Literaturjahr 1776

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Weitere Ereignisse

Dieser Artikel behandelt das Literaturjahr 1776.

Literaturjahr 1776
Johann Wolfgang Goethe erhält in Weimar Sitz und Stimme in Carl Augusts „Geheimem Consilium“. Der Historiker Edward Gibbon veröffentlicht in London The History of the Decline and Fall of the Roman Empire.

Ereignisse

Johann Wolfgang Goethe erhält am 11. Juni als Geheimer Legationsrat Sitz und Stimme in Carl Augusts „Geheimem Consilium“. Von 1776 bis 1832 ist er Beamter am Weimarer Hof und in der Staatsverwaltung von Sachsen-Weimar-Eisenach.

Johann Gottfried Herder kommt mit seiner Familie nach Weimar und wird dort Generalsuperintendent. Auch Jakob Michael Reinhold Lenz folgt Goethe nach Weimar und wird von diesem zunächst freundlich aufgenommen, doch nach einer nicht näher benannten „Eseley“ im Dezember wieder ausgewiesen. Auch ein Besuch Friedrich Maximilian Klingers in Weimar endet mit einem Bruch mit Goethe.

Nach dem Hamburger Vorbild nennt sich das Burgtheater in Wien mit Erlass von Kaiser Joseph II. „Teutsches Nationaltheater“.

Prosa

Lyrik

Drama

Periodika

  • Die Gazette de Léopol in Lwiw, der Hauptstadt Rutheniens, erscheint. Sie ist die erste Zeitschrift der Ukraine in französischer Sprache.

Wissenschaftliche Werke, Essays

Übersetzungen

Heinrich Leopold Wagner übersetzt unter Mitwirkung von Goethe Louis-Sébastien Merciers Du théatre ou nouvel essai sur l’art dramatique (Neuer Versuch über die Schauspielkunst). Das Buch löst in weiten literarischen Kreisen eine Diskussion über ästhetische Fragen aus.

Bibliotheken

Der Neubau der Bibliothek des Stift Admont unter der Leitung des Architekten Josef Hueber ist vollendet.

Die königliche Akademie der Wissenschaften (Regia Scientiarum Academia) in Zagreb übernimmt die 1607 von den Jesuiten eingerichtete Bibliothek der Klosterhochschule Neoacademia Zagrabiensis, die dann 1874 in die Universitätsbibliothek Zagreb eingeht.

Die „Physikalische Gesellschaft“ in Bremen wird gegründet und legt außer einer Sammlung von Naturalien und Geräten eine Fachbibliothek an, die später in die Bibliothek des Bremer Überseemuseums eingeht.

Geboren

Geburtsdatum gesichert

  • 24. Januar: Wilhelmine Halberstadt, deutsche Pädagogin und Schriftstellerin († 1841)
  • 24. Januar: E. T. A. Hoffmann, deutscher Schriftsteller, Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist († 1822)
  • 25. Januar: Joseph Görres, deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und Publizist († 1848)
  • 30. Januar: Marie-Aimée Steck, französisch-schweizerische Schriftstellerin († 1821)
  • 23. Februar: John Walter, britischer Verleger, Inhaber und Herausgeber der „The Times“ († 1847)
  • 29. Februar: Johann August Bruckmann, deutscher Architekt, Geologe, Landbaumeister, Wasserbauingenieur, Sachbuchautor und Erfinder († 1835)
  • 13. Oktober: Peter Barlow, britischer Schriftsteller und Physiker († 1862)
  • 25. Oktober: Johannes Merz, Schweizer Modelstecher, Lexikograph und Mundartdichter aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden († 1840)

Genaues Geburtsdatum unbekannt

  • April: Ann Griffiths, walisische Dichterin und Verfasserin methodistischer christlicher Lieder in walisischer Sprache († 1805)

Gestorben

  • April: Lemuel Abbott, englischer Kleriker und Dichter (* um 1730)
  • 2. August: Matthew Maty, niederländischer Mediziner, Biograf und Bibliothekar (* 1718)
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