Lorenz Fink

Lorenz Fink auch: Johann Lorenz Finck (* 5. November 1744 in Memmelsdorf; † 19. Mai 1817 in Bamberg) war ein fürstbischöflich-bambergischer Hofbaumeister.

Leben

Der als Sohn des bambergischen Hofmaurermeisters Konrad Fink (1714–1783) geborene Lorenz Fink erhielt seine Ausbildung durch Johann Michael Fischer in Würzburg. Nach einer Studienreise über Frankfurt nach Paris, wurde er 1765 zum Bamberger Hofwerkmeister ernannt und später zum Hofarchitekten befördert. Bis zur Auflösung des Hochstiftes 1803 hatte er die Oberleitung des fürstbischöflichen Bauwesens inne, bis 1806 als Architekt im Dienste der bayerischen Provinziallandbauinspektion. Seine wichtigstes Betätigungsfeld wurde das Kloster Langheim. Seine Wiederaufbauplanung für das 1802 von einem Brand betroffene Kloster blieb unausgeführt. Für Abt Johann Nepomuk Pitius führte er den Endausbau von Schloss Tambach aus. Auf Schloss Seehof erbaute er 1782–1783 die Schweizerei.

Werke

In Bamberg errichtete er 1787–1789 das Krankenhaus, 1791 das Eiserne Tor und 1794 die Abschlussmauer mit Brunnen am Domplatz. Im Kloster Langheim stammte von ihm das Hofratshaus, den Sekretariatsbau und die Kirchenfassade. Im weiteren Umkreis baute er vorwiegend schlichte Landkirchen, Pfarr- und Bürgerhäuser. An der Pfarrkirche von Burgkunstadt erbaute er 1783–1786 den viergeschossigen Fassadenturm. Nach dem Brand des Ortes Strullendorf im Jahre 1796 lieferte er die Pläne für Typenhäuser wie auch für den Wiederaufbau der Pfarrkirche St. Laurentius.

Literatur