Lucas Höler

Lucas Höler
im Trikot des SV Sandhausen (2017)
Personalia
Geburtstag 10. Juli 1994
Geburtsort AchimDeutschland
Größe 184 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
bis 2008 FC Hansa Schwanewede
2008–2011 VSK Osterholz-Scharmbeck
2011–2013 Blumenthaler SV
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2012–2013 Blumenthaler SV 5 0(2)
2013–2014 VfB Oldenburg 34 0(9)
2014–2016 1. FSV Mainz 05 II 63 (21)
2016–2017 SV Sandhausen 48 (13)
2018– SC Freiburg 245 (43)
2022 SC Freiburg II 1 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 20. Dezember 2025

Lucas Höler (* 10. Juli 1994 in Achim) ist ein deutscher Fußballspieler. Der Stürmer steht seit 2018 beim SC Freiburg unter Vertrag.

Karriere

Höler spielte als Kind und als Jugendlicher beim FC Hansa Schwanewede, dem VSK Osterholz-Scharmbeck und ab 2011 für die A-Jugend des Blumenthaler SV in der Jugend-Regionalliga.[1] In seinem ersten Jahr als Aktiver stand er in der Saison 2013/14 beim Nord-Regionalligisten VfB Oldenburg unter Vertrag und erzielte in 34 Ligaspielen 9 Tore.

Er wurde im Juni 2014 von der zweiten Mannschaft des 1. FSV Mainz 05, die zu dieser Zeit in der 3. Liga spielte, verpflichtet. In seiner ersten Saison erzielte er 10 Tore in 26 Ligaspielen; am Saisonende stand der Klassenerhalt.[2] Im Sommertrainingslager 2015 trainierte er bei der Bundesligamannschaft der Mainzer mit.[3] Im ersten Spiel der Drittligasaison 2015/16 erzielte Höler beim 4:0-Auswärtssieg bei Holstein Kiel drei Tore.[4]

SV Sandhausen

Zur Saison 2016/17 wechselte er gemeinsam mit Julian Derstroff zum Zweitligisten SV Sandhausen.[5] Im Trikot von Sandhausen bestritt Höler insgesamt 51 Pflichtspiele, in denen er 14 Tore erzielte.

SC Freiburg

Zum 1. Januar 2018 schloss er sich dem Bundesligisten SC Freiburg an.[6][7] Für den SC Freiburg erzielte der Offensivspieler am 28. April 2018 (32. Spieltag) beim Heimsieg gegen den 1. FC Köln seinen ersten Bundesligatreffer zum 3:2-Endstand.[8]

In der Saison 2018/19 erzielte Höler vier Treffer. Dabei konnte er am 10. Spieltag nach seiner Einwechslung in der 89. Minute in der Nachspielzeit den Ausgleich zum 1:1 gegen den FC Bayern München erzielen und traf auch bei 1:1 im Rückspiel in der 3. Minute zum 1:0.

In der Saison 2019/20 erzielte Höler mit acht Treffern in der Bundesliga seinen bisherigen Höchstwert. Höler kam in allen 34 Partien zum Einsatz, davon 28 Mal von Beginn an. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und der geringen Anzahl erzielter Tore gehörte Höler wegen seiner besonderen Zweikampfstärke[9] und Laufbereitschaft bald zum Stammpersonal der Breisgauer und fügte sich nahtlos in die Spielphilosophie des Trainers Christian Streich ein,[10] in dessen System er in Anspielung auf seine Position als „der erste Verteidiger“ galt.[11]

In der Saison 2020/21 fehlte Höler am 28. Spieltag gegen Arminia Bielefeld erstmals aufgrund eine Gelbsperre. Höler absolvierte ansonsten alle 33 Bundesligaspiele und beide Spiele im DFB-Pokal.

Nachdem der SC Freiburg mit einem 1:3-Sieg gegen den Hamburger SV das Finale des DFB-Pokals 2022 erreicht hatte, stand Höler im Olympiastadion in Berlin gegen RB Leipzig in der Startelf. In der 57. Spielminute sah Marcel Halstenberg die Rote Karte, nachdem Höler beim Stand von 1:0 für Freiburg nach einem langen Ball von Vincenzo Grifo die Abwehrkette durchbrochen hatte und von Halstenberg zu Boden gerissen worden war. Leipzig konnte in Unterzahl den Ausgleich erzielen und gewann im Elfmeterschießen mit 4:2.

