Schmalenberger.[2]
In der Folgezeit kam es mit Theodor Haag, der zu dieser Zeit die benachbarte Wappenschmiede betrieb, zu Konflikten um die Wassernutzung. Dies führte zu einem Rechtsstreit, den Haag gewann.[2]
Aus diesem Grund entschloss sich Schmalenberger, 400 Meter weiter nordwestlich eine neue Mühle zu errichten, die 1901 fertiggestellt war. Da er im selben Jahr starb, gingen beide Mühlen in den Besitz seines Sohnes Jakob über.[2]
Jakob Schmalenberger legte die bisherige Mühle still und versuchte, sie in ein Elektrizitätswerk umzuwandeln, das jedoch nur geringe Mengen Strom lieferte; im selben Jahr verkaufte er das Gebäude an Karl Becker, der zeitweilig das Sägewerk in Appenthal betrieben hatte. Ab 1904 wurde der Strom aus dem in dem Gasthaus zur Burg befindlichen Elektrizitätswerk bezogen, ehe Becker diese Einrichtung in das einstige Mühlengebäude verlegte und das dortige Wasserrad durch eine Turbine ersetzte.[2]
Einzelnachweise
- ↑ Benno Münch: Die Wappenschmiede von Elmstein – ein Denkmal im Spannungsfeld von Denkmalspflege und Tourismus. In: Förderkreis Kirchturmruine Appenthal e.V. (Hrsg.): Elmsteiner Heimatschrift 26. 2018, S. 18.
- ↑ a b c d e f Verzeichnis der pfälzischen Mühlen erstellt von Eberhard Ref (mailto: eberhard.ref@gmx.de) Litera E(Eichenbacher Mühle - Erbach). In: eberhard-ref.net. Abgerufen am 19. Oktober 2025.
Anmerkungen
- ↑ In den Quellen erscheinen beide Schreibweisen