Ludwig Friedrich Georg Franz von Pretlack
Ludwig Friedrich Georg Franz Freiherr von Pretlack (* 9. August 1766 in Crumbach im Odenwald; † 14. Oktober 1843 in Darmstadt) war Hessen-Darmstädtischer Kämmerer und Großherzoglich-hessischer Generalleutnant und Oberhofmeister.
Leben
Ludwig Friedrich Georg Franz von Pretlack entstammte dem hessischen Adelsgeschlecht Pretlack und war ein Sohn des Feldmarschall-Leutnants Ludwig Christian Freiherr von Pretlack (1716–1781) und dessen Ehefrau Friederike Freifrau von Epstein (1730–1770). Er immatrikulierte sich 1782 an der Universität Leipzig und kam nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in die Kaiserliche Armee, wo er Rittmeister war. Am 26. November 1801 wandte er sich an den Landgrafen mit dem Wunsch, aus der österreichischen Armee auszuscheiden und in den Hessen-darmstädtischen Hof- und Militärdienst zu wechseln. Am 22. Februar 1802 begrüßte der Landgraf das Angebot, konnte jedoch wegen der fehlenden Stelle nicht darauf eingehen[1]. Schließlich erhielt er eine Anstellung als Kämmerer und wurde 1805 Gouverneur des Erbprinzen von Hessen-Darmstadt und 1814 Oberhofmeister der Großherzogin Luise. Damit oblag ihm die Leitung der Hauswirtschaft und des Dienstes um die Person der Großherzogin.
1828 wurde er Generalleutnant à la suite.
Familie
Ludwig Friedrich Georg Franz von Pretlack war seit Oktober/November 1803 mit Louise Freiin Gayling von Altheim (1780–1806, Tochter des Christian Heinrich Gayling von Altheim und der Auguste Wilhelmine von Bärstett) verheiratet. Er war der letzte Freiherr von Pretlack und wurde in der Pretlackschen Gruft auf dem Friedhof in Fränkisch-Crumbach mit großem Zeremoniell beigesetzt: Um das Aussterben des Geschlechts in Szene zu setzen, zerbrach man das Pretlacksche Wappen und warf es in sein Grab[2][3].
Auszeichnungen
- 8. Mai 1818 Hausorden vom Goldenen Löwen, Kommandeur I. Klasse[4].
Weblinks
- „Pretlack, Ludwig* Friedrich Georg Franz Freiherr von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/6730_pretlack-ludwig-friedrich-georg-franz-freiherr-von> (aufgerufen am 9. Dezember 2025)
Einzelnachweise
- ↑ Timo Luks: In eigener Sache; Eine Kulturgeschichte der Bewerbung. 2022 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Museum.de: Die Freiherren von Pretlack in Fränkisch-CrumbachDigitalisat
- ↑ Landesamt für Denkmalpflege Hessen Digitalisat
- ↑ Kurhessisches Armeekorps 1803-1806, 1809, 1813-1866Digitalisat