Höler verpasste den Beginn der Saison 2022/23 aufgrund eines Mittelfußbruches, absolvierte aber ab dem 9. Spieltag jedes Spiel. Im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München im April 2023 erzielte Höler in der Nachspielzeit per Handelfmeter den Siegtreffer zum 1:2-Endstand, nachdem Vincenzo Grifo als etatmäßiger Schütze bereits ausgewechselt worden war, und ermöglichte dem SC Freiburg mit dessen ersten Sieg in München den Einzug ins Pokal-Halbfinale.

Mit seinen Treffern zur zwischenzeitlichen 0:2-Führung gegen den 1. FC Heidenheim am 16. Spieltag der Saison 2023/24 konnte Höler seinen ersten Doppelpack in der Bundesliga erzielen, ehe Heidenheim das Spiel in der Nachspielzeit durch ein Eigentor noch zu einem 3:2 drehen konnte. In der Europa League absolvierte Höler alle zehn Spiele, ehe der SC Freiburg im Achtelfinale gegen West Ham United ausschied.

Mit Beginn der Saison 2024/25 übernahm Julian Schuster das Amts als Cheftrainer des SC Freiburg von Christian Streich, mit dem Höler in seiner ersten Saisonhälfte für Freiburg noch zusammengespielt hatte. Am 12. Spieltag erzielte Höler gegen Borussia Mönchengladbach mit seinen Treffern zum 1:0 und zum 3:1-Endstand sein 37. und 38. Bundesligator für den SC Freiburg. Höler überholte damit den früheren Rekordtorschützen Papiss Demba Cissé. Nur Nils Petersen und Vincenzo Grifo konnten mehr Bundesligatore für Freiburg erzielen.

Beim 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach am 6. Spieltag der Saison 2025/26 absolvierte Höler sein 237. Bundesligaspiel für den SC Freiburg und überholte damit den langjährigen Rekordspieler Andreas Zeyer. Nur Christian Günter, Nicolas Höfler und Vinzenzo Grifo absolvierten mehr Bundesligaspiele für Freiburg.

Commons: Lucas Höler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Mirko Vopalensky: Lucas Höler weckt großes Interesse. In: www.blumenthalersv.de. Abgerufen am 28. April 2020.
  2. Lucas Höler kommt für die U23. In: www.mainz05.de. Abgerufen am 14. Mai 2016.
  3. Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG: Als Torjäger angekommen. In: www.wiesbadener-kurier.de. Abgerufen am 14. Mai 2016.
  4. Höler schießt Mainzer Reserve an die Spitze. In: DFB – Deutscher Fußball-Bund e. V. Abgerufen am 14. Mai 2016.
  5. SVS: Höler heuert am Hardtwald an. In: www.svs1916.de. Archiviert vom Original am 14. Mai 2016; abgerufen am 14. Mai 2016.
  6. Meldung auf der Website des SC Freiburg, abgerufen am 9. Dezember 2017.
  7. Meldung (Memento vom 29. Dezember 2017 im Internet Archive) auf der Website des SV Sandhausen, abgerufen am 29. Dezember 2017.
  8. Spielbericht auf transfermarkt.de, abgerufen am 27. Oktober 2018.
  9. Daniela Frahm: Wo Höler alle abhängt – und weit vor Lewandowski liegt. In: kicker.de. 12. November 2020, abgerufen am 19. Dezember 2021.
  10. Carsten Schröter-Lorenz: Herausragender Höler: Ein Sinnbild für die Freiburger Schule. In: kicker.de. 3. September 2021, abgerufen am 19. Dezember 2021.
  11. Carsten Schröter-Lorenz: Bayern-Schreck Höler: „Aktuell wahnsinnig gut“. In: kicker.de. 3. November 2021, abgerufen am 19. Dezember 2021.