Ludwig von Pretlack
Johann Ludwig Christian Freiherr von Pretlack (* 29. Januar 1716 in Darmstadt; † 24. September 1781 in Wien) war kaiserlicher General der Kavallerie und Kammerherr.
Leben
Ludwig von Pretlack entstammte dem hessischen Adelsgeschlecht Pretlack, das ursprünglich aus dem ostpreußischen Kreis Gerdauen kam. Er war ein Sohn des Generals Johann Rudolf Victor von Pretlack (1668–1737) und dessen zweiter Ehefrau Christiane Margarethe von Bernstorff (1695–1725). Wie sein Vater, der sowohl in niederländischen als auch in hessischen militärischen Diensten gestanden hatte, entschied sich Ludwig für eine militärische Laufbahn in der kaiserlichen Armee.
Am 21. Januar 1757 wurde er zum Generalfeldwachtmeister ernannt und am 21. April 1758 zum Feldmarschalleutnant befördert[1].
Er war österreichischer Kammerherr und General der Kavallerie[2].
Pretlack war Musikliebhaber und verfügte über eine umfangreiche Musikbibliothek[3][4].
Familie
Er war in erster Ehe mit Friederike Gräfin von Epstein (1730–1770), Tochter des Landgrafen Ernst Ludwig aus der morganatischen Ehe mit Louise Sophie Freiin von Spiegel zum Desenberg[5][6] verheiratet. Aus der Ehe sind die Kinder Ludwig Friedrich Georg Franz (1766–1843, Generalleutnant), Caroline Friederike Sophie († 1796, ∞ General Ludwig von Werner und Karl Friedrich Ludwig (1769–1830, Oberforstmeister)) hervorgegangen.
Am 17. Oktober 1771 heiratete er in Darmstadt die Oberhofmeisterin Sophie Albertine Quadt von Wickrath (1734–1775).
Johann Franz von Pretlack war sein Stiefbruder.
Weblinks
- „Pretlack, Johann Karl Ludwig* Christian* Freiherr von, “, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/6723_pretlack-johann-karl-ludwig-christian-freiherr-von> (aufgerufen am 10. Dezember 2025)
Einzelnachweise
- ↑ Österreichisches Staatsarchiv: Schmidt-Brentano, Kaiserliche und k.k. Generale 1618–1815
- ↑ Genealogisches Taschenbuch der Ritter- und Adels-Geschlechter, Band 5, 1880. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Wolfgang Sandberger: Göttinger Händel-Beiträge, Band 15. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Joachim Jaenecke in Hessische Bibliographie: Die Musikbibliothek des Ludwig Freiherrn von Pretlack Digitalisat
- ↑ Eckhart G. Franz: Friederike Gräfin von Eppstein, verh. Freifrau von Pretlack (HD 40). In: Eckhart G. Franz (Hrsg.): Haus Hessen. Biografisches Lexikon. Hessische Historische Kommission, Darmstadt 2012, ISBN 978-3-88443-411-6 (=Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission Neue Folge Band 34), S. 307f.; Pretlack, Johann Karl Ludwig Christian Freiherr von. Hessische Biografie. (Stand: 10. Juli 2010). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Ihr Bildnis befindet sich im Schloss Echzell. (Bildnis der Friederike Sophie von Pretlack, geb. Gräfin von Eppstein)
- ↑ Maximilian Gritzner: Standes-Erhebungen und Gnaden-Acte deutscher Landesfürsten während der letzten drei Jahrhunderte nach amtlichen Quellen ,Band 2. 1881 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).