Gasthaus „Zum Jäger aus Kurpfalz“
| Gasthaus „Zum Jäger aus Kurpfalz“ | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Ort | Elmstein | |
| Bauherr | Christian Kühner[1] | |
| Baujahr | Mitte des 18. Jahrhunderts | |
| Koordinaten | 49° 21′ 5,9″ N, 7° 56′ 10,3″ O | |
| Besonderheiten | ||
| Bauwerk wurde 1804 aufgestockt | ||
Das Gasthaus „Zum Jäger aus Kurpfalz“ – alternativ Gasthaus „Jäger aus Churpfalz“ oder Gasthof zur Burg genannt – ist ein Bauwerk in Elmstein, das früher ein Restaurant war und im Volksmund „die Burg“ genannt wurde. Es steht unter Denkmalschutz und gilt als „platz- und ortsbildprägend“.
Lage
Das Gebäude steht mit der Hausnummer 50 an der Südseite der örtlichen Hauptstraße, die mit der Landesstraße 499 identisch ist. Unmittelbar westlich verläuft die Bahnhofstraße. Östlich an das denkmalgeschützte Hauptgebäude schließen sich ein Nebengebäude an, in dem eine Bäckerei untergebracht ist, und das ebenfalls denkmalgeschützte Gebäude in der Hauptstraße 48.[2]
Beschreibung
Das ehemalige Gasthaus ist ein Krüppelwalmdachbau, der mit der Jahreszahl 1804 bezeichnet wird. Im Türsturz sind mit V.K. und M.K. die Initialen des Gründerehepaars eingemeißelt.[3]
Geschichte
Das Bauwerk wurde Mitte des 18. Jahrhunderts einstöckig errichtet. Seine gegenwärtige Form entstand 1804 durch Valentin Kühner.[4] Der Name Gasthaus „Jäger aus Churpfalz“ hielt sich ebenso unter der napoleonischen Herrschaft. Während des 19. Jahrhunderts war Anna Maria Schroer Wirtin – genannt „die Bas“ –, die sich durch ihre Kochkunst auszeichnete.[5] Dies ging so weit, dass August Becker sie in seinem Werk Die Pfalz und die Pfälzer positiv erwähnte.[1]
Ab 1884 war das Gasthaus zusätzlich „Kgl. Poststation“ für Kutschen, die tägliche Verbindungen nach Lambrecht schuf; die Stallungen waren im seinerzeitigen Nebengebäude untergebracht.[1] Mit Eröffnung des Kuckucksbähnels im Jahr 1909 wurde diese Funktion aufgehoben.[6]
Von 1904 bis 1918 befand sich im Nebengebäude ein Elektrizitätswerk, ehe der damalige Besitzer Karl Becker diese Einrichtung in die einstige Mühle an der Porth verlegte.[7]
1919 verkaufte Becker das Haus an Heinrich Roth.[8] 1967 wurde das Gebäude entkernt und renoviert; in diesem Zusammenhang folgte der Abriss des Nebengebäudes.[1] In der Folgezeit wurde das Gasthaus geschlossen.[9]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Elmstein Gasthaus "Zum Jäger aus Kurpfalz". Abgerufen am 1. Oktober 2025.
- ↑ Öffentliche Einrichtungen. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Wolfgang Ross: Viel Steine gab's und wenig Brot. Anmerkungen zur Siedlungsgeschichte Elmsteins. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 20.
- ↑ Klaus Kullmer: Bilder von Elmstein und seinen Ortsteilen aus 100 Jahren. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 37.
- ↑ Wolfgang Ross: Viel Steine gab's und wenig Brot. Anmerkungen zur Siedlungsgeschichte Elmsteins. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 20 f.
- ↑ Wolfgang Ross: Viel Steine gab's und wenig Brot. Anmerkungen zur Siedlungsgeschichte Elmsteins. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 21.
- ↑ Verzeichnis der pfälzischen Mühlen erstellt von Eberhard Ref (mailto: eberhard.ref@gmx.de) Litera E(Eichenbacher Mühle - Erbach). In: eberhard-ref.net. Abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Wolfgang Ross: Das war das Jahr 1919. In: Förderkreis Kirchturmruine Appenthal e.V. (Hrsg.): Elmsteiner Heimatschrift 27. 2019, S. 27.
- ↑ Die traurige Geschichte des Gaststättensterbens in Elmstein. 28. Dezember 2021, abgerufen am 1. Oktober 2025